Was kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung im Monat?
Die Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) hängen vor allem von Eintrittsalter, Gesundheitszustand, Beruf, gewünschter Rentenhöhe und Vertragslaufzeit ab. Für einen 40-jährigen selbstständigen Ingenieur, der eine monatliche BU-Rente von 1.500 Euro bis zum 67. Lebensjahr absichert, liegen die Beiträge z. B. häufig zwischen 40 und 50 Euro im Monat.
Grundsätzlich zahlen Menschen in Bürojobs und geringem körperlichem Risiko weniger, während handwerkliche oder körperlich tätige Berufe – je nach Risikoeinstufung – schnell bei 100 bis 200 Euro monatlich liegen können.
Wer bereits mit 20 Jahren eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, sichert sich langfristig einen günstigen Beitrag, da Alter und Vorerkrankungen die Kosten spürbar beeinflussen.

Beispielrechnung:
- Student, 20 Jahre; Tarif: Die Stuttgarter, BUV-PLUS (T91); BU-Rente: 1.500 €; Nichtraucher, kein Risiko-Hobby
- Angestellter Bürokaufmann, 30 Jahre; Tarif: Dialog, SBU-professional; BU-Rente: 1.500 €; Nichtraucher, kein Risiko-Hobby
- Angestellter Bürokaufmann, 40 Jahre; Tarif: Dialog, SBU-professional; BU-Rente: 1.500 €; Nichtraucher, kein Risiko-Hobby
Was kostet eine BU für Angestellte?
Die Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Angestellte liegen meist zwischen 30 und 100 Euro pro Monat und hängen u.a. vom Alter und der Höhe der BU-Rente ab. Steigt die gewünschte BU-Rente, erhöhen sich entsprechend auch die Beiträge. Wer beispielsweise als angestellter Bürokaufmann eine hohe Rente von 2.500 Euro monatlich wählt, muss mit Kosten zwischen 70 und 100 Euro pro Monat rechnen.
In unserem Tarif-Vergleich zeigen wir Tarife für einen 35-jährigen Angestellten. Sie unterscheiden sich insbesondere in den Leistungen: Während der Basistarif lediglich die Berufsunfähigkeit absichert, sind im Komforttarif auch Arbeitsunfähigkeit und im Premiumtarif zusätzlich schwere Krankheiten mitversichert. Dabei gilt: Je mehr Leistungen abgedeckt sind, desto teurer wird die BU.
BU-Kosten für Angestellte:
Tarifbewertung:
Tarif:
SBU-professional
Notenskala:
5.0: Volle Leistung
4.0: Gute Leistung
3.0: Ordentliche Leistung
2.0: Mäßige Leistung
1.0: Schwache Leistung
5.0
Günstiger Tarif
- 1.500 € BU-Rente
54,25 €
monatlich
Tarifbewertung:
Tarif:
Berufsunfähigkeitsschutz
Notenskala:
5.0: Volle Leistung
4.0: Gute Leistung
3.0: Ordentliche Leistung
2.0: Mäßige Leistung
1.0: Schwache Leistung
5.0
- 1.500 € BU-Rente
- Inkl. Arbeitsunfähigkeitsklausel
66,06 €
monatlich
Tarifbewertung:
Tarif:
Baloise BerufsunfähigkeitsVersicherung
Notenskala:
5.0: Volle Leistung
4.0: Gute Leistung
3.0: Ordentliche Leistung
2.0: Mäßige Leistung
1.0: Schwache Leistung
5.0
- 1.500 € BU-Rente
- Inkl. Arbeitsunfähigkeitsklausel
- Inkl. Schwere Krankheiten
75,35 €
monatlich
Quelle Tarifbewertung: Softfair, März 2026; Berechnungsgrundlage: 35-jähriger angestellter Bürokaufmann, 180 cm, 80 kg, Nichtraucher, kein Risiko-Hobby, 100 % Bürotätigkeit; 0 % Beitrags- und Leistungsdynamik; Versicherungsbeginn: 01. April 2026; Ablaufalter: 67 Jahre
AU-Klausel und Schwere Krankheiten
Die Arbeitsunfähigkeitsklausel (AU-Klausel) und die Schwere-Krankheiten-Klausel sind zusätzliche Bausteine in einer Berufsunfähigkeitsversicherung, die Leistungen früher oder unter bestimmten Bedingungen ermöglichen.
