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      Private Krankenversicherung Kosten: Beiträge, Tarife & Tipps

      Kurzer Überblick Private Krankenversicherung Kosten

      Kurzer Überblick

      • Die Kosten einer privaten Krankenversicherung werden durch Alter, Gesundheitszustand, gewählten Tarif, Selbstbeteiligung und Berufsgruppe beeinflusst.
      • Der Durchschnittsbeitrag für privat versicherte Erwachsene beträgt laut PKV-Verband 2026 durchschnittlich 617 Euro pro Monat. In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zahlt ein Durchschnittsverdiener laut Zielke-Studie bis zu 943 Euro.
      • Trotz steigender Kosten bleibt die private Krankenversicherung attraktiv – 2024 wechselten zum siebten Mal in Folge mehr Menschen in die PKV als zur GKV. Laut PKV-Verband ist außerdem inzwischen etwa jeder Zweite in Deutschland privat versichert (entweder mit einer Kranken- oder einer Krankenzusatzversicherung). Das entspricht 39,9 Millionen Menschen.
      • Die Versicherungspflichtgrenze 2026 steigt auf 77.400 Euro im Jahr bzw. 6.450 Euro im Monat (2025: 73.800 Euro im Jahr, 6.150 Euro im Monat).
      • Besonders Gutverdiener und Selbstständige können in der PKV von besseren Leistungen und niedrigeren Beiträgen als in der GKV profitieren.
      • Kostensenkung durch Selbstbeteiligung: Eine Selbstbeteiligung kann Ihnen helfen, die Gesamtkosten Ihrer privaten Krankenversicherung zu reduzieren.
      Artikel fachlich von impuls Experten geprüft

      Artikel von impuls Fachexperten geprüft

      Private Krankenversicherung Kosten

      Ratgeber-Inhalt

      Wie setzen sich die Kosten in der privaten Krankenversicherung zusammen?

      In der privaten Krankenversicherung (PKV) bestimmt das Äquivalenzprinzip die Höhe der Beiträge. Das bedeutet, dass sich die Kosten nach den individuellen Risikofaktoren und den gewählten Leistungspaketen richten. Drei Hauptfaktoren spielen dabei eine entscheidende Rolle:

      1. Leistungsumfang: Die private Krankenversicherung zeichnet sich durch ein breites Spektrum an Gesundheitsleistungen aus. Versicherte haben die Möglichkeit, ihren Schutz durch Zusatzoptionen wie Krankenhaustagegeld oder Pflegegeld zu erweitern. Je umfangreicher das Leistungspaket, desto höher sind in der Regel die Beiträge.

      2. Alter bei Versicherungsbeginn: Die Kosten für medizinische Behandlungen steigen meist mit zunehmendem Alter an. Daher profitieren vor allem jüngere Menschen von niedrigeren Versicherungsbeiträgen, da ihr Gesundheitszustand häufig besser ist und sie daher weniger Gesundheitsleistungen in Anspruch nehmen.

      3. Gesundheitszustand bei Versicherungsbeginn: Bestehen bei Vertragsabschluss Vorerkrankungen, werden diese als zusätzliches Risiko betrachtet und fließen in die Kalkulation der Versicherungsbeiträge mit ein.

      Anders als die Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bemessen sich die PKV-Beiträge also nicht nach dem Einkommen, sondern nach den oben genannten individuellen Faktoren.

      Der durchschnittliche Beitrag in der PKV steigt

      Laut des Verbands der privaten Krankenversicherungen liegt der durchschnittliche Monatsbeitrag in der PKV 2026 bei 617 Euro im Monat.

      Auch gesetzlich Versicherte sind von stetigen Beitragserhöhungen betroffen. So zahlen Beschäftigte mit Durchschnittseinkommen laut der Zielke-Studie bis zu 943 Euro pro Monat für die Krankenversicherung.

       

      PKV bleibt attraktive Option

      Trotz der steigenden Kosten bleibt die PKV im direkten Vergleich zur GKV wettbewerbsfähig – insbesondere für Höchstverdiener. Das belegen auch aktuelle Zahlen. 2024 verzeichnete die PKV erneut einen Nettozuwachs der Vollversicherten. So wechselten zum siebten Mal in Folge mehr Menschen in die PKV als umgekehrt. Während 106.200 privat Versicherte zur GKV abgewandert sind, haben 184.500 Menschen sich für die PKV entschieden. Das entspricht einen Zuwachs von 78.300 Personen. 

      In 2 Minuten zur passenden Krankenversicherung

      Finden Sie in kürzester Zeit heraus, ob eine gesetzliche oder private Krankenversicherung besser zu Ihnen passt. Unser Schnellrechner basiert auf wenigen Angaben und liefert sofort ein klares Ergebnis – schnell, unverbindlich und kostenlos.

      Gesetzlich oder Privat:
      Welche Krankenversicherung passt zu dir?

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      Bist du angestellt oder selbstständig?

      Dein beruflicher Status bestimmt, welche Krankenversicherungen für dich infrage kommen. Als Selbstständiger hast du mehr Wahlfreiheit, Angestellte unterliegen gewissen Einkommensgrenzen.

      Verdienst du über 77.400 € im Jahr?

