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Änderungen und Neuerungen 2020 für Versicherte
22.12.2019 / dpa, impuls

Berlin (dpa), impuls - Neues Jahr, neue Regeln. Die Bundesregierung hat für 2020 viele Neuerungen auf den Weg gebracht. Die wichtigsten Änderungen für Versicherte, Patienten, Steuerzahler und Verbraucher im Überblick:

Änderungen 2020 für Versicherte: 

Private Krankenversicherung - neue Wechselgrenzen 
Privat krankenversichern können sich grundsätzlich Beamte, Studierende Freiberufler und Selbstständige. Angestellte müssen dagegen ein bestimmtes Jahresbruttoeinkommen überschreiten, um von der GKV zur PKV wechseln zu können. Diese Grenze erhöht sich im kommenden Jahr von aktuell 60.750 Euro auf 62.550 Euro.

Private Krankenversicherung - höherer Arbeitgeberzuschuss  
Wer bereits privat krankenversichert ist, darf sich freuen: Der maximale Arbeitgeber-zuschuss steigt mit dem Jahreswechsel von monatlich 351,66 Euro auf 367,97 Euro.

Gesetzliche Krankenkassen - nur wenige Kassen erhöhen Zusatzbeitrag
Aufgrund der steigenden Beitragsbemessungsgrenzen ergibt sich vor allem für freiwillig gesetzlich krankenversicherte Arbeitnehmer eine etwas höhere Beitragsbelastung. Das maximale Einkommen, das bei der Erhebung der Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) berücksichtigt wird, steigt im Rahmen der jährlichen Anpassung auf 56.250 Euro.

Bislang wird der allgemeine Beitragssatz zur Krankenkasse (14,6 Prozent) auf maximal 54.450 Euro fällig. Für GKV-Versicherte, deren Bruttogehalt zwischen den beiden Beträgen liegt, wird der Kassenbeitrag also höher.

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag wird angepasst 
Der amtlich berechnete „durchschnittliche Zusatzbeitragssatz“ für 2020 wird um 0,2 Punkte auf 1,1 Prozent angehoben. Die tatsächliche Höhe ihres Zusatzbeitrags hängt von der finanziellen Lage der Kasse ab und kann vom Durchschnittswert abweichen. Der gesamte Beitrag umfasst daneben den allgemeinen Satz von 14,6 Prozent.

Nach aktuellem Stand liegen die Beitragssätze ab 2020 zwischen 14,8 Prozent (BKK Würth) und 16,3 Prozent (SKD BKK). Ein Vergleich lohnt sich.

Hier finden Sie die Beitragssätze der gesetzlichen Krankenkassen 2020

Betriebsrentner werden entlastet
Ab 2020 müssen Betriebsrentner nur noch für den Teil ihrer Betriebsrente Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung sowie den Zusatzbeitrag zahlen, der über dem neuen Freibetrag von 159,25 Euro im Monat liegt. Dieser Freibetrag soll sich jährlich entsprechend der Lohnentwicklung verändern. 

Mehr Geld kommt bei vielen aber erst im Laufe des Jahres an. Bislang gebe es technische und organisatorische Hindernisse, so der GKV-Spitzenverband. 

Basisrente (Rürup-Rente) - höherer Steuerabzug
Verbraucher mit einer Basisrente können 2020 wieder einen größeren Teil ihrer Beiträge als Sonderausgaben in der Steuererklärung angeben. Zum einen steigt der steuerliche Höchstbetrag zur Basisrente voraussichtlich auf 25.046 Euro.

Zudem erkennt das Finanzamt nun 90 Prozent der eingezahlten Beiträge als Sonderausgaben an (2019: 88 Prozent). Somit sind 2020 maximal 22.541 Euro als Sonderausgaben abzugsfähig. Für gemeinsam veranlagte Ehegatten/Lebenspartner verdoppeln sich diese Beträge.

Beitragsbemessungsgrenze Rentenversicherung 2020
Die BBG West wird im Jahr 2020 in der allgemeinen Rentenversicherung und in der Arbeitslosenversicherung auf 6.900 Euro monatlich festgesetzt, jährlich sind dies 82.800 Euro. In der knappschaftlichen Rentenversicherung beträgt sie 101.400 Euro jährlich bzw. 8.450 Euro monatlich. Sie ist der maximale Bruttolohnbetrag, der bei der Erhebung der Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung berücksichtigt wird

In den neuen Bundesländern beträgt die BBG RV Ost 2020 monatlich 6.450 Euro bzw. jährlich 77.400 Euro. In der knappschaftlichen Rentenversicherung beträgt sie 7.900 Euro monatlich bzw. 94.800 Euro jährlich.

Auswirkungen auf die betriebliche Altersversorgung: Bis zu vier Prozent der jeweils aktuellen BBG können Arbeitnehmer ohne Abzug von Sozialabgaben und acht Prozent ohne Abzug von Steuern in eine Direktversicherung, Pensionskasse oder einen Pensionsfonds investieren. Der maximale sozialabgabenfreie Anteil erhöht sich damit 2020 von 268 auf 276 Euro monatlich, der steuerfreie von 536 auf 552 Euro. 

Kfz-Versicherung - neue Typ- und Regionalklassen 
Rund 4,6 Millionen Autofahrer profitieren 2020 in der Kfz-Haftpflichtversicherung von besseren Typklassen, für knapp 6,5 Millionen gelten dagegen künftig höhere Einstufungen. Große Sprünge sind die Ausnahme. Nur für wenige Modelle geht es laut GDV um mehr als eine Klasse nach oben oder nach unten.

Typklassen spiegeln die Schadensbilanz eines Automodells wider. Hier können Autofahrer ihre Typklasse herausfinden.

In der Regionalklasse können sich 2020 rund 5,1 Millionen Autofahrer auf eine bessere Einstufung in der Kfz-Haftpflichtversicherung freuen. Allerdings werden rund 4,2 Millionen Fahrer heraufgestuft.

In der Kasko-Versicherung ändert sich durch die neue Regionalstatistik wenig: Für fast 30 Millionen der rund 36 Millionen Voll- oder Teilkaskoversicherten bleibt alles beim Alten. 2,8 Millionen Kaskoversicherte rutschen in niedrigere, rund 3,3 Millionen in höhere Regionalklassen. 



Lesen Sie hier weitere wichtige Änderungen 2020:

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