Was kostet eine Pflegezusatzversicherung?
Für junge, gesunde Versicherte beginnen einfache Tarife teilweise bei weniger als 15 Euro im Monat. Eine leistungsstärkere Absicherung kann im Alter von 30 Jahren bereits rund 40 Euro und mit 50 Jahren rund 100 Euro monatlich kosten.
Die Kosten einer privaten Pflegezusatzversicherung hängen unter anderem von Eintrittsalter, Leistungsumfang, der Staffelung nach Pflegegraden sowie möglichen Risikozuschlägen ab. Ein Tarif für 20 Euro ist daher nicht automatisch günstiger, wenn er im Pflegegrad 2 nur einen kleinen Teil des vereinbarten Höchstbetrags zahlt. Wichtig für ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis ist also, dass die Leistungen zu den eigenen Bedürfnissen passen und Sie mit einer Zusatzversicherung Ihre Pflegelücke schließen können.
Was kostet eine Pflegezusatzversicherung ab 60 Jahren?
Ab 60 Jahren ist eine Pflegezusatzversicherung deutlich teurer als bei einem früheren Abschluss, da das Pflegerisiko mit dem Alter steigt. Ein aktuelles Preisbeispiel der Allianz zeigt die Größenordnung: Ein 63-Jähriger zahlt im Tarif PflegetagegeldBest 106,68 Euro monatlich für einen Tagessatz von 35 Euro und damit eine maximale Leistung von 1.050 Euro pro Monat.
Ein Abschluss kann auch nach dem 60. Geburtstag noch möglich sein. Allerdings gelten je nach Versicherer Höchstaufnahmealter und Gesundheitsprüfung. Deshalb gilt: Je früher eine Pflegezusatzversicherung abgeschlossen wird, desto günstiger ist in der Regel der monatliche Beitrag.
Unsere Experten haben den Markt im Blick
Egal, ob 30, 40, 50 oder 60 Jahre: Unsere Versicherungsexperten vergleichen nahezu alle möglichen Tarife am Markt und finden eine Pflegezusatzversicherung, die genau zu Ihrem Bedarf und gewünschten Schutz passt. Lassen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich beraten!
Pflegezusatzversicherung: Kostenbeispiele
Die folgenden drei Tarifbeispiele zeigen, welche Absicherung für unterschiedliche monatliche Beiträge möglich ist. Die Beiträge reichen von 30,54 bis 84,15 Euro monatlich. Der günstigere Tarif der HanseMerkur bietet in den ersten Pflegegraden geringere Leistungen. Die Continentale kostet mit 84,15 Euro deutlich mehr, zahlt dafür bereits ab Pflegegrad 1 50 % und ab Pflegegrad 2 die volle Leistung. Die Allianz liegt mit 55,95 Euro monatlich dazwischen.
Die Beispiele zeigen: Ein niedriger Beitrag allein macht noch keinen guten Tarif aus. Entscheidend ist, welche Leistungen Sie in den einzelnen Pflegegraden erhalten.