      Ab einem Bruttojahreseinkommen von 77.400 € (Jahresarbeitsentgeltgrenze 2026) hast du als Angestellter die Wahl zwischen GKV und PKV. Selbstständige können sich unabhängig vom Einkommen privat versichern.

      Wie viele Kinder möchtest du mitversichern?

      Aufgrund der Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung kann die GKV – finanziell gesehen – eine gute Wahl sein: Kinder und nur geringfügig verdienende Lebenspartner zahlen nicht extra.

      Was ist dir bei deiner Krankenversicherung am wichtigsten?

      Die Entscheidung zwischen GKV und PKV hängt nicht nur von Fakten ab – sondern auch von deinen persönlichen Prioritäten. Möchtest du lieber sparen oder top abgesichert sein?

      Die gesetzliche Krankenversicherung ist für dich verpflichtend

      Da dein Bruttoeinkommen unter 77.400 € liegt, ist die GKV für dich verpflichtend. Wenn dir hochwertige medizinische Leistungen besonders wichtig sind, kannst du gezielt mit Zusatzversicherungen aufstocken – z. B. beim Zahnersatz oder stationären Klinikaufenthalten.

      Die gesetzliche Krankenversicherung ist die richtige Wahl für dich!

      Bei deiner familiären Situation bietet die GKV die solideste und kosteneffizienteste Lösung.
      Besonders mit Kindern profitierst du von beitragsfreier Mitversicherung und planbaren Kosten.
      Wenn dir hochwertige medizinische Leistungen besonders wichtig sind, kannst du gezielt mit Zusatzversicherungen aufstocken, wie z. B. beim Zahnersatz oder stationären Klinikaufenthalten.

      Die gesetzliche Krankenversicherung ist die richtige Wahl für dich!

      Die GKV bietet dir eine verlässliche Grundversorgung. Wenn dir hochwertige medizinische Leistungen besonders wichtig sind, kannst du gezielt mit Zusatzversicherungen aufstocken – z. B. beim Zahnersatz oder stationären Klinikaufenthalten.

      Die private Krankenversicherung ist die richtige Wahl für dich!

      Bei deinem Einkommen lohnt sich die PKV auch finanziell: Mit einem Wechsel in die PKV kannst du bis zu 6000 € Beitrag im Jahr sparen - und hast dazu mehr Leistungen als in der GKV! Zudem bekommst du oft bessere Leistungen zu günstigeren Beiträgen als in der GKV.

      Die private Krankenversicherung ist die richtige Wahl für dich!

      Bei deinem Einkommen lohnt sich die PKV auch finanziell: Als Angestellter ohne viele Kinder sparst du im Schnitt bis zu 3.840 € pro Jahr.
      Mit einem Wechsel in die PKV kannst du bis zu 3.840 € Beitrag im Jahr sparen - und hast dazu mehr Leistungen als in der GKV!
      Zudem bekommst du oft bessere Leistungen zu günstigeren Beiträgen als in der GKV.

      Als Angestellter profitierst du zusätzlich von einem Arbeitgeberzuschuss: 50 % deines PKV-Beitrags – maximal 471,32 € monatlich (Stand 2025).

      Die private Krankenversicherung ist die richtige Wahl für dich!

      2026 zahlen privatversicherte Angestellte etwa 361 € pro Monat für einen Premium-Tarif*, gesetzlich Versicherte hingegen ca. 509 € pro Monat**. Ein Wechsel kann somit bis zu 1.776 € Ersparnis pro Jahr bringen!

      Als Angestellter profitierst du von einem Arbeitgeberzuschuss. Der Arbeitgeber übernimmt – wie in diesem Beispiel – 50 % deines Beitrags, maximal 508,59 € monatlich (Stand 2026).

      Mit der privaten Krankenversicherung zahlst du weniger Beiträge und erhältst mehr Leistungen

      Als Selbstständiger profitierst du besonders von den Vorteilen der privaten Krankenversicherung. Im Vergleich zur gesetzlichen Versicherung kannst du nicht nur deutlich sparen – du sicherst dir auch eine bessere medizinische Versorgung und mehr Flexibilität.

      Während in der GKV Krankenversicherungsbeiträge von bis zu 1.017 € monatlich anfallen, liegt der durchschnittliche PKV-Beitrag für Selbstständige laut PKV-Verband bei nur 617 € im Monat. Das bedeutet für dich: Mehr Leistung, weniger Kosten und bis zu 4.800 € Ersparnis im Jahr.

       

      Welche Tarifarten gibt es in der PKV?

      In der privaten Krankenversicherung gibt es verschiedene Tarife, die je nach ihren Leistungen unterschiedliche Preise aufweisen. Die Tarife können von den Anbietern frei gestaltet werden (bis auf die sogenannten Sozialtarife). Je nach Anbieter haben die Tarife unterschiedliche Bezeichnungen, oftmals werden sie aber Basis-, Komfort- oder Premiumtarif genannt. 

      Basis-Tarife

      Dabei handelt es sich um günstige Tarife mit einfachem Leistungsniveau. Dieses entspricht in machen Teilen der gesetzlichen Krankenversicherung, in anderen können die Leistungen die der GKV allerdings bereits übersteigen. 

