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Mehr Netto - Solidaritätszuschlag entfällt ab 2021
12.11.2020 / impuls
Für die meisten Steuerzahler wird der Solidaritätszuschlag zukünftig entfallen. 35,5 Millionen Deutsche können sich ab 01.01.2021 über mehr Geld in der Tasche freuen. Eine Investition in die Altersvorsorge ist sinnvoll. 

Der Staat verzichtet auf 11 Milliarden Euro Einnahmen aus dem Soli, der seit 1995 ausschließlich zur Herstellung der deutschen Einheit dient. Der Solidaritätszuschlag beträgt aktuell 5,5 Prozent der Körperschaft- beziehungsweise Einkommensteuer.  

Die Abschaffung des Solidaritätszuschlags ist verankert im Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD. Der Grund für den Wegfall liegt in der Entlastung von Geringverdienern und dem Mittelstand.

Für 90 Prozent der heutigen Zahler wird der Soli ab 2021 vollständig entfallen

Das bedeutet der Soli-Wegfall für den Steuerzahler:
Singles, die weniger als 16.956 Euro Einkommensteuer im Jahr zahlen, müssen keinen Soli mehr entrichten.

Für veranlagte Ehepaare liegt die Grenze höher: Wer jährlich bis zu 33.912 Euro Einkommenssteuer zahlt, wird ab 2021 vom Soli befreit.
 
Wer zahlt den Soli und wer nicht?
- Die unteren 90 Prozent der Steuerzahler müssen keinen Soli abführen.

- 6,5 Prozent fallen in die "Milderungszone" und zahlen den Soli nur noch teilweise; der Steuersatz soll schrittweise ansteigen

 - Nur 3,5 %, die sogenannten Besserverdiener zahlen den Soli in voller Höhe weiter.

 

So werden Singles und Familien entlastet:

Im Ergebnis wird eine Familie mit zwei Kindern bis zu einem Jahresbruttolohn von:

  • rund 151.000 Euro gar keinen Solidaritätszuschlag mehr entrichten,
  • zwischen ca. 151.000 Euro und 221.000 Euro teilweise von der Solidaritätszuschlag-Zahlung befreit und
  • ab ca. 221.000 Euro den bisherigen Betrag weiterhin in gleicher Höhe entrichten.

Alleinstehende werden bis zu einem Jahresbruttolohn von:

  • rund 73.000 Euro gar keinen Solidaritätszuschlag mehr entrichten,
  • zwischen ca. 73.000 Euro und 109.000 Euro teilweise von der Solidaritätszuschlag-Zahlung befreit und
  • ab ca. 109.000 Euro den bisherigen Betrag weiterhin in gleicher Höhe entrichten.

Modellrechnung: So hoch ist die Ersparnis im Jahr 

 

Soli_Wegfall_Ersparnis


Auch kleine und mittelständische Unternehmen profitieren


Der von Bundesfinanzminister Scholz eingebrachte Vorschlag kommt auch kleinen und mittelständischen Unternehmerinnen und Unternehmern zugute. Von der weitgehenden Abschaffung des Solidaritätszuschlag profitieren auch Handwerkerinnen und Handwerker „um die Ecke“. Üblicherweise betreiben sie ihre Unternehmen als Einzelunternehmerinnen und Einzelunternehmer oder, wenn sie sich mit anderen zusammentun, in Form einer Personengesellschaft (OHG oder KG). Ihre Gewinne unterliegen in der Regel der Einkommensteuer.

Rund 88 Prozent dieser Gewerbetreibenden werden vollständig vom Solidaritätszuschlag befreit, wenn sie ausschließlich Gewerbeeinkünfte erzielen. Weitere 6,8 Prozent dieser Gewerbetreibenden profitieren zumindest teilweise. Für lediglich 5,2 Prozent dieser Gruppe bleiben die bisherigen Zahlungen unverändert bestehen.

Nutzen Sie die zukünftige Soli-Ersparnis sinnvoll für ihre Vorsorge - es lohnt sich!
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