Die AU-Klausel sorgt dafür, dass bereits eine Leistung gezahlt wird, wenn Sie längere Zeit arbeitsunfähig geschrieben sind, meist für mindestens sechs Monate. In diesem Fall erhalten Sie vorübergehend die vereinbarte BU-Rente, auch wenn noch keine vollständige Berufsunfähigkeit festgestellt wurde.
Die Schwere-Krankheiten-Klausel zahlt dagegen eine Leistung, wenn bestimmte schwere Erkrankungen diagnostiziert werden, etwa Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Die Auszahlung erfolgt unabhängig davon, ob bereits eine Berufsunfähigkeit vorliegt.
Was kostet eine BU für Selbstständige?
Die Beiträge für eine Berufsunfähigkeitsversicherung bei Selbstständigen können je nach Tätigkeit etwas günstiger als bei Angestellten ausfallen. Für eine monatliche BU-Rente von etwa 1.500 Euro liegen die Kosten für einen Arzt z. B. zwischen 40 und 60 Euro im Monat. Ein selbstständiger Handwerker zahlt jedoch deutlich mehr. Sein monatlicher Beitrag startet meist bereits bei 100 Euro aufwärts, da das Verletzungsrisiko in diesen Berufen deutlich höher ist.
Doch gerade für Selbstständige ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung besonders wichtig, da sie ihr Einkommen vollständig selbst absichern müssen. Anders als Angestellte haben sie in der Regel keinen Anspruch auf eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente oder andere Absicherungen über den Arbeitgeber. Deshalb entscheiden sich viele Selbstständige für eine höhere BU-Rente, um laufende private Ausgaben und betriebliche Verpflichtungen abdecken zu können. Möchte beispielsweise ein selbstständiger Rechtsanwalt eine monatliche BU-Rente von 2.500 Euro absichern, können die Beiträge je nach Tarif bei etwa 80 bis 100 Euro im Monat liegen.
Gerade für Selbstständige spielt die Berufsunfähigkeitsversicherung daher eine zentrale Rolle, da sie oft die wichtigste finanzielle Absicherung darstellt, wenn das eigene Einkommen durch Krankheit oder Unfall wegfällt.
BU-Kosten für Selbstständige:
Tarifbewertung:
Tarif:
Baloise BerufsunfähigkeitsVersicherung
Notenskala:
5.0: Volle Leistung
4.0: Gute Leistung
3.0: Ordentliche Leistung
2.0: Mäßige Leistung
1.0: Schwache Leistung
5.0
Günstiger Tarif
- 1.500 € BU-Rente
43,24 €
monatlich
Tarifbewertung:
Tarif:
SBU-professional
Notenskala:
5.0: Volle Leistung
4.0: Gute Leistung
3.0: Ordentliche Leistung
2.0: Mäßige Leistung
1.0: Schwache Leistung
5.0
- 1.500 € BU-Rente
- Inkl. Arbeitsunfähigkeitsklausel
46,02 €
monatlich
Tarifbewertung:
Tarif:
Berufsunfähigkeitsschutz
Notenskala:
5.0: Volle Leistung
4.0: Gute Leistung
3.0: Ordentliche Leistung
2.0: Mäßige Leistung
1.0: Schwache Leistung
5.0
Top Leistung
- 1.500 € BU-Rente
- Inkl. Arbeitsunfähigkeitsklausel
- Inkl. Schwere Krankheiten
57,79 €
monatlich
Quelle Tarifbewertung: Softfair, März 2026; Berechnungsgrundlage: 35-jähriger selbstständiger Allgemeinarzt, 180 cm, 80 kg, Nichtraucher, kein Risiko-Hobby, 80 % Bürotätigkeit/20 % körperliche Tätigkeit; 0 % Beitrags- und Leistungsdynamik; Versicherungsbeginn: 01. April 2026; Ablaufalter: 67 Jahre
Was kostet eine BU für Studenten?