      Komfort-Tarife

      Diese "mittleren" Tarife beinhalten sehr gute Leistungen zu einem guten Preis und beinhalten beispielsweise Chefarztbehandlung und mehr Leistungen bei Zahnbehandlungen. 

      Premium-Tarife

      Sind die Tarife mit den besten Leistungen, zum Beispiel Einbettzimmer und den besten Leistungen bei Zahnbehandlungen. 

      Welche Leistungen die verschiedenen Tarife im Detail enthalten, legt jeder Versicherer selbst fest. Da die Leistungen stark variieren, sollten Sie vor der Entscheidung einen PKV-Vergleich durchführen und sich umfassend beraten lassen.

      So viel kostet eine PKV für Angestellte

      Der Monatsbeitrag für Angestellte kann von 241 Euro im Basis-Tarif auf 359 Euro im Premium-Tarif steigen, während sich der Zahnersatz von 75 auf 90 Prozent erhöht und die Selbstbeteiligung von 600 Euro auf 0 bis 300 Euro sinkt. Gleichzeitig verbessern sich die stationären Leistungen vom Mehrbettzimmer hin zu Ein- oder Zweibettzimmer und Chefarztbehandlung.

      Das zeigt, dass der Preis allein nicht entscheidend ist. Wichtig ist, dass der Tarif auch zu Ihnen und Ihrer Situation passt. 

      Basis-Tarif:

      Tarifbewertung

      3.2

      Günstiger Preis

      • Mehrbett-Zimmer
      • 75 % Zahnersatz
      • Selbstbeteiligung: 600 €

      241,31 €
      monatlich

      Komfort-Tarif:

      Tarifbewertung

      3.5

      Top Preis-Leistung

      • Mehrbett-Zimmer
      • 80 % Zahnersatz
      • Selbstbeteiligung: 0 €

      276,83 €
      monatlich

      Premium-Tarif:

      Tarifbewertung

      4.5

      • Ein-/Zweibett-Zimmer und Chefarztbehandlung
      • 90 % Zahnersatz
      • Selbstbeteiligung: 300 €

      359,03 €
      monatlich

      Die angegebenen monatlichen Beiträge zeigen den Arbeitnehmeranteil (50 %), da der Arbeitgeber die Hälfte übernimmt.

       

      Wann können Angestellte in die PKV wechseln?

      Angestellte können erst dann in die private Krankenversicherung wechseln, wenn sie mit ihrem Einkommen die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) 2026 von 77.400 Euro im Jahr bzw. 6.450 Euro im Monat übersteigen (2025: 73.800 Euro bzw. 6.150 Euro).

      Wie hoch ist der Arbeitgeber-Höchstzuschuss?

      Wie bei der GKV erhalten sie auch in der PKV einen Zuschuss Ihres Arbeitgebers. Im Jahr 2026 beträgt der maximale Zuschuss 508,59 Euro monatlich (2025: 471,32 Euro monatlich).

      Die Kosten in der GKV steigen seit Jahren, während die Leistungen gleich bleiben. So hoch ist der Höchstbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung 2026 (inkl. Pflegeversicherung):

      • Höchstbeitrag 2026 für GKV-Versicherte mit Kind: 1.226,44 Euro / Monat (2025: 1.141,09 Euro / Monat).
      • Höchstbeitrag 2026 für GKV-Versicherte ohne Kind: 1.261,31 Euro / Monat (2025: 1.174,16 Euro / Monat).

      Demgegenüber gibt es für Angestellte PKV-Tarife, die günstiger sind und bessere Leistungen bieten.

      Kostenbeispiel: Private Krankenversicherung für Angestellte

      Die Grafik zeigt beispielhaft, wie viel die private Krankenversicherung für Angestellte pro Monat kosten kann*. Dafür haben wir verschiedene Eintrittsalter zwischen 27 und 35 Jahren gewählt. Ein 27-jähriger Angestellter zahlt 2026 bei der HanseMerkur einen Arbeitnehmeranteil von etwa 223 € im Monat, bei einem 35-Jährigen können es 271 € monatlich sein. 

      PKV für Angestellte kostet für einen 27-Jährigen 223 Euro, für einen 35-Jährigen 271 Euro.

      So viel kostet eine PKV für Selbstständige

      Der Monatsbeitrag für Selbstständige kann von 376 Euro im Basis-Tarif bis 643 Euro im Premium-Tarif reichen. Während der Zahnersatz bei 80 Prozent im Basis-Tarif liegt und sich erst im Premium-Tarif auf 90 Prozent erhöht, verbessern sich im Premium-Tarif auch die stationären Leistungen durch Ein- oder Zweibettzimmer und Chefarztbehandlung.

      Das verdeutlicht, dass höhere Beiträge vor allem mit besseren Krankenhausleistungen einhergehen. Entscheidend ist daher, welche Leistungen für Sie persönlich wichtig sind und wie viel Kostenrisiko Sie selbst tragen möchten.

