Berufsunfähigkeitsversicherung
- Wichtige Absicherung für das Arbeitseinkommen
- Individuelle Gestaltung nach Ihren Bedürfnissen
- BU-Rente ab 50 % Berufsunfähigkeit
Kurzer Überblick Berufsunfähigkeitsversicherung
- Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist eine wichtige Absicherung Ihres Arbeitseinkommens für den Fall, dass Sie Ihren Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können.
- Sie ist eine Ergänzung zur gesetzlichen Erwerbsminderungsrente, die durchschnittlich nur 800 Euro monatlich beträgt.
- BU-Versicherer zahlen bereits, wenn Sie Ihren Beruf zu 50 % und länger als sechs Monate nicht mehr ausüben können.
- Da sich die Beiträge nach dem Alter richten, gilt: Je früher Sie eine BU abschließen, desto günstiger wird Ihr Beitrag.
- Gut zu wissen: Das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) hat entschieden, dass gesetzliche Krankenkassen künftig keine Zuschüsse zu privaten BU- oder Unfallversicherungen im Rahmen von Bonusprogrammen gewähren dürfen. Das BAS sieht darin eine unzulässige Förderung privater Versicherungen.
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Berufsunfähigkeit absichern Vorteile einer Berufsunfähigkeitsversicherung
- Einkommenssicherung: Sollten Sie berufsunfähig werden, sichert die Versicherung Ihr Einkommen durch monatliche Rentenzahlungen ab.
- Absicherung von Qualifikationen und Fähigkeiten: Die Versicherung schützt speziell das Einkommen, das Sie durch Ihre berufliche Qualifikation erzielen.
- Steuerliche Vorteile: Bei Kombination mit einer Rürup-Rente können Beiträge steuerlich geltend gemacht werden.
- Umfassender Schutz: Sie sind nicht nur gegen körperliche, sondern auch gegen psychische Krankheiten wie Burnout oder Depression abgesichert.
- Flexibilität in der Beitragszahlung: Möglichkeiten wie Beitragsreduzierung, Stundung oder Beitragsfreistellung bei finanziellen Engpässen.
- Schutz der Altersvorsorge: Bei Berufsunfähigkeit werden oft Beiträge für die Altersvorsorge vom Versicherer übernommen (Beitragsbefreiung).
- Kostenvorteile: Je nach Kombination von Versicherungen können Sie von Kostenvorteilen profitieren.
Was ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Die Berufsunfähigkeitsversicherung sichert Sie für den Fall ab, dass Sie aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls Ihren Beruf zu mindestens 50 % und länger als sechs Monate nicht mehr nachgehen können. Sie gleicht Ihren Einkommensverlust aus bzw. mildert ihn ab. Im Fall einer Berufsunfähigkeit erhalten Sie monatlich eine vertraglich festgelegte Rente, bestenfalls bis zu Ihrem Renteneintritt (je nach Vertragslaufzeit).
Wie funktioniert eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Sie zahlen einen monatlichen Beitrag in die Berufsunfähigkeitsversicherung ein. Sollte eine Berufsunfähigkeit ärztlich festgestellt werden, erhalten Sie eine monatliche Rente bis Sie wieder gesund sind oder bis zum festgelegten Laufzeitende (meist der Renteneintritt).
Ab wann kann man eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen?
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung können Sie bereits für Kinder abschließen. Ab welchem Alter das möglich ist, hängt vom Versicherer ab. In der Regel kann ab einem Alter von 10 Jahren eine BU abgeschlossen werden.
Warum ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll?
Die Berufsunfähigkeitsversicherung gehört zu den wichtigsten Versicherungen. Denn das Risiko, berufsunfähig zu werden, wird unterschätzt. Laut Statistik der gesetzlichen Rentenversicherung wird jeder Vierte im Laufe seines Arbeitslebens berufsunfähig. Im Durchschnitt trifft die Deutschen die Berufsunfähigkeit mit 47 Jahren, wenn die meisten noch 20 Berufsjahre vor sich haben.