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist für Studenten vergleichsweise günstig. Bei einer monatlichen BU-Rente von 1.500 Euro beginnen die Beiträge bereits bei 36 Euro im Monat.
Der frühe Abschluss während des Studiums wirkt sich positiv auf den Preis aus, da Versicherte in jungen Jahren statistisch ein geringeres Gesundheitsrisiko haben. Dadurch können Studenten dauerhaft niedrige Beiträge sichern, die auch später im Berufsleben bestehen bleiben. Ein späterer Einstieg nach dem Studium kann dagegen deutlich teurer werden.
Viele Versicherer bieten außerdem spezielle Studententarife an, bei denen sich die versicherte Rente nach dem Berufseinstieg flexibel erhöhen lässt. So kann der Schutz zunächst niedrig starten und später an das steigende Einkommen angepasst werden, ohne dass eine erneute Gesundheitsprüfung erforderlich ist.
BU-Kosten für Studenten:
Tarifbewertung:
Tarif:
BUV-PLUS (T91)
Notenskala:
5.0: Volle Leistung
4.0: Gute Leistung
3.0: Ordentliche Leistung
2.0: Mäßige Leistung
1.0: Schwache Leistung
5.0
Günstiger Tarif
- 1.500 € BU-Rente
36,41 €
monatlich
Tarifbewertung:
Tarif:
Swiss Life BU plus (mit AU Option)
Notenskala:
5.0: Volle Leistung
4.0: Gute Leistung
3.0: Ordentliche Leistung
2.0: Mäßige Leistung
1.0: Schwache Leistung
5.0
- 1.500 € BU-Rente
- Inkl. Arbeitsunfähigkeitsklausel
39,40 €
monatlich
Tarifbewertung:
Tarif:
Baloise BerufsunfähigkeitsVersicherung
Notenskala:
5.0: Volle Leistung
4.0: Gute Leistung
3.0: Ordentliche Leistung
2.0: Mäßige Leistung
1.0: Schwache Leistung
5.0
Top Preis-Leistung
- 1.500 € BU-Rente
- Inkl. Arbeitsunfähigkeitsklausel
- Inkl. Schwere Krankheiten
45,26 €
monatlich
Quelle Tarifbewertung: Softfair, März 2026; Berechnungsgrundlage: 20-jähriger BWL-Student, 180 cm, 80 kg, Nichtraucher, kein Risiko-Hobby; 0 % Beitrags- und Leistungsdynamik; Versicherungsbeginn: 01. April 2026; Ablaufalter: 67 Jahre
Was kostet eine BU für Kinder?
Die Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Kinder beginnen häufig bei etwa 40 Euro im Monat. Die Beiträge sind zwar etwas höher als bei vielen Erwachsenen-Tarifen, dafür erfolgt später eine sogenannte Günstigerprüfung. Sobald das Kind ins Berufsleben startet, prüft der Versicherer erneut die Risikoeinstufung. Je nach Beruf kann der Beitrag dann sinken, wenn dieser als weniger risikoreich eingestuft wird, ohne eine erneute Gesundheitsprüfung machen zu müssen.
Daher kann der Abschluss einer BU bereits als Schüler sinnvoll sein. Denn Kinder und Jugendliche sichern sich bereits frühzeitig ihren aktuellen Gesundheitszustand. In jungen Jahren bestehen meist noch keine Vorerkrankungen, wodurch der Versicherungsschutz ohne Risikozuschläge oder Ausschlüsse abgeschlossen werden kann. Zudem schützt die BU bereits während der Schulzeit, etwa wenn eine Krankheit oder ein Unfall dazu führt, dass das Kind später keine Ausbildung oder keinen Beruf ausüben kann.