      Basis-Tarif:

      Tarifbewertung

      3.2

      • Mehrbett-Zimmer
      • 80 % Zahnersatz
      • Selbstbeteiligung: 1.000 €

      376,39 €
      monatlich

      Komfort-Tarif:

      Tarifbewertung

      3.3

      • Mehrbett-Zimmer
      • 60 % Zahnersatz
      • Selbstbeteiligung: 300 €

      535,56 €
      monatlich

      Premium-Tarif:

      Tarifbewertung

      4.4

      Top Leistung

      • Ein-/Zweibett-Zimmer und Chefarztbehandlung
      • 90 % Zahnersatz
      • Selbstbeteiligung: 1.000 €

      642,88 €
      monatlich

      Wann können Selbstständige in die PKV wechseln?

      Selbstständige können prinzipiell immer in die PKV wechseln. Sie sind anders als Angestellte nicht an eine Einkommensgrenze (Versicherungspflichtgrenze) gebunden. Ausnahmen bilden freiberufliche Künstler, die über die Künstlersozialklasse gesetzlich versichert sind. Sie müssen mit ihrem Einkommen die Versicherungspflichtgrenze überschreiten, um in die PKV wechseln zu können.

      Für gut verdienende Selbstständige ist die private Krankenversicherung meist die bessere und günstigere Wahl. Denn in der GKV müssen sie, wenn sie viel verdienen, immer höhere Beiträge bezahlen, ohne dass sie dafür mehr Leistungen erhalten. Außerdem erhalten Selbstständige keinen Arbeitgeberzuschuss, sodass der gesamte Beitrag aus eigener Tasche gezahlt werden muss. 

      Kostenbeispiel: Private Krankenversicherung für Selbstständige

      Auch für Selbstständige haben wir drei Kostenbeispiele* berechnet. Der Grafik können Sie entnehmen, wie viel die private Krankenversicherung für eine Selbstständige im Alter von 30, 35 und 40 Jahren monatlich kosten kann. Während ein 30-Jähriger bei der HanseMerkur ca. 331 € im Monat zahlt, können es bei einem 40-Jährigen etwa 433 € sein.

      PKV für Selbstständige kostet für einen 30-Jährigen 331 Euro, für einen 40-Jährigen 433 Euro.

      So viel kostet eine PKV für Beamte

      Der Monatsbeitrag für Beamte liegt mit 50 % Beihilfe meist zwischen 250 Euro und 400 Euro. Während sich der Zahnersatz in allen Tarifen bei 100 Prozent bewegt, gibt es nur kleine Unterschiede bei der Selbstbeteiligung.

      Das zeigt, dass bei Beamten vor allem kleinere Leistungen wie Sehhilfen ausschlaggebend sind, da sich die Tarife kaum unterscheiden.

      Basis-Tarif:

      Tarifbewertung

      3.7

      • Mehrbett-Zimmer
      • 100 % Zahnersatz
      • Selbstbeteiligung: 10 € je Leistung

      257,32 €
      monatlich

      Komfort-Tarif:

      Tarifbewertung

      4.3

      Top Preis-Leistung

      • Mehrbett-Zimmer
      • 100 % Zahnersatz
      • Selbstbeteiligung: 0 €

      338,76 €
      monatlich

      Premium-Tarif:

      Tarifbewertung

      4.4

      • Mehrbett-Zimmer
      • 100 % Zahnersatz
      • Selbstbeteiligung: 0 €

      358,07 €
      monatlich

      Beiträge inkl. 50 % Beihilfe


      Erhalten Beamte auch einen Zuschuss?

      Beamte erhalten statt eines Arbeitgeberzuschusses die sogenannte Beihilfe. Diese staatliche Unterstützung, geleistet von Bund, Land oder Kommune, deckt einen festgelegten Prozentsatz der Gesundheitskosten ab, die durch notwendige medizinische Behandlungen oder Medikamente entstehen.

      Daher benötigen Beamte lediglich eine Krankenversicherung, die den Kostenanteil abdeckt, der nicht durch die Beihilfe bezahlt wird. Diese speziellen Beihilfetarife machen die private Krankenversicherung für Beamte oft zur vorteilhaften Wahl, da sie zu vergleichsweise günstigen Konditionen umfangreiche Leistungen bietet.

      Dank der Beihilfe profitieren Beamte von besseren PKV-Konditionen.

       

      Die genauen Konditionen der Beihilfe sind landesspezifisch geregelt und variieren daher. In einigen Bundesländern, wie Berlin, Brandenburg und Niedersachsen, werden Wahlleistungen wie Einbettzimmer oder Chefarztbehandlung nicht von der Beihilfe abgedeckt.

      In anderen Bundesländern, darunter Bayern, Sachsen und Nordrhein-Westfalen, sind solche Leistungen jedoch inkludiert. Beamte, deren Beihilfe Wahlleistungen ausschließt, können diese durch zusätzliche Wahlleistungstarife abdecken. 

      Kostenbeispiel: Private Krankenversicherung für Beamte

      In der Grafik sehen Sie drei Kostenbeispiele* für Beamte mit dem Einstiegsalter 30, 35 und 40 Jahre. Dabei haben wir je einen Beihilfesatz von 50 % zugrunde gelegt. Ein 30-Jähriger zahlt bei der DBV z. B. 320 € im Monat, ein 40-Jähriger etwa 355 €. 

      PKV für Beamte kostet für einen 30-Jährigen 320 Euro, für einen 40-Jährigen 355 Euro.