Eine Berufsunfähigkeit kann dabei jeden treffen und ohne die richtige Absicherung existenzbedrohend sein, da Sie für längere Zeit kein Einkommen erhalten. Die Erwerbsminderungsrente reicht bei Weitem nicht aus, um den Lebensstandard zu halten. Sie beträgt meist weniger als ein Drittel des letzten Bruttogehalts und wird nur ausgezahlt, wenn Sie weniger als drei Stunden täglich arbeiten können. Es ist daher wichtig, so früh wie möglich eine BU abzuschließen. Denn: Die Beiträge richten sich – wie bei vielen anderen Versicherungen auch – u.a. nach dem Alter. Je jünger und gesünder Sie sind, desto günstiger ist Ihr Beitrag.
Gründe für die Berufsunfähigkeit
Psychische Belastungen wie Depressionen oder Burnout sind mit 35,75 % die häufigste Ursache für die Berufsunfähigkeit. Erkrankungen des Bewegungsapparats – zu denen auch Rückenleiden gehören – sind für 17,85 % aller Fälle verantwortlich. Krebs spielt bei 16,96 % eine maßgebliche Rolle.

Berufsunfähigkeitsversicherung Was passiert, wenn man keine Berufsunfähigkeitsversicherung hat?
Wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können, erhalten Sie eine staatliche Erwerbsminderungsrente. Allerdings nur, wenn Sie mindestens fünf Jahre gesetzlich rentenversichert waren und mindestens drei Jahre Pflichtbeiträge eingezahlt haben. Die volle Rente erhalten Sie, wenn Sie weniger als drei Stunden in irgendeinem Beruf arbeiten können. Welchen Beruf Sie vorher ausgeübt haben, spielt keine Rolle.
Warum die gesetzliche Erwerbsminderungsrente nicht ausreicht
Die Berufsunfähigkeitsrente ist für alle nach 1961 Geborenen abgeschafft worden. Die 2001 eingeführte Erwerbsminderungsrente reicht nicht aus, um den vorherigen Lebensstandard zu halten. Sie nimmt keine Rücksicht auf den ausgeübten Beruf und orientiert sich daran, inwieweit Sie in der Lage sind, eine beliebige Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt auszuüben.
Die volle Erwerbsminderungsrente (ca. 30 % des letzten Bruttogehalts) erhält, wer weniger als drei Stunden täglich arbeitsfähig ist. Wer drei bis sechs Stunden pro Tag arbeiten kann, bezieht die halbe Erwerbsminderungsrente (ca. 15 % des letzten Bruttogehalts).
Keinerlei Anspruch auf Rentenzahlungen hat, wer mehr als sechs Stunden täglich einsatzfähig ist. Dabei wird der erlernte Beruf nicht berücksichtigt. Alleiniges Kriterium für die Rentenzahlung ist, ob der Erkrankte am Arbeitsmarkt noch einsatzfähig ist.
So entsteht eine große Versorgungslücke, die durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung geschlossen werden kann.
Berufsunfähigkeitsversicherung Leistungen
- Die Berufsunfähigkeitsversicherung bezahlt Ihnen bis zum vereinbarten Enddatum eine BU-Rente, wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen Ihrem zuletzt ausgeübten Beruf zu mindestens 50 % nicht mehr nachgehen können.
- Das Enddatum sollten Sie so wählen, dass danach Ihre reguläre Altersrente beginnt.
- Einige Versicherungen bieten über die monatliche Rentenzahlung hinaus zusätzlich Sofortleistungen im Versicherungsfall an.
- Die Rentenhöhe und die Versicherungslaufzeit können Sie individuell vereinbaren.
- Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung können Sie sowohl einen Einzel- als auch einen Kombivertrag, beispielsweise mit einer Rürup-Rente oder einer Risikolebensversicherung, abschließen.