Viele Tarife sind außerdem so aufgebaut, dass sich die BU-Rente später schrittweise erhöhen lässt, etwa bei Ausbildungsbeginn, Studium oder Berufseinstieg. So kann der Versicherungsschutz mit den Lebensphasen des Kindes wachsen, ohne dass erneut Gesundheitsfragen gestellt werden müssen.
BU-Kosten für Kinder:
Tarifbewertung:
Tarif:
BU PROTECT (26809)
Notenskala:
5.0: Volle Leistung
4.0: Gute Leistung
3.0: Ordentliche Leistung
2.0: Mäßige Leistung
1.0: Schwache Leistung
5.0
- 1.500 € BU-Rente
48,03 €
monatlich
Tarifbewertung:
Tarif:
Gothaer Berufsunfähigkeitsversicherung Invest
Notenskala:
5.0: Volle Leistung
4.0: Gute Leistung
3.0: Ordentliche Leistung
2.0: Mäßige Leistung
1.0: Schwache Leistung
5.0
- 1.500 € BU-Rente
- Inkl. Arbeitsunfähigkeitsklausel
51,67 €
monatlich
Tarifbewertung:
Tarif:
Baloise BerufsunfähigkeitsVersicherung
Notenskala:
5.0: Volle Leistung
4.0: Gute Leistung
3.0: Ordentliche Leistung
2.0: Mäßige Leistung
1.0: Schwache Leistung
5.0
- 1.500 € BU-Rente
- Inkl. Arbeitsunfähigkeitsklausel
- Inkl. Schwere Krankheiten
58,12 €
monatlich
Quelle Tarifbewertung: Softfair, März 2026; Berechnungsgrundlage: 18-jährige Schülerin, 180 cm, 80 kg, Nichtraucher, kein Risiko-Hobby; 0 % Beitrags- und Leistungsdynamik; Versicherungsbeginn: 01. April 2026; Ablaufalter: 67 Jahre
BU-Kosten nach Berufsgruppen
Die Kosten einer BU hängen neben der Rentenhöhe und dem Eintrittsalter sehr stark vom Beruf und der Berufsausbildung ab. Je höher der Bildungsabschluss, desto niedriger wird der monatliche Beitrag. Außerdem spielt eine Rolle, wie risikoreich der Beruf ist. Ein Rechtsanwalt zahlt z. B. nur knapp 43 Euro für eine BU-Rente von 1.500 Euro, während ein Arzthelfer im Vergleich über 80 Euro im Monat zahlt. Hier haben wir einige Berufe für Sie miteinander verglichen:
|
Beruf |
BU-Rente |
Versicherer |
beitrag |
|---|---|---|---|
| Kaufmännischer Angestellter | 1.500 € | Canada Life | 61,63 € |
| Leitender Angestellter | 1.500 € | AXA | 62,78 € |
| Rechtsanwalt | 1.500 € | baloise | 43,33 € |
| Arzthelfer | 1.500 € | Die Stuttgarter | 81,67 € |
| Informatiker | 1.500 € | Die Continentale | 36,84 € |
| Ingenieur | 1.500 € | Volkswohl Bund | 43,05 € |
| Fliesenleger | 1.500 € | Die Continentale | 191,05 € |
Berechnungsgrundlage: 35 Jahre, männlich, 180 cm, 80 kg, Nichtraucher, kein Risiko-Hobby; Versicherungsbeginn: 01. April 2026; Ablaufalter: 67 Jahre
Unser Tipp: BU frühzeitig abschließen
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sollte möglichst früh abgeschlossen werden, weil der Beitrag maßgeblich vom Eintrittsalter und Gesundheitszustand abhängt. Je jünger und gesünder man beim Abschluss ist, desto günstiger sind in der Regel die monatlichen Beiträge – und dieser Preis bleibt über die gesamte Laufzeit kalkuliert.