      So viel kostet eine PKV für Studenten

      Der Monatsbeitrag für Studierende liegt meist zwischen 100 Euro und 250 Euro. Auffällig ist, dass es zwischen dem Basis- und Komfort-Tarif kaum Unterschiede in den Leistungen gibt. Erst im Premium-Tarif sind deutliche Leistungssteigerungen zu sehen. Zwar steigt auch der Beitrag, dafür gibt es Ein-/Zweibett-Zimmer und Chefarztbehandlungen sowie eine geringere Selbstbeteiligung.

      Das zeigt, dass sich Tarife für Studierende nicht allein nach dem Beitrag unterscheiden. Ein genauer Blick auf die Leistungen lohnt sich daher besonders.

      Basis-Tarif:

      Tarifbewertung

      3.1

      Günstiger Preis

      • Mehrbett-Zimmer
      • 75 % Zahnersatz
      • Selbstbeteiligung: 480 €

      119,75 €
      monatlich

      Komfort-Tarif:

      Tarifbewertung

      3.2

      • Mehrbett-Zimmer
      • 80 % Zahnersatz
      • Selbstbeteiligung: 500 €

      154,16 €
      monatlich

      Premium-Tarif:

      Tarifbewertung

      4.2

      Top Leistung

      • Ein-/Zweibett-Zimmer und Chefarztbehandlung
      • 80 % Zahnersatz
      • Selbstbeteiligung: 300 €

      206,63 €
      monatlich

      Quelle Tarifbewertung: psponline, Februar 2026; Berechnungsgrundlage: Angestellte, Selbstständige und Beamte: 35 Jahre, Studenten: 20 Jahre; Versicherungsbeginn: 01. März 2026; Grundlage für die Bewertungen sind die Tarifbedingungen der Gesellschaften. Zu den wichtigsten Merkmalen gehören u.a., wie viel Prozent der Kosten übernommen werden, bis zu welchem Betrag die Leistungen gedeckt sind, ob andere Leistungen vorausgehen müssen und ob Besonderheiten gelten.

       

      Sozialtarife in der PKV

      In der PKV gibt es drei Sozialtarife, die gesetzlich geregelt sind: der Standard-, der Basis- und der Notlagentarif. Sie sind für Versicherte in finanziellen Notlagen gedacht, die sich ihre Beiträge nicht mehr leisten können. Alle Infos und Voraussetzungen zu den Sozialtarifen finden Sie auf dieser Seite des PKV-Verbands. 

       

      So viel kostet eine PKV für Kinder

      Die PKV-Tarife für Kinder sind deutlich günstiger als die für Erwachsene. Das liegt vor allem daran, dass bei Kindern das Krankheitsrisiko geringer ist und noch keine altersbedingten Vorerkrankungen berücksichtigt werden müssen. Der Beitrag der privaten Krankenversicherung für ein Kind liegt ungefähr zwischen 100 und 300 Euro, je nachdem, ob eine Selbstbeteiligung vereinbart wird oder nicht. 

      Unsere Tarifübersicht für Kinder zeigt, dass bereits im unteren Beitragsbereich umfangreiche Leistungen enthalten sein können. Schon der Basis-Tarif für 121,37 Euro bietet Ein- oder Zweibettzimmer, Chefarztbehandlung sowie hohe Erstattungen beim Zahnersatz und in der Kieferorthopädie. Mit steigenden Beiträgen verschieben sich die Schwerpunkte vor allem bei der Höhe der Erstattungen und der Selbstbeteiligung. 

      Auffällig ist, dass sich die Tarife darin unterscheiden, ob der Fokus stärker auf Zahnersatz, Kieferorthopädie oder einer niedrigeren Eigenbeteiligung liegt. Für Eltern ist daher relevant, welche Leistungen in den kommenden Jahren realistisch benötigt werden und wie planbar mögliche Eigenkosten bleiben sollen.

      Basis-Tarif für Kinder:

      Tarifbewertung

      3.8

      Günstiger Tarif

      • Ein-/Zweibett-Zimmer & Chefarztbehandlung
      • 90 % Zahnersatz, 80 % Kieferorthopädie
      • Selbstbeteiligung: 240 €

      121,37 €
      monatlich

      Komfort-Tarif für Kinder:

      Tarifbewertung

      3.9

      Top Preis-Leistung

      • Ein-/Zweibett-Zimmer & Chefarztbehandlung
      • 80 % Zahnersatz, 80 % Kieferorthopädie
      • Selbstbeteiligung: 0 €

      178,59 €
      monatlich

      Tarifbewertung

      4.1

      Top Leistung

      • Zweibett-Zimmer & Chefarztbehandlung
      • 75 % Zahnersatz, 100 % Kieferorthopädie
      • Selbstbeteiligung: 400 €

      196,95 €
      monatlich

      Premium-Tarif für Kinder:

      Tarifbewertung

      4.4

      Top Leistung

      • Ein-/Zweibett-Zimmer & Chefarztbehandlung
      • 90 % Zahnersatz, 90 % Kieferorthopädie
      • Selbstbeteiligung: 300 €

      212,48 €
      monatlich

      Quelle Tarifbewertung: psponline, Juli 2025; Berechnungsgrundlage: Kinder zwischen 0 und 14 Jahren, Versicherungsbeginn: 24.07.2025; Grundlage für die Bewertungen sind die Tarifbedingungen der Gesellschaften. Zu den wichtigsten Merkmalen gehören u.a., wie viel Prozent der Kosten übernommen werden, bis zu welchem Betrag die Leistungen gedeckt sind, ob andere Leistungen vorausgehen müssen und ob Besonderheiten gelten.