Tarifbewertung
Tarif:
PGA+PGS /50, PZG
Notenskala:
5.0: Volle Leistung
4.0: Gute Leistung
3.0: Ordentliche Leistung
2.0: Mäßige Leistung
1.0: Schwache Leistung
3.6
Günstiger Tarif
- Tagessatz max. 133€/Tag
- 10 % ab Pflegegrad 1 (entspricht 150 €)
- Beitragsfreistellung ab Pflegegrad 3
30,54 €
monatlich
Tarifbewertung
Tarif:
PZTBest03 /50 + PZTA03 /25
Notenskala:
5.0: Volle Leistung
4.0: Gute Leistung
3.0: Ordentliche Leistung
2.0: Mäßige Leistung
1.0: Schwache Leistung
3.5
Top Preis-Leistung
- Tagessatz max. 150€/Tag
- 20 % ab Pflegegrad 1 (entspricht 300 €)
- Beitragsfreistellung ab Pflegegrad 5
55,95 €
monatlich
Tarifbewertung
Tarif:
PG-K-plus /50
Notenskala:
5.0: Volle Leistung
4.0: Gute Leistung
3.0: Ordentliche Leistung
2.0: Mäßige Leistung
1.0: Schwache Leistung
4.1
Top Leistung
- Tagessatz max. 150€/Tag
- Schon 50 % ab Pflegegrad 1 und volle Leistung ab Pflegegrad 2
- Beitragsfreistellung ab Pflegegrad 4
84,15 €
monatlich
Quelle Tarifbewertung: psponline, Februar 2026; Berechnungsgrundlage: Angestellter, 35 Jahre; Versicherungsbeginn: 01. Januar 2026; Grundlage für die Bewertung sind die Tarifbedingungen der Gesellschaften. Zu den wichtigsten Tarifmerkmalen gehören u.a., wie viel Prozent der Kosten übernommen werden, bis zu welchem Betrag die Leistungen gedeckt sind, ob andere Leistungen vorausgehen müssen und ob Besonderheiten gelten.
Welche Pflegezusatzversicherung ist die günstigste?
Welche Pflegezusatzversicherung am günstigsten ist, hängt vor allem von Eintrittsalter, Gesundheitszustand und gewünschter Leistung ab. Einen Anbieter, der für jeden Versicherten am günstigsten ist, gibt es daher nicht.
Ein konkretes Preisbeispiel bietet die Allianz mit dem Tarif PflegetagegeldBest. Ein 35-Jähriger zahlt bei einem Tagessatz von 20 Euro 16,80 Euro monatlich und kann je nach Pflegegrad bis zu 600 Euro im Monat erhalten. Bei einer höheren Absicherung steigen entsprechend die Beiträge.
Wer die günstigste Pflegezusatzversicherung sucht, sollte allerdings nicht nur nach dem günstigsten Beitrag gehen. Ein sehr preiswerter Tarif kann beispielsweise in niedrigen Pflegegraden deutlich weniger zahlen. Entscheidend ist daher das Verhältnis aus Beitrag und Leistungen und wie gut der Tarif die persönliche Pflegelücke abdeckt. Unsere Versicherungsexperten können viele Tarife miteinander vergleichen und Sie kostenlos und unverbindlich beraten.
Pflegezusatzversicherung: Kosten nach Eintrittsalter
Die folgende Tabelle zeigt Marktbeispiele für eine Pflegezusatzversicherung mit einer maximalen Auszahlung von 1.500 Euro im Monat. In niedrigeren Pflegegraden zahlen die Tarife je nach vereinbarter Leistungsstaffel häufig nur einen Teil davon aus.
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Alter beim Abschluss |
Beispieltarif: Günstig |
Beispieltarif: Leistungsstark |
|
20 Jahre |
9,70 € |
14,10 € |
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30 Jahre |
19,60 € |
43,35 € |
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40 Jahre |
32,35 € |
64,33 € |
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50 Jahre |
52,25 € |
98,50 € |
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60 Jahre |
86,05 € |
160,08 € |
Quelle: Check24, März 2026. Die Werte sind unverbindliche Marktbeispiele. Der persönliche Beitrag kann aufgrund von Gesundheitsangaben, Tarifauswahl und gewünschter Leistung deutlich abweichen.
Unser Beispiel zeigt: Je früher der Abschluss, desto günstiger der Beitrag
Das Eintrittsalter hat großen Einfluss auf die Kosten einer Pflegezusatzversicherung. Wer früh abschließt, zahlt in der Regel einen niedrigeren monatlichen Beitrag. Zudem gilt der Gesundheitszustand zum Zeitpunkt des Abschlusses. Später auftretende Erkrankungen erschweren den bereits bestehenden Versicherungsschutz nicht.
