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Wann sich eine Zahnzusatzversicherung lohnt
12.06.2020 / dpa

Berlin (dpa/tmn) - Ob Krone, Brücke, Implantat oder Inlay: Zahnersatz ist teuer. Gesetzlich Krankenversicherte müssen oft einen Teil der Kosten aus eigener Tasche aufbringen.

Kosten für Zahnversorgung hängen vom Wohnort ab

Eine Zahnzusatzversicherung lohnt sich für gesetzlich Krankenversicherte vor allem, wenn sie aufwändigen Zahnersatz wünschen. Bei der zahnmedizinischen Versorgung Deutschlands gibt es teils dramatische regionale Unterschiede.

Bürger in Bayern greifen für Kronen, Brücken und Co. deutschlandweit am tiefsten in die Tasche. Sie zahlen im Schnitt 1.228 Euro als Eigenanteil zu ihrem neuen Zahnersatz zu und damit um fast 100 Prozent mehr als Patientinnen und Patienten in Sachsen-Anhalt. Dort liegt der Eigenanteil bei 628 Euro. Das geht aus dem BARMER-Zahngesundheitsatlas 2019 hervor.

Interessierte sollten sich frühzeitig kümmern

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zahlt Versicherten einen festen Zuschuss - sie übernimmt aber meist nur die Hälfte der Kosten für die sogenannte Regelversorgung, wie z.B. eine Metallkrone ohne Verblendung.

Eine Zahnzusatzversicherung lohnt sich vor allem für Menschen, die Wert auf hochwertigen Zahnersatz legen. Mit der Police können Kassenpatienten ihre Eigenbeteiligung senken und bis zu 100 Prozent abdecken.

 

Preise und Leistungen genau vergleichen

Die Beitragshöhe richtet sich unter anderem nach dem Eintrittsalter des Versicherten, aber auch nach den Leistungen und dem Zustand des Gebisses. Daher sind Angaben, wie teuer eine solche Police ist, pauschal nicht möglich. Zudem gibt es Verträge, bei denen der Beitrag mit dem Alter steigt.

Verbraucher sollten sich vor einem Vertragsabschluss überlegen, welche Leistungen die Zahnzusatzversicherung genau abdecken soll. Einige Tarife übernehmen neben den Kosten für Zahnersatz etwa zusätzlich Kosten einer professionellen Zahnreinigung oder für Kieferorthopädie. Ein Vergleich der Leistungen und Preise lohnt sich.

Verschiedene Optionen bei der Kostenübernahme

Auch bei der Kostenübernahme gibt es verschiedene Optionen. Zum Beispiel, der Versicherte bekommt einen pauschalen Prozentsatz, etwa 30 Prozent des gesamten Rechnungsbetrags erstattet. Der pauschale Prozentsatz ist meistens auf maximal 80 oder 90 Prozent des Rechnungsbetrags begrenzt. Wobei der Anteil anderer Kostenträger eingerechnet wird, also der GKV-Anteil.

Eine andere Option: Der Versicherte bekommt einen pauschalen Prozentsatz der verbleibenden Kosten nach Vorleistung der gesetzlichen Krankenversicherung erstattet.

Die Versicherung sollte immer den 2,3-fachen Satz der Regelhöchstsätze der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) erstatten. Eine Begrenzung bis zu dem Höchstsatz der GOZ, dem 3,5-fachen Satz, reicht meist aus.

Zudem sollte der Vertrag die Höhe der jährlichen Erstattung nicht begrenzen. Denn liegt diese etwa bei maximal 10000 Euro, bleibt der Versicherungsnehmer bei einer größeren Zahnbehandlung auf den Kosten sitzen, die diesen Rahmen übersteigen.

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