       

      Sind Kinder über die Eltern in der PKV versichert?

      Kinder und Jugendliche sind in der Regel bis zum Abschluss ihrer Schulausbildung über einen Elternteil versichert. Dies gilt sowohl für die gesetzliche Familienversicherung als auch für die private Krankenversicherung. Bei Beginn einer Ausbildung, eines Studiums oder eines Freiwilligendienstes muss dann erneut über die Krankenversicherung entschieden werden.

      In der privaten Krankenversicherung gibt es keine Familienversicherung wie in der GKV. Das bedeutet, Kinder können nicht kostenfrei mitversichert werden, sondern benötigen einen eigenen PKV-Tarif mit eigenem Beitrag. 

      Unser Tipp: Alle Infos rund um die Regeln der privaten Krankenversicherung für Kinder und die Aufnahme von Kindern in die PKV lesen Sie in unserem Ratgeber Private Krankenversicherung für Kinder.

       

      Kostenbeispiel: Private Krankenversicherung für Kinder

      In unserem Kostenbeispiel* bezahlen Sie bei der Signal Iduna für ein Kind bis zum 15. Lebensjahr etwa 144 € monatlich, ab 15 Jahren steigt der Beitrag auf ca.186 €.

      PKV kostet für ein Kind bis 15 Jahre 144 Euro, für ein Kind ab 15 Jahre sind es 186 Euro.

      Private Krankenversicherung: Kosten im Alter

      Viele Menschen glauben, die Beiträge für die private Krankenversicherung (PKV) seien im Alter unerschwinglich. Tatsächlich bleiben die Beiträge jedoch auch für ältere Menschen bezahlbar. Ähnlich wie gesetzlich Versicherte erhalten auch privatversicherte Rentner einen Zuschuss zu den Krankenversicherungskosten von ihrem Rentenversicherungsträger, der 2026 ca. 8,75 Prozent der gesetzlichen Rente beträgt.

      Einige Kostenpunkte fallen mit zunehmendem Alter weg:

      • Beiträge für Kinder entfallen, sobald diese eine Ausbildung beginnen oder ihr Studium abschließen.
      • Ab dem 61. Lebensjahr entfällt der gesetzliche 10 %-Zuschlag auf die PKV-Beiträge.
      • Mit dem Ruhestand entfallen auch die Beiträge für das Krankengeld.

      Zudem sorgen die über die Jahre angesammelten Altersrückstellungen dafür, dass sich die Beiträge der privaten Krankenversicherung im Alter reduzieren. Eine Untersuchung des PKV-Verbands Ende 2022 zeigte, dass die durchschnittlichen Beiträge für 8,7 Millionen Privatversicherte in allen Altersgruppen unter 600 Euro lagen. Besonders in den Altersstufen 60 und 65 war eine deutliche Senkung der Beiträge zu verzeichnen.

      Wie kann man die Kosten in der privaten Krankenversicherung senken?

      Für gesetzlich Versicherte gibt es nur begrenzte Möglichkeiten, die Kosten ihrer Krankenversicherung zu senken, da der Beitragssatz und die Beitragsbemessungsgrenze gesetzlich festgelegt sind und Krankenkassen individuelle Zusatzbeiträge erheben. Oft geht das mit einer Kürzung von Leistungen oder erforderlichen Zuzahlungen einher.

      In der privaten Krankenversicherung sind die Leistungen garantiert und es gibt verschiedene Wege, um die Kosten zu senken:

      • Tarifwechsel: Versicherte haben das Recht, innerhalb ihrer Versicherung in einen günstigeren Tarif zu wechseln.
      • Verzicht auf einzelne Tarifbausteine: Es lohnt sich zu prüfen, ob bestimmte Zusatzleistungen dringend notwendig sind.
      • Vereinbarung einer Selbstbeteiligung: Durch die Festlegung eines Selbstbehalts lassen sich die monatlichen Kosten senken.
      • Eigenständige Bezahlung kleinerer Rechnungen: Wer kleinere Rechnungen selbst bezahlt und keine Erstattungen beantragt, kann oft von Beitragsrückerstattungen profitieren, wenn über das Jahr keine weiteren Ansprüche geltend gemacht werden.

      Kosten senken mit höherer Selbstbeteiligung

      Die Selbstbeteiligung (SB) in der privaten Krankenversicherung (PKV) wirkt sich wie folgt auf die Kosten aus:

      • Monatliche Beiträge: Die Selbstbeteiligung führt in der Regel zu niedrigeren monatlichen Beiträgen, da Sie als Versicherter einen Teil der Kosten selbst übernehmen.
      • Gesamtkosten: Wenn Sie medizinische Leistungen in Anspruch nehmen, hängen Ihre Gesamtkosten von der Höhe der Selbstbeteiligung ab. Je höher die Selbstbeteiligung, desto mehr zahlen Sie selbst, bevor die Versicherung einspringt.
      • Kostensteuerung: Eine Selbstbeteiligung kann Ihnen helfen, die Gesamtkosten Ihrer Versicherung über die Jahre zu steuern, insbesondere wenn Sie selten medizinische Leistungen benötigen.