- Vorteil eines Kombivertrages ist, dass weiterhin Ihre Beiträge zur Rürup-Rente bzw. zur Risikolebensversicherung geleistet werden. So kommen Sie nicht in finanzielle Bedrängnis und müssen den Vertrag nicht pausieren oder kündigen.
Was passiert mit der BU, wenn man sie nicht in Anspruch nimmt?
Wenn Sie gesund bleiben und die Berufsunfähigkeitsversicherung daher nicht brauchen, erhalten Sie auch keine Leistungen. Ihre Beiträge nutzt der Versicherer, um andere BU-Renten bezahlen zu können.
Berufsunfähigkeitsversicherung Unser Expertentipp
- Bei Vertragsabschluss unbedingt auf Klauseln zur abstrakten Verweisung achten. Sofern diese nicht ausgeschlossen wird, muss der Versicherer keine Leistungen zahlen, wenn Sie in einem anderen Beruf arbeiten könnten.
- Berechnen Sie Ihre tatsächliche Rentenlücke und versichern Sie diesen Betrag, um zu hohe monatliche Kosten zu verhindern (z. B. mindestens 75 % des letzten Nettoeinkommens).
- Berufsunfähigkeitsversicherungen sollten nur bei finanziell soliden Versicherern abgeschlossen werden, damit deren Finanzkraft auch in einigen Jahrzehnten die Berufsunfähigkeitsrente sicherstellt.
- Vereinbaren Sie eine Beitragsdynamik, um die Inflation auszugleichen.
- Wenden Sie sich zum Thema BU-Versicherung immer an Versicherungsexperten und lassen Sie sich ausführlich beraten.
Kosten Was kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Wie viel die BU-Versicherung kostet, hängt vom Alter, Beruf und Gesundheitszustand des Versicherten bei Vertragsabschluss ab sowie von der Laufzeit und der Höhe der BU-Rente. Hier ein Überblick:
- Alter: Je jünger Sie beim Abschluss der BU sind, desto geringer die monatlichen Beiträge. Der Grund dafür ist, dass junge Menschen in der Regel gesünder sind als ältere und weniger Vorerkrankungen haben. Schließen Sie daher noch im laufenden Jahr eine BU ab, da sie im Folgejahr bereits teurer sein kann.
- Laufzeit: Die Versicherungsdauer sollten Sie nicht zu gering wählen, sondern sich an Ihrem Renteneintrittsalter orientieren.
- Höhe der monatlichen Rente: Umso höher Sie die Rentenzahlung im Fall einer Berufsunfähigkeit wählen, umso höher fallen die Beiträge aus. Als Richtwert gelten 75 Prozent Ihres aktuellen Nettoeinkommens, damit Sie Ihren Lebensstandard im Fall einer Berufsunfähigkeit aufrecht erhalten können.
- Beruf: Welchen Beruf Sie ausüben, hat ebenfalls Auswirkungen auf den Beitrag. Die Versicherer teilen die Berufe in Risikogruppen ein – je höher die Einstufung, umso höher die Beiträge. Wer einen körperlich anstrengenden und/oder gefährlichen Beruf ausübt, wird höher eingestuft, als jemand, der im Büro arbeitet.
- Gesundheitszustand: Bevor Sie eine BU-Versicherung abschließen, müssen Sie Gesundheitsfragen beantworten. Manche Vorerkrankungen können zu höheren Beiträgen führen, einige auch zu einer Ablehnung des Antrags.
Berufsunfähigkeitsversicherung – FAQ
Die BU kann als Sonderausgabe unter "sonstige Vorsorgeaufwendungen" in der Steuererklärung angegeben werden. Für alle Vorsorgeaufwendungen zusammen (darunter zählen u. a. auch Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung) gilt allerdings eine Höchstgrenze von derzeit 1.900 Euro für Angestellte und 2.800 Euro für Selbstständige.
Übrigens: Wenn Ihr zu versteuerndes Einkommen unter dem Grundfreibetrag liegt, ist die BU-Rente steuerfrei. Ansonsten müssen Sie bei einer selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherung nur auf den Ertragsanteil Steuern bezahlen.
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