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Änderungen 2021 für Steuerzahler
04.01.2021 / dpa, impuls

dpa, impuls - Änderungen für die Steuererklärung, Anstieg des steuerlichen Grundfreibetrags, Abschaffung des Solidaritätszuschlags und Anhebung der KFZ-Steuer und der Mehrwertsteuer.

Änderungen 2021 für Steuerzahler: 

Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Rentenversicherung 
Die Beitragsbemessungsgrenze für die Berechnung der gesetzlichen Rentenversicherungsbeiträge erhöht sich auf 85.200 Euro in den alten Bundesländern und auf 80.400 Euro in den neuen Bundesländern. Angestellte können bis zu acht Prozent der aktuellen Beitragsbemessungsgrenze steuerfrei und vier Prozent sozialabgabenfrei in eine Pensionskasse, Direktversicherung oder einen Pensionsfond investieren. Dadurch erhöht sich der maximale sozialabgabenfreie Anteil von 276 Euro auf 284 Euro und der steuerfreie Anteil von 552 Euro auf 568 Euro im Monat.

Basis-Rente: Höherer Steuerabzug möglich  
Wer mit einer Basisrente vom Staat gefördert wird, kann 2021 einen höheren Betrag als Sonderausgabe bei der Steuererklärung geltend machen. Die Basis-Rente, auch Rürup-Rente genannt, fördert die Versicherten nur durch Steuervorteile. Anders als bei der Riester-Rente erhalten Versicherte keine staatlichen Zuschüsse.

Grundrente für Geringverdiener 
Rund 1,3 Millionen Bürger mit kleiner Rente bekommen einen Aufschlag. Es profitieren diejenigen, die mindestens 33 Jahre Rentenbeiträge aus Beschäftigung, Kindererziehung und Pflegetätigkeit aufweisen. Ihre Lebensleistung soll anerkannt, der Gang zum Sozialamt erspart werden. Im Schnitt gibt es einen Zuschlag von 75 Euro. Die Grundrente startet zwar offiziell zum 1. Januar, die Auszahlung wird sich aber wegen des hohen Verwaltungsaufwandes voraussichtlich um mehrere Monate verzögern und dann rückwirkend erfolgen.

Steuerlicher Grundfreibetrag steigt 
Für alle Steuerzahler steigt der Grundfreibetrag, auf den man keine Steuern zahlen muss. 2021 liegt er bei 9.744 Euro statt bisher 9.408 Euro. Die Grenze, ab der der 42-prozentige Spitzensteuersatz fällig wird, steigt leicht auf ein Jahreseinkommen von 57.919 Euro. Außerdem dürfen Alleinerziehende höhere Unterhaltsleistungen bei den Steuern abziehen.

Solidaritätszuschlag wird abgeschafft - für fast alle 
Für fast alle Bürger fällt ab Januar der Solidaritätszuschlag nach gut drei Jahrzehnten weg. Weiter zahlen sollen die zehn Prozent mit den höchsten Einkommen. Für Ehepaare mit zwei Kindern liegt die Grenze bei 151.000 Euro brutto, für Singles bei 73.000 Euro brutto.

Anhebung der KFZ-Steuer
Für neue Autos mit hohem Spritverbrauch steigt die Kfz-Steuer: Einer Studie zufolge wird es pro Jahr im Schnitt um 15,80 Euro teurer. Das soll Bürger dazu bringen, sparsamere PKW zu kaufen. Bereits zugelassene Autos sind allerdings nicht betroffen.

Aufhebung der reduzierten Mehrwertsteuer 
Ab Januar gilt wieder der reguläre Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent auf die meisten Güter und 7 Prozent auf Waren des täglichen Bedarfs. Die Bundesregierung hatte die Steuer wegen der Corona-Pandemie für ein halbes Jahr gesenkt, damit die Menschen trotz der unsicheren Zeit weiter Geld ausgeben und die Konjunktur stützen.



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