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Änderungen und Neuerungen 2021 für Versicherte
04.01.2021 / dpa, impuls

dpa, impuls - Steigender Zusatzbeitrag zur GKV, Erleichterungen beim Krankenkassenwechsel, Grenze für Eintritt in die PKV und Arbeitgeberzuschuss steigen, Änderungen in der gesetzlichen Rentenversicherung.

Änderungen 2021 für Versicherte: 

Krankenversicherung: Viele Kassen erhöhen den Zusatzbeitrag 
Für viele Mitglieder wird die gesetzliche Krankenversicherung im neuen Jahr teurer. Die Ursache für die Kostensteigerung ist laut den Kassen nicht nur Corona, auch wenn besonders die intensivmedizinischen Behandlungen sehr teuer sind. 2020 lag der durchschnittliche Zusatzbeitrag bei 1,1 Prozent – je zur Hälfte bezahlt von Arbeitnehmer und Arbeitgeber. 2021 wird der Zusatzbeitrag von vielen Kassen auf 1,3 Prozent erhöht.

Hier finden Sie die Beitragssätze der gesetzlichen Krankenkassen 2021

Krankenkassenwechsel wird leichter  
Der Krankenkassenwechsel wird künftig leichter – bis jetzt mussten Versicherte vor einer Kündigung mindestens 18 Monate bei einer Kasse bleiben. Diese Bindungsfrist wird im neuen Jahr auf 12 Monate reduziert. Auch das Kündigungsschreiben erübrigt sich, es reicht ein Mitgliedsantrag bei dem neuen Anbieter.

Grenze für Eintritt in die PKV steigt 
Ab Januar 2021 müssen Angestellte, die in die private Krankenversicherung wechseln wollen, ein jährliches Bruttogehalt von mindestens 64.350 Euro verdienen. Die Grenze betrifft ausschließlich Angestellte, für andere Berufsgruppen gilt die Jahresarbeitsentgeltgrenze nicht. Für Selbständige, Freiberufler und Beamte ist die private Krankenversicherung freiwillig und einkommensunabhängig.

Änderung der Beitragsbemessungsgrenzen 
Die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) bestimmt die maximal zu leistenden Versicherungsbeiträge. In der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung steigt diese von 4.687,50 Euro auf 4.837,50 Euro im Monat. In der gesetzlichen Rentenversicherung steigt sie in den alten Bundesländern von monatlich 6.700 Euro auf 6.900 Euro und in den neuen Bundesländern von monatlich 6.150 Euro auf 6.450 Euro.

Basisrente (Rürup-Rente) - höherer Steuerabzug
Verbraucher mit einer Basisrente können 2021 wieder einen größeren Teil ihrer Beiträge als Sonderausgaben in der Steuererklärung angeben. Zum einen steigt der steuerliche Höchstbetrag zur Basisrente für Alleinstehende ab 2021 auf 25.787 Euro und 51.574 Euro für Verheiratete. 

Zudem erkennt das Finanzamt nun 92 Prozent der eingezahlten Beiträge als Sonderausgaben an (2020: 90 Prozent). Somit sind 2021 maximal 23.724 Euro als Sonderausgaben abzugsfähig. Für gemeinsam veranlagte Ehegatten/Lebenspartner verdoppeln sich diese Beträge.



Lesen Sie hier weitere wichtige Änderungen 2021:

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