Zudem steigt mit zunehmendem Alter das Risiko für Vorerkrankungen, die zu Risikozuschlägen, Leistungsausschlüssen oder sogar einer Ablehnung führen können. Ein früher Abschluss sichert daher nicht nur einen niedrigeren Beitrag, sondern auch bessere Annahmechancen.
Wovon hängen die Kosten einer BU ab?
Die Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung werden von mehreren Faktoren beeinflusst. Besonders wichtig sind dabei Alter, Beruf, Gesundheitszustand sowie die gewünschte Höhe der BU-Rente.
- Das Eintrittsalter spielt eine große Rolle, da jüngere Versicherte in der Regel niedrigere Beiträge zahlen als ältere.
- Der ausgeübte Beruf beeinflusst das Risiko stark, weshalb körperlich belastende Tätigkeiten meist teurer sind als Büro- oder akademische Berufe.
- Der Gesundheitszustand wird bei Vertragsabschluss geprüft und kann zu Risikozuschlägen oder Leistungsausschlüssen führen.
- Die Höhe der versicherten BU-Rente wirkt sich direkt auf den Beitrag aus, da eine höhere monatliche Absicherung auch höhere Kosten verursacht.
- Auch die Laufzeit des Vertrags beeinflusst den Preis, da eine Absicherung bis zum Renteneintritt länger und damit teurer ist.
Unser Fazit: Je höher das Risiko und je umfangreicher der gewünschte Schutz, desto höher fällt in der Regel auch der Beitrag für die Berufsunfähigkeitsversicherung aus.
Was kann die Kosten der BU erhöhen?
Die Beiträge einer Berufsunfähigkeitsversicherung können durch verschiedene Faktoren steigen. Besonders individuelle Risiken und zusätzliche Leistungen wirken sich auf den Preis aus.
- Vorerkrankungen oder gesundheitliche Beschwerden können zu Risikozuschlägen oder Leistungsausschlüssen führen.
- Risikoreiche Berufe mit körperlicher Belastung oder erhöhtem Unfallrisiko werden von Versicherern meist höher eingestuft.
- Gefährliche Hobbys wie Klettern, Motorsport oder Tauchen können den Beitrag ebenfalls erhöhen.
- Eine hohe versicherte BU-Rente führt zu höheren monatlichen Beiträgen.
- Zusatzbausteine wie Beitrags- oder Leistungsdynamiken sowie garantierte Rentensteigerungen erhöhen ebenfalls die Kosten.
Wie hoch sollte die Berufsunfähigkeitsrente sein?
Die Berufsunfähigkeitsrente sollte so hoch sein, dass sie den Großteil Ihres bisherigen Einkommens ersetzt. Unsere impuls Experten empfehlen meist, etwa 70 bis 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens abzusichern, damit laufende Kosten und der Lebensstandard auch im Ernstfall finanziert werden können.
Der Grund dafür ist, dass bei einer Berufsunfähigkeit weiterhin Ausgaben wie Miete, Lebensmittel, Versicherungen oder Kredite anfallen. Gleichzeitig müssen von der BU-Rente oft noch Krankenversicherungsbeiträge und teilweise Steuern bezahlt werden, weshalb die Absicherung nicht zu niedrig gewählt werden sollte.
Als grobe Orientierung gilt daher: Wer beispielsweise 2.500 € netto im Monat verdient, sollte eine BU-Rente von etwa 1.700 bis 2.000 € monatlich absichern. Wichtig ist jedoch, die Rentenhöhe individuell zu berechnen und dabei auch Fixkosten, Altersvorsorge und mögliche staatliche Leistungen zu berücksichtigen.
Wie kann man bei einer BU sparen?
Bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es mehrere Stellschrauben, mit denen sich der Beitrag gezielt reduzieren lässt – ohne den Schutz zu verschlechtern. Wichtig ist jedoch, bewusst zwischen notwendiger Absicherung und optionalem Komfort zu unterscheiden.
Richtige Rentenhöhe wählen
Je höher die versicherte BU-Rente, desto höher der Beitrag. Statt pauschal eine sehr hohe Rente anzusetzen, sollte man den tatsächlichen Absicherungsbedarf berechnen: Welche laufenden Fixkosten bestehen? Welche Rücklagen gibt es? Welche Leistungen wären im Ernstfall zusätzlich verfügbar? Eine realistisch kalkulierte Rente kann den Beitrag deutlich senken.
Laufzeit sinnvoll festlegen
Die BU wird häufig bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter abgeschlossen (z. B. 67 Jahre). Eine kürzere Laufzeit reduziert den Beitrag, erhöht aber das Risiko einer Versorgungslücke. Wer sparen möchte, sollte prüfen, ob eine Kombination aus BU und anderer Altersvorsorge sinnvoll ist, statt die Laufzeit pauschal zu kürzen.
Dynamik bewusst einsetzen
Eine Beitrags- und Leistungsdynamik schützt vor Inflation, erhöht aber den Beitrag schrittweise. Wer aktuell sparen muss, kann eine niedrigere Dynamik wählen oder sie vorübergehend aussetzen – sollte sich aber bewusst sein, dass die versicherte Rente dann real an Wert verliert.
Karenzzeit vereinbaren
Mit einer Karenzzeit (z. B. sechs Monate) beginnt die Rentenzahlung erst nach Ablauf dieser Frist. Wer ausreichend Rücklagen oder Lohnfortzahlung hat, kann dadurch den Beitrag reduzieren. Das lohnt sich besonders für Selbstständige oder Angestellte mit längerer Entgeltfortzahlung.
Gesundheitsangaben sorgfältig vorbereiten
Risikozuschläge entstehen häufig durch unvollständige oder unstrukturierte Gesundheitsangaben. Eine saubere Aufbereitung der Krankenakte und ggf. eine anonyme Risikovoranfrage kann helfen, unnötige Zuschläge zu vermeiden.
Berufsgruppe prüfen
Die Einstufung in eine Berufsgruppe beeinflusst den Beitrag stark. Wer sich beruflich verändert (z. B. von körperlicher Tätigkeit in eine überwiegend kaufmännische Position), sollte prüfen lassen, ob eine günstigere Einstufung möglich ist.
Zusatzbausteine kritisch prüfen
Optionen wie garantierte Rentensteigerung im Leistungsfall, Arbeitsunfähigkeitsklauseln oder besonders hohe Nachversicherungsgarantien verbessern den Schutz, erhöhen aber den Beitrag. Nicht jeder Baustein ist für jede Lebenssituation zwingend erforderlich.
Frühzeitig abschließen
Je jünger und gesünder Sie sind, desto günstiger fällt der Beitrag aus. Ein früher Abschluss verhindert spätere Risikozuschläge und sichert dauerhaft ein niedriges Eintrittsalter.
Wichtig ist: Sparen bei der BU bedeutet nicht, den Schutz beliebig zu reduzieren, sondern die Vertragsgestaltung strategisch an die eigene Situation anzupassen. Eine durchdachte Struktur ist meist günstiger als eine pauschale Kürzung wichtiger Leistungen.
FAQ: Berufsunfähigkeitsversicherung Kosten
Die Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) hängen vor allem von Alter, Beruf, Gesundheitszustand, gewünschter BU-Rente und Laufzeit ab. Für eine monatliche BU-Rente von etwa 1.500 Euro bis zum 67. Lebensjahr zahlen junge Angestellte in Büro- oder akademischen Berufen häufig zwischen 30 und 100 Euro im Monat.