Hier ein Rechenbeispiel: Bei einem Abschluss mit 30 Jahren und einem Beitrag von 43,35 Euro monatlich fallen bis zum 85. Lebensjahr insgesamt 28.611 Euro an. Bei einem Abschluss mit 50 Jahren und 98,50 Euro monatlich sind es trotz 20 Jahre kürzerer Laufzeit 41.370 Euro.
Die Rechnung berücksichtigt weder Beitragsanpassungen noch eine frühere Pflegebedürftigkeit. Sie zeigt jedoch: Ein früher Abschluss kann nicht nur den monatlichen Beitrag senken, sondern trotz längerer Laufzeit auch insgesamt günstiger sein.
Pflegezusatzversicherungs-Rechner: So berechnen Sie Ihren Bedarf
Wie hoch Ihr persönlicher Absicherungsbedarf ist, lässt sich anhand Ihrer Pflegelücke abschätzen. Sie zeigt, welcher Teil der möglichen Pflegekosten nach den Leistungen der Pflegepflichtversicherung und Ihrem eigenen finanziellen Anteil noch offenbleibt.
Vereinfacht lässt sich die Pflegelücke so berechnen:
Monatliche Pflegekosten
– Leistung der Pflegeversicherung
– Betrag, den Sie selbst tragen können
= Pflegelücke
Beispiel: Angenommen, für Ihre Pflege fallen monatlich 4.500 Euro an. Die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt davon 1.500 Euro. Weitere 500 Euro könnten Sie dauerhaft aus Ihrer Rente oder anderen Einkünften finanzieren.
4.500 € – 1.500 € – 500 € = 2.500 € Pflegelücke pro Monat
In diesem Beispiel wäre eine zusätzliche Absicherung von rund 2.500 Euro monatlich sinnvoll, wenn die verbleibenden Pflegekosten möglichst vollständig abgesichert werden sollen. Eine Pflegetagegeldversicherung mit einem Pflegetagegeld von 83 Euro pro Tag würde diese Lücke fast vollständig schließen.
Gut zu wissen: Die tatsächliche Pflegelücke kann später höher oder niedriger ausfallen. Berechnen Sie den Bedarf deshalb am besten für verschiedene Pflegegrade sowie für häusliche und stationäre Pflege. Unsere Versicherungsexperten unterstützen Sie gerne dabei!
Folgende Faktoren sind für die Abschätzung der Pflegelücke relevant:
- Gewünschte Pflegeform: zu Hause, teilstationär oder im Pflegeheim.
- Realistischer Kostenwert für die Region beziehungsweise die ausgewählte Einrichtung.
- Pflegegrad, für den die Absicherung berechnet werden soll.
- Leistung der gesetzlichen oder privaten Pflegepflichtversicherung.
- Ein Teil der Rente und sonstige Einkünfte, die monatlich fest für Pflegekosten eingesetzt werden sollen.
- Sicherheitspuffer für Kostensteigerungen und zusätzliche Alltagshilfen.
Kostenbeispiel für stationäre Pflege
Im Juli 2026 beträgt die Eigenbeteiligung im ersten Aufenthaltsjahr in einem Pflegeheim bundesweit durchschnittlich 3.364 Euro im Monat. Darin sind der einrichtungseinheitliche Eigenanteil, Ausbildungskosten, Unterkunft und Verpflegung sowie Investitionskosten enthalten. Der Zuschuss der Pflegekasse ist bereits abgezogen.
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Rechenschritt |
Betrag |
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Durchschnittlicher Eigenanteil im ersten Jahr |
3.364 € |
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Verfügbare Rente und sonstige Einkünfte |
– 1.400 € * |
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Monatliche Pflegelücke |
1.964 € |
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Erforderliches Budget über eine Pflegezusatzversicherung |
ca. 66 € / Tag bzw. |
* Die 1.400 Euro dürfen nicht automatisch mit der gesamten Rente gleichgesetzt werden. Lebt ein Ehepartner weiter zu Hause, wird ein Teil des gemeinsamen Einkommens weiterhin für Miete, Lebenshaltung und andere Verpflichtungen benötigt. Wer für die Pflege im Alter nicht vorgesorgt hat, hat entsprechend eine größere Pflegelücke.