      Eine genaue Berechnung hängt von dem gewählten Tarif und der Höhe der Selbstbeteiligung ab. Möchten Sie eine detaillierte Aufschlüsselung oder haben Sie eine spezifische Frage zu Ihrem Tarif? Dann lassen Sie sich von den den PKV-Experten beraten.

      Eine Selbstbeteiligung in der privaten Krankenversicherung (PKV) lohnt sich vor allem für:

      • Personen, die selten krank sind: Wenn Sie generell eine gute Gesundheit haben und selten ärztliche Leistungen in Anspruch nehmen.
      • Finanziell gut aufgestellte Personen: Wer bereit und in der Lage ist, im Krankheitsfall einen Teil der Kosten selbst zu tragen.
      • Kostenbewusste Versicherte: Menschen, die durch die Selbstbeteiligung motiviert sind, sorgfältiger mit medizinischen Leistungen umzugehen.

       

      Selbstbehalt mit Bedacht wählen

      Wenn Sie gesund und jung sind, kann es reizvoll sein, einen hohen Selbstbehalt zu wählen, um die Beiträge gering zu halten. Denn schließlich sind Sie gesund, Arztbesuche und damit Behandlungskosten halten sich in Grenzen.

      Denken Sie aber daran, dass sich Ihr Gesundheitszustand schnell ändern kann und Sie mit zunehmendem Alter häufiger zum Arzt müssen. Wenn Sie die Höhe der Selbstbeteiligung wählen, sollten Sie daher auch die Zukunft im Blick behalten. Die Selbstbeteiligung können Sie nämlich meistens problemlos erhöhen, senken allerdings nur mit erneuter Gesundheitsprüfung.

       

      Warum sich ein PKV-Vergleich lohnt

      Einen Vergleich der Beiträge für die private Krankenversicherung (PKV) durchzuführen, ist aus mehreren Gründen wichtig:

      1. Kosteneffizienz: Verschiedene Versicherer bieten unterschiedliche Beiträge, und ein Vergleich kann helfen, die kosteneffizienteste Option zu finden.
      2. Leistungsspektrum: Die Tarife unterscheiden sich im Umfang der abgedeckten Leistungen. Man sollte sicherstellen, dass der Tarif den persönlichen Bedürfnissen entspricht.
      3. Preis-Leistungs-Verhältnis: Ein günstiger Beitrag bedeutet nicht automatisch ein schlechteres Angebot. Es geht darum, das beste Verhältnis von Preis zu Leistung zu finden.
      4. Kundenservice: Serviceleistungen können variieren, daher lohnt sich ein Blick auf die Servicequalität und Kundenbewertungen.
      5. Zukunftssicherheit: Einige Tarife bieten bessere Optionen bzgl. der Beitragsstabilität im Alter.
      6. Anpassungsfähigkeit: Lebensumstände können sich ändern. Einige PKV-Tarife sind flexibler und lassen Anpassungen zu, ohne dass ein vollständig neuer Vertrag nötig ist.
      7. Zusatzleistungen: Extras wie Chefarztbehandlung, Einzelzimmer oder Auslandskrankenversicherung sind Faktoren im Vergleich.

      *Hinweis zu den Kostenbeispielen: Bitte beachten Sie, dass es sich um Beispielrechnungen unter Zugrundelegung des genannten Tarifs, Selbstbehalts und Einstiegsalters handelt. Wenn Sie ein auf Sie zugeschnittenes Angebot möchten, vereinbaren Sie einfach ein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch. Unsere Versicherungsexperten berechnen gerne verschiedene individuelle Angebote für Sie.

      FAQ: Private Krankenversicherung Kosten

      Anders als die gesetzliche Krankenversicherung richtet sich die private Krankenversicherung nach dem Alter, dem Gesundheitszustand und den gewünschten Leistungen. Dementsprechend fallen die Kosten für die private Krankenversicherung sehr unterschiedlich aus. Sie bewegen sich dabei zwischen 200 und über 1.000 Euro pro Monat. Während junge Menschen weniger zahlen, steigt der Beitrag im Alter.

      Laut dem PKV-Verband liegt der durchschnittliche Beitrag im Jahr 2026 bei 617 Euro pro Monat.

      Angestellte, die brutto mehr als 77.400 Euro im Jahr verdienen, können sich privat krankenversichern. Je nach Eintrittsalter, Gesundheitszustand und Leistungsumfang zahlen junge, gut verdienende Angestellte häufig 200 bis 450 Euro im Monat, während es bei umfangreicheren Tarifen oder einem Einstieg ab Mitte 30 schnell mehr werden können.

      Zwar beteiligt sich der Arbeitgeber mit bis zu 50 Prozent des PKV-Beitrags (maximal bis zur Höhe des GKV-Höchstzuschusses), dennoch bleibt die PKV für Angestellte eine individuelle Entscheidung, die stark von Einkommen, Absicherungswunsch und langfristiger Planung abhängt.

