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Welche Versicherung zahlt bei Sturmschäden? Mit Checkliste bei einem Schaden
13.02.2020 / impuls

Das Orkantief "Sabine" fegt mit starken Böen und Starkregen über Deutschland hinweg. Sturmschäden sind meist ein Fall für die Versicherung. Zerstört der Sturm zum Beispiel Schornsteine oder deckt Dächer ab, kommt dafür die Wohngebäudeversicherung auf.

Aus aktuellem Anlass - Checkliste bei einem Sturmschaden: 

1. Schaden dokumentieren
Dokumentieren Sie alle Schäden. Machen Sie Bilder und beschreiben den entsprechenden Schaden möglichst genau. Sehen Sie in diesem Zuge auch nach, ob Sie Rechnungen der beschädigten Gegenstände vorliegen haben. Diese reichen Sie der Versicherung mit ein. Machen Sie Kopien sämtlicher Dokumente, bevor Sie diese einreichen.

2. Schadensminderungspflicht
Sie haben eine sogenannte Schadensminderungspflicht. Können bzw. dürfen Sie nicht sofort Aufräum - und Reparaturmaßnahmen ergreifen, sichern Sie die beschädigten Bereiche vor weiteren Schäden ab. Fenster kleben Sie beispielsweise mit Folie ab. In Gefahr bringen müssen Sie sich jedoch nicht, um dieser Pflicht nachzukommen. Klettern Sie z. B. nicht auf Ihr Dach, um Dachpfannen zu sichern.

3. Schaden umgehend dem Versicherer melden
Melden Sie den Schaden Ihrem Versicherer umgehend. Nutzen Sie hierfür die Online-Schadensformulare oder Hotline-Schadensnummern der Versicherer und halten Sie hierfür Ihre Versicherungsnummer bereit.

4. Beschädigte Gegenstände aufbewahren
Dokumentieren Sie alle Schäden. Machen Sie Bilder und beschreiben den entsprechenden Schaden möglichst genau. Sehen Sie in diesem Zuge auch nach, ob Sie Rechnungen der beschädigten Gegenstände vorliegen haben. Diese reichen Sie der Versicherung mit ein. Machen Sie Kopien sämtlicher Dokumente, bevor Sie diese einreichen. 

Bitte denken Sie daran, dass die beschädigten Sachen bis zu einer Freigabe oder Besichtigung durch den Versicherer aufbewahrt werden müssen

5. Sachverständigen-Termin
Teilweise ist es erforderlich, dass ein Sachverständiger den Schaden vor Ort begutachtet. Dies erfahren Sie direkt vom Versicherer (Terminvereinbarung).


Welche Versicherung zahlt bei Sturmschäden

Sturmschäden am Haus sind über die Wohngebäudeversicherung abgesichert. Schäden im Haus oder der Wohnung über die Hausratversicherung.

Das zahlt die Wohngebäudeversicherung
Die Wohngebäudeversicherung zahlt zum Beispiel bei abgedeckten Dächern, zerstörten Schornsteinen oder Schäden durch umgefallene Bäume. Sie kommt auch für Folgeschäden auf, wenn Regen durch das vom Sturm beschädigte Dach oder kaputte Fenster eindringt - aber nur für Schäden am Haus selbst.

Dafür kommt die Hausratversicherung auf
Für Schäden am beweglichen Eigentum im Haus oder in der Wohnung ist die Hausratversicherung zuständig - sie kommt für Möbel, Teppiche, Elektro- und Haushaltsgeräte auf, die infolge des Sturms nass oder unbrauchbar geworden sind.

Wenn der Sturm mein Auto beschädigt

Schäden am Auto sind nur über eine Teil- oder Vollkaskoversicherung abgesichert. Sturmschäden sollten Besitzer umgehend ihrer KFZ-Versicherung melden. Oft müssen sie die Meldung durch Angaben des Wetteramtes ergänzen, erläutert der ADAC. Denn der Wind muss zum Zeitpunkt der Beschädigung mindestens die Windstärke acht gehabt haben.

Auch hier gilt: Ohne Absprache mit dem Versicherer sollten Fahrer keinen Gutachter bestellen oder den Schaden reparieren lassen - sonst bleiben sie unter Umständen auf den Kosten sitzen.

Versicherungsschutz prüfen

Die Branche – in der etwa 130 Anbieter von Wohngebäudeversicherungen vertreten sind – geht von einer Zunahme von Stürmen und punktuell auftretendem Hochwasser in immer kürzeren Abständen aus.

Sorgen Sie rechtzeitig vor und lassen Sie Ihren Versicherungsschutz regelmäßig überprüfen. 

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