Kostenbeispiel für ambulante Pflege
Eine Person mit Pflegegrad 3 erhält für einen professionellen ambulanten Pflegedienst bis zu 1.497 Euro Pflegesachleistung im Monat. Angenommen, der Pflegedienst und zusätzliche Hilfen kosten zusammen 3.000 Euro monatlich. 500 Euro können dabei dauerhaft aus eigenem Einkommen (z. B. Rente oder Mieteinnahmen) getragen werden.
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Rechenschritt |
Betrag |
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Ambulante Pflegekosten |
3.000 € |
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Pflegesachleistung bei Pflegegrad 3 |
– 1.497 € |
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Verfügbare Rente und sonstige Einkünfte |
– 500 € |
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Monatliche Pflegelücke |
1.003 € |
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Erforderliches Budget über eine Pflegezusatzversicherung |
ca. 34 € / Tag bzw. |
Diese Rechenbeispiele zeigen, wie wichtig eine Pflegezusatzversicherung sein kann und welche hohen Summen es braucht, um die eigene Pflegebedürftigkeit zu finanzieren. Da die Pflegekosten jedes Jahr steigen und mehr als die Hälfte der Männer sowie rund zwei Drittel der Frauen in ihrem Leben pflegebedürftig werden, lohnt sich eine Zusatzversicherung, um sich selbst und die eigenen Angehörigen zu entlasten.
Wichtig ist, dass Sie eine Pflegezusatzversicherung abschließen, die bereits ab Pflegegrad 2 oder spätestens 3 die volle Leistung zahlt. Ansonsten bekämen Sie nur einen Teil der versicherten Höchstleistung, z. B. 50 %. Im oben genannten Beispiel wären es dann 510 Euro, statt 1.020 Euro. Diese Summe würde dann nicht ausreichen, um die Pflegelücke von 1.003 Euro zu schließen.
Welche Faktoren beeinflussen den Beitrag?
Die Kosten einer privaten Pflegezusatzversicherung werden nicht wie der Beitrag der gesetzlichen Pflegeversicherung aus dem Einkommen berechnet. Maßgeblich sind das versicherte Risiko und die vereinbarten Leistungen.
- Eintrittsalter: Mit zunehmendem Alter steigt das statistische Pflegerisiko. Der Monatsbeitrag fällt deshalb meist höher aus. Daher gilt: Je jünger Sie sind, desto günstiger der Beitrag.
- Gesundheitszustand: Vorerkrankungen können zu Risikozuschlägen, Einschränkungen oder einer Ablehnung führen. Haben Sie keine Vorerkrankungen, wirkt sich das positiv auf den Beitrag aus.
- Leistungshöhe: Ein höheres Tagegeld oder eine höhere Pflegerente erhöht zwar den Beitrag, kann im Pflegefall aber finanziell erheblich entlasten.
- Pflegegradstaffel: Hohe Leistungen bereits in den Pflegegraden 1 bis 3 kosten mehr. Wie unser Beispiel oben zeigt, sind bessere Leistungen aber meist auch sinnvoll.
- Tarifart: Es gibt die Pflegetagegeldversicherung, die Pflegekostenversicherung und die Pflegerente. Beim Pflegetagegeld wird ein vereinbarter Betrag ausgezahlt, die Pflegekostenversicherung erstattet tatsächliche Pflegekosten nach Einreichung der Rechnung und die Pflegerente zahlt eine vereinbarte monatliche Rente. Da Leistungen und Kalkulation unterschiedlich aufgebaut sind, unterscheiden sich auch die Beiträge.