Wer einen körperlich anspruchsvolleren Beruf ausübt – etwa im Handwerk oder im Pflegebereich – muss aufgrund des höheren Risikos meist mit 100 bis 200 Euro oder mehr monatlich rechnen. Ein früher Abschluss wirkt sich in der Regel positiv auf den Beitrag aus, da jüngere und gesündere Versicherte günstigere Konditionen erhalten.
Die Kosten einer BU hängen von mehreren Faktoren ab:
- Alter beim Abschluss: Je jünger Sie beim Abschluss sind, desto günstiger ist der Beitrag in der Regel.
- Beruf: Versicherer bewerten das Risiko je nach Tätigkeit unterschiedlich. Büro- und Akademikerberufe sind meist günstiger als handwerkliche oder körperlich belastende Berufe.
- Gesundheitszustand: Vorerkrankungen können zu Risikozuschlägen, Leistungsausschlüssen oder im Extremfall zur Ablehnung führen.
- Höhe der BU-Rente: Je höher die monatliche Absicherung (z. B. 1.000 €, 1.500 € oder 2.000 €), desto höher fällt der Beitrag aus.
- Laufzeit des Vertrags: Eine Absicherung bis zum Rentenalter (z. B. 67 Jahre) ist teurer als eine kürzere Laufzeit.
- Zusatzoptionen im Tarif: Bausteine wie eine Arbeitsunfähigkeitsklausel oder eine Dynamik können den Beitrag ebenfalls beeinflussen.
Die BU zählt zu den kostenintensiveren Versicherungen, weil sie ein sehr großes, langes und schwer kalkulierbares Risiko absichert und im Ernstfall das Einkommen über viele Jahre ersetzt. Die Kosten ergeben sich dabei aus mehreren Faktoren:
1. Hohe Eintrittswahrscheinlichkeit und lange Leistungsdauer
Berufsunfähigkeit ist statistisch kein Randrisiko. Wenn sie eintritt, zahlt die BU nicht „einmal“, sondern über viele Jahre – im Extremfall bis zum Rentenbeginn. Der Versicherer muss also nicht nur das Risiko des Eintritts, sondern vor allem die mögliche Dauer der Rentenzahlung und die Dynamik (z. B. steigende Renten) einpreisen. Eine monatliche BU-Rente von 1.500 Euro kann über 20 Jahre bereits 360.000 Euro Leistung bedeuten – ohne Dynamiken und Überschüsse.
2. BU-Kosten sind stark vom Beruf abhängig
BU ist keine Standardversicherung wie eine Haftpflicht. Das Risiko hängt massiv davon ab, wie wahrscheinlich es ist, dass jemand seinen konkreten Beruf dauerhaft nicht mehr ausüben kann. Körperlich belastende Tätigkeiten, Schichtarbeit, Unfallgefahren oder bestimmte psychische Belastungen erhöhen das Risiko. Deshalb sind die Beiträge je nach Berufsgruppe oft sehr unterschiedlich und in manchen Berufen wirken sie besonders „hoch“.
3. Gesundheitliche Risiken führen zu Zuschlägen
Anders als bei vielen anderen Policen spielt der Gesundheitszustand eine große Rolle. Vorerkrankungen, Behandlungen, Diagnosen oder auch bestimmte Hobbys führen zu Risikozuschlägen, Leistungsausschlüssen oder Ablehnung. Wer mit Zuschlag versichert wird, zahlt deutlich mehr und empfindet die BU dann häufig als teuer.
4. Psychische Erkrankungen als zentraler Kostentreiber
Ein großer Teil der BU-Leistungsfälle hängt mit psychischen Erkrankungen zusammen. Diese Ursachen sind oft komplex, verlaufen manchmal langwierig und sind in der Beurteilung anspruchsvoll. Für Versicherer bedeutet das: höhere Fallzahlen, längere Leistungsdauern und aufwändige Prüfprozesse. Das schlägt sich vor allem in den Prämien nieder.
