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Wie Sie auf Gesundheitsfragen richtig antworten
15.06.2021 / dpa, impuls

Kiel (dpa/tmn/impuls) - Ob Lebensversicherung, Berufsunfähigkeits- oder eine private Krankenversicherung: Bei manchen Policen wollen es Anbieter vor Vertragsabschluss ganz genau wissen: Wie gesund ist der künftige Versicherungsnehmer?

Vor Abschluss einer Versicherung müssen Sie unter Umständen Gesundheitsfragen beantworten. Wer hier schummelt, riskiert womöglich den Anspruch auf Leistungen und eine Kündigung.

Damit die Versicherungsgesellschaft das einschätzen können, müssen Kundinnen und Kunden oft lange Fragebögen ausfüllen. Doch was theoretisch so leicht klingt, kann praktisch schwierig sein. Überstürzen Sie daher keineswegs das Ausfüllen, sondern nehmen sie sich die Zeit, die Fragen in Ruhe zu beantworten, raten die impuls Versicherungs-Experten. Denn die Antworten können weitreichende Folgen haben.

Antworten haben Einfluss auf Beiträge

Auf Basis der Angaben entscheidet die Versicherung, ob sie Ja oder Nein zu einem Vertragsabschluss sagt. Entscheidet der Anbieter sich dafür, berechnet er die Versicherungsprämie für den Interessenten und erhebt gegebenenfalls Risikozuschläge für bestimmte Krankheiten.

Wer gesundheitlich angeschlagen ist, muss damit rechnen, entweder keine günstige Prämie oder vielleicht sogar gar keinen Vertrag zu bekommen. Das sollte Verbraucherinnen und Verbraucher aber nicht dazu verleiten, falsche Angaben im Fragebogen zu machen.

Verstoß gefährdet Versicherungsschutz

Ein Beispiel: Eine Frau oder ein Mann möchte eine Risikolebensversicherung abschließen. Der Versicherer fragt vor dem Abschluss der Police danach, ob er oder sie Raucher oder Nichtraucher ist. Diese Frage muss wahrheitsgemäß beantwortet werden! Verstößt der Versicherte dagegen, führt dies - bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit - zu einem Rücktrittsrecht des Versicherers. Auch kann der Versicherer den Vertrag anfechten.

Hat man sich wahrheitswidrig als Nichtraucher ausgegeben und stellt die Versicherung später fest, dass der Versicherte doch geraucht hat und deshalb etwa an Lungenkrebs gestorben ist, gehen die Hinterbliebenen leer aus.

Hausarzt um Unterstützung bitten

Wie also konkret vorgehen? Beim Hausarzt, aber auch bei anderen Fachärzten, die man in den letzten fünf bis zehn Jahren kontaktiert hat, können Versicherte Patientenakten anfordern. Dort ist nachzulesen, welche Diagnosen der Arzt mit der Krankenversicherung abgerechnet hat.

Berichtigung verlangen

Finden sich dort Diagnosen, von denen der Patient bis dato nichts wusste, sollte er den Arzt darauf ansprechen und bei falschen Angaben auf eine Berichtigung drängen. Wer keinen Hausarzt hat, kann bei seiner Krankenkasse gratis eine Versichertenauskunft anfordern - und so überprüfen, für welche Diagnosen die Kasse aufgekommen ist.

Darüber hinaus empfiehlt es sich, selbst kleinste Erkrankungen anzugeben, das gilt auch etwa für Kopfschmerzen, die einmal die Woche auftreten oder beispielsweise Plattfüße. Solche Befindlichkeiten werden von Betroffenen häufig unterschätzt.

Ihr impuls Makler ist Ihr Ansprechpartner!

Was Verbraucher mit Vorerkrankungen tun können: Es gibt die Möglichkeit, eine anonymisierte Risikovoranfrage bei Anbietern zu stellen. Wenn ein Versicherer einen potenziellen Versicherungsnehmer wegen Vorerkrankungen ablehnt, ist es denkbar, dass anschließend auch andere Anbieter dem Interessenten eine Absage schicken.

Viele Gesellschaften speichern Antworten eines abgelehnten Kandidaten auf Gesundheitsfragen in einer gemeinsamen Datenbank. Mit einer anonymisierten Risikovoranfrage können Verbraucher ausloten, welcher Anbieter bereit ist, sie zu versichern. In der Datenbank tauchen dann die Angaben nicht auf.

Bei Vorerkrankungen ist es wahrscheinlich, dass der Versicherer zusätzlich zur Prämie einen Risikozuschlag erhebt. Üblicherweise ist ein solcher Zuschlag bis zum Ende der Laufzeit zu zahlen. 

Ihr impuls Berater steht Ihnen gerne mit Rat und Tat zu Seite!
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