- Dynamik: Regelmäßige Leistungserhöhungen sorgen dafür, dass die Absicherung mit steigenden Pflegekosten Schritt hält. Dadurch erhöht sich aber auch der Beitrag.
- Beitragsbefreiung: Wenn Sie einen Tarif wählen, bei dem der Beitrag im Pflegefall entfällt, kann dies den aktuell zu zahlenden Beitrag erhöhen.
- Wartezeit und Zusatzleistungen: Sofortschutz, Einmalzahlungen, Assistance-Leistungen und Auslandsschutz können ebenfalls den Beitrag und Leistungsumfang beeinflussen.
Warum eine günstige Pflegezusatzversicherung teuer werden kann
- Der Tarif zahlt den vollen Betrag ausschließlich in Pflegegrad 5.
- Bei häuslicher Pflege oder Pflege durch Angehörige wird die Leistung reduziert.
- Die vereinbarte Summe steigt nicht mit den Pflegekosten.
- Beiträge müssen auch während der Pflegebedürftigkeit weitergezahlt werden.
- Der Versicherer verlangt zusätzlich zur Einstufung der Pflegepflichtversicherung eigene Untersuchungen.
- Auslandsschutz, rückwirkende Leistung oder Nachversicherung fehlen.
- Ein späterer Wechsel ist wegen des höheren Alters und neuer Vorerkrankungen nur eingeschränkt möglich.
Ein Preisvergleich sollte deshalb immer auf Basis derselben Leistung erfolgen. Erst wenn Tagessatz, Pflegegradstaffel, Pflegeform und Dynamik übereinstimmen, lassen sich Beiträge sinnvoll vergleichen.
Inflation und Dynamik
Zwischen Abschluss und Pflegefall können mehrere Jahrzehnte liegen. Ohne Erhöhung verliert eine feste Versicherungsleistung erheblich an Kaufkraft. Bei einer angenommenen Kostensteigerung von zwei Prozent entspricht eine Leistung von 1.500 Euro heute nach 25 Jahren etwa 2.461 Euro. Bei drei Prozent wären es 3.141 Euro.
Eine Beitragsdynamik sollte die Leistung daher regelmäßig erhöhen, ohne dass Ihr Gesundheitszustand erneut geprüft wird. Achten Sie darauf, ob die Erhöhungen auch im Pflegefall weiterlaufen, wie oft Sie eine Beitragsdynamik ablehnen können und ob Sie den Versicherungsschutz bei bestimmten Ereignissen zusätzlich erhöhen dürfen. Unsere Versicherungsexperten können Sie auch gerne dabei unterstützen.
FAQ: Pflegezusatzversicherung Kosten
Ja, Beiträge können während der Vertragslaufzeit steigen. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass der Versicherer den Beitrag jedes Jahr allein wegen des höheren Lebensalters anhebt. Bei vielen Tarifen ist das Eintrittsalter in der Kalkulation berücksichtigt. Anpassungen können trotzdem notwendig werden, wenn sich die Leistungsausgaben, Lebenserwartung oder Rechnungsgrundlagen des Tarifbestands verändern.
Davon zu unterscheiden ist die Dynamik. Dabei werden die versicherte Leistung und normalerweise auch der Beitrag regelmäßig erhöht. Eine Dynamik ist freiwillig vereinbart und soll verhindern, dass die Leistung durch Inflation an Wert verliert.
Wenn der Beitrag später zu hoch wird, sollte eine Kündigung nicht der erste Schritt sein. Je nach Vertrag kommen eine Reduzierung des Tagegelds, der Verzicht auf einzelne Zusatzbausteine, eine vorübergehende Stundung oder ein Tarifwechsel beim Versicherer infrage. Nach einer Kündigung ist ein Neuabschluss im höheren Alter oder mit Vorerkrankungen häufig teurer oder nicht mehr möglich.