5. Umfangreiche Leistungen
Gute BU-Tarife leisten bereits bei 50 Prozent Berufsunfähigkeit und orientieren sich an der zuletzt ausgeübten konkreten Tätigkeit. Je besser die Leistungen (z. B. Verzicht auf abstrakte Verweisung, gute Prognosezeiträume, Beitrags- und Leistungsdynamiken, garantierte Rentensteigerung im Leistungsfall, Nachversicherungsgarantien und Arbeitsunfähigkeitsklauseln), desto höher ist tendenziell der kalkulierte Leistungsumfang und damit auch der Beitrag.
6. Später Einstieg in die BU
Viele schließen eine BU erst ab, wenn sie älter sind oder bereits Vorerkrankungen haben. Dann steigt der Beitrag aus zwei Gründen: höheres Eintrittsalter und höheres individuelles Risiko. Wer spät einsteigt, erlebt die BU eher als „unbezahlbar“, obwohl der gleiche Schutz früher deutlich günstiger gewesen wäre. Daher ist einer früher Abschluss – z. B. bereits im Kindesalter – sinnvoll, um hohe Beiträge zu vermeiden.
Die Beiträge einer BU lassen sich mit einigen Hebeln beeinflussen. Wichtig ist, den Schutz sinnvoll anzupassen und nicht unüberlegt zu kürzen:
- Die versicherte BU-Rente sollte realistisch am tatsächlichen Bedarf ausgerichtet werden.
- Eine angepasste Laufzeit oder eine vereinbarte Karenzzeit kann den Beitrag senken.
- Dynamiken und Zusatzbausteine sollten bewusst gewählt und regelmäßig überprüft werden.
- Eine sorgfältige Aufbereitung der Gesundheitsangaben hilft, Risikozuschläge zu vermeiden.
- Ein früher Abschluss sorgt dauerhaft für günstigere Beiträge.
Unser Fazit: Wer die Vertragsgestaltung strategisch plant und regelmäßig überprüft, kann die BU bezahlbar halten, ohne auf wichtigen Schutz zu verzichten.
Die Höhe der BU-Rente sollte so gewählt werden, dass sie den größten Teil Ihres Nettoeinkommens ersetzt und Ihre laufenden Kosten weiterhin gedeckt sind. Als Faustregel empfehlen unsere impuls Experten, 70 bis 80 % des aktuellen Nettoeinkommens abzusichern. Verdient jemand beispielsweise 2.000 € netto, sollte die monatliche BU-Rente idealerweise zwischen 1.200 € und 1.600 € liegen. Als Standard gilt eine Höhe von 1.500 €.
Bei der Festlegung der Rentenhöhe sollten vor allem fixe Ausgaben wie Miete oder Kreditraten, Lebenshaltungskosten, Versicherungen und mögliche Rücklagen berücksichtigt werden. Wichtig ist auch, dass die BU-Rente ausreichend hoch ist, um langfristig den Lebensstandard zu sichern, da staatliche Leistungen wie die Erwerbsminderungsrente oft deutlich niedriger ausfallen.
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zählt neben der Kranken- und privaten Haftpflichtversicherung zu den wichtigsten Absicherungen. Sie ist insbesondere für Menschen sinnvoll, die ohne ihr Einkommen ihren Lebensstandard nicht mehr aufrecht erhalten können. Gerade Selbstständige profitieren von der BU, da sie in der Regel keine gesetzliche Erwerbsminderungsrente erhalten.
Aber auch für Angestellte liegt die gesetzliche Erwerbsminderungsrente häufig deutlich unter dem vorherigen Einkommen und wird zudem nur unter strengen Voraussetzungen gezahlt.
Eine BU zahlt dagegen eine monatliche Rente, wenn Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf aus gesundheitlichen Gründen vorrübergehend oder dauerhaft nicht mehr zu mind. 50 % ausüben können. Dadurch lassen sich laufende Kosten wie Miete, Kredite oder Lebenshaltung weiterhin decken.