      Selbstständige und Freiberufler zahlen in der Regel mehr für die private Krankenversicherung als Angestellte, da es keinen Arbeitgeberzuschuss gibt und der Beitrag vollständig selbst getragen werden muss.

      Je nach Eintrittsalter, Gesundheitszustand und Leistungsniveau liegen die monatlichen PKV-Kosten für junge Selbstständige häufig bei 350 bis 500 Euro, während sie bei einem umfassenden Versicherungsschutz oder einem Einstieg ab Mitte 30 schnell auf 500 bis 800 Euro steigen können. Bei einem späteren Eintritt oder bestehenden Vorerkrankungen sind auch 900 Euro und mehr realistisch. Dafür profitieren Selbstständige davon, dass der Beitrag nicht einkommensabhängig ist und sich durch Tarifwahl und Selbstbeteiligung gezielt steuern lässt.

      Für Beamte ist die private Krankenversicherung in der Regel deutlich günstiger als für Angestellte oder Selbstständige, weil sie Anspruch auf Beihilfe haben. Je nach Bundesland und Familienstand übernimmt sie 50 bis 70 Prozent der Krankheitskosten. Die PKV muss daher meist nur den verbleibenden Teil absichern, weshalb die monatlichen Beiträge häufig bei 250 bis 350 Euro für junge Beamte liegen. Mit steigendem Eintrittsalter, höherem Leistungsniveau oder bei Vorerkrankungen können es 300 bis 500 Euro sein, in Einzelfällen auch mehr.

      Bei Studierenden fällt die private Krankenversicherung meist deutlich günstiger aus als bei anderen Berufsgruppen, solange Alter und Gesundheitszustand passen.

      Wer sich zu Studienbeginn von der Versicherungspflicht in der GKV befreien lässt oder als Beamtenanwärter studiert, zahlt je nach Tarif häufig zwischen 150 und 300 Euro im Monat. Sehr schlanke Studententarife können noch darunter liegen, während leistungsstärkere Varianten mit besseren Zahn- oder ambulanten Leistungen eher mehr kosten.

      Entscheidend ist weniger das Einkommen als die langfristige Perspektive, denn der Schritt in die PKV ist während des Studiums meist verbindlich und nur unter engen Voraussetzungen wieder rückgängig zu machen.

      Bei Kindern richtet sich der Beitrag zur privaten Krankenversicherung nicht nach Einkommen oder Alter im klassischen Sinne, sondern vor allem nach Tarif und Leistungsumfang. In der Praxis liegen die monatlichen Kosten häufig bei 100 bis 300 Euro pro Kind. Bestehen Vorerkrankungen oder wird ein besonders hoher Leistungsstandard gewählt, können die Beiträge darüber liegen.

      Relevant ist außerdem, ob beide Eltern privat versichert sind oder das Kind wegen Überschreitens der Jahresarbeitsentgeltgrenze nicht beitragsfrei in der gesetzlichen Krankenversicherung mitversichert werden kann.

      Im Alter kann die private Krankenversicherung deutlich teurer werden als in jungen Jahren, wobei die tatsächliche Höhe stark vom individuellen Tarifverlauf abhängt. Viele Versicherte zahlen im Rentenalter zwischen 600 und 1.200 Euro im Monat, in Einzelfällen auch mehr, insbesondere wenn der Einstieg spät erfolgte oder nur geringe Altersrückstellungen aufgebaut wurden.

      Entlastend wirken dabei Altersrückstellungen, der gesetzliche Zuschlag sowie mögliche Beitragsentlastungstarife. Außerdem sinkt häufig der Beitrag durch den Wegfall bestimmter Bausteine. Wer früh in die PKV eingetreten ist, konsequent Rückstellungen gebildet und den Tarif angepasst hat, kann die Kosten im Alter spürbar begrenzen, während ein später Wechsel oft mit deutlich höheren Beiträgen verbunden ist.

      Ob die private Krankenversicherung günstiger ist als die gesetzliche, hängt stark von der eigenen Lebenssituation ab. Für junge, gesunde Gutverdiener ist die PKV oft günstiger, weil der Beitrag nicht vom Einkommen abhängt und in guten Einsteigertarifen häufig unter dem GKV-Höchstbeitrag liegt. In der gesetzlichen Krankenversicherung steigt der Beitrag dagegen mit dem Einkommen und kann – inklusive Zusatzbeitrag – schnell bei 900 bis rund 1.000 Euro im Monat liegen.

      Langfristig kann sich das Bild jedoch drehen: In der PKV steigen die Beiträge mit zunehmendem Alter und medizinischem Fortschritt, während die GKV im Ruhestand meist günstiger wird, weil sich die Beiträge am niedrigeren Renteneinkommen orientieren. Allerdings kann man in der PKV im Alter mit unterschiedlichen Maßnahmen vorsorgen.

      Unterm Strich ist die PKV meist günstiger, vor allem für Singles ohne Kinder, während die GKV ihre Stärke eher bei Familien ausspielt. Entscheidend ist daher weniger der aktuelle Preis als die Frage, welches System langfristig besser zur eigenen Lebensplanung passt.

       

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