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Diese Versicherungen sind wichtig
20.02.2019 / dpa
Berlin (dpa/tmn) – Zum Jahresbeginn buchen viele Versicherungen den Jahresbeitrag vom Konto ab. Ein guter Anlass, um den eigenen Versicherungsschutz unter die Lupe zu nehmen.

Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) besitzen die Deutschen knapp 435 Millionen Versicherungsverträge und zahlen pro Kopf knapp 2.400 Euro Versicherungsbeitrag im Jahr.  

GDV_Versicherungsschutz 

Allerdings haben viele Menschen nicht die passende Absicherung. Oft sind Verträge veraltet, so dass die versicherten Leistungen nicht mehr zur aktuellen Lebenssituation passen.

Risiken richtig einschätzen. Wann könnte das Einkommen wegfallen?

Der Jahreswechsel, aber auch der Einstieg ins Berufsleben, eine Heirat, Geburten oder der Ruhestand sind Anlässe, um Versicherungen abzuschließen, anzupassen oder auch zu kündigen.

Man sollte sich gegen Situationen versichern, in denen das Risiko besteht, durch einen Schaden die Lebensgrundlage zu verlieren. Wenn etwa das Einkommen wegfällt oder der Schaden so hoch ist, dass man ihn nicht aus Ersparnissen begleichen kann.

Priorität sollte die Privathaftpflichtversicherung haben. Das ist eine der wichtigsten Absicherungen neben einer Krankenversicherung, die wirklich jeder haben sollte. Denn jeder Mensch ist gesetzlich dazu verpflichtet, Schäden zu ersetzen, die er anderen zufügt. Er haftet dafür in unbegrenzter Höhe. Hier geht es nicht um den Ersatz der oft genannten zerbrochenen Vase oder Bagatellen. Werden Menschen verletzt, kann das sehr teuer werden. 

Wie hoch ist die Versicherungssumme?

Wir empfehlen Verträge mit mindestens 10 Millionen Euro Versicherungssumme für Personen- und Sachschäden. Kinder sind bei den Eltern in der Familien-Haftpflichtversicherung mitversichert. Nach der ersten Ausbildung brauchen sie aber in der Regel einen eigenen Vertrag. 

Dann ist der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ratsam. Sie soll einen absichern, wenn etwa durch eine Krankheit das Einkommen wegfällt. Oft reicht die gesetzliche Erwerbsminderungsrente dann nicht, um den Lebensstandard zu halten. Die Krux: Eine schlechte Gesundheit, ein gefährlicher Beruf oder das fortgeschrittene Alter können den Vertrag verteuern oder den Abschluss sogar verhindern.

Die BU ist sehr wichtig, sollte aber nicht ohne intensive Beratung abgeschlossen werden. Denn es gibt Fallstricke bei den Verträgen. Wer keine BU bekommt, kann über Alternativen wie Unfall- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung abgesichert werden.

Versicherungen an den Bedarf anpassen - von der Reise bis zum Eigenheim

Für Reisen ins Ausland ist eine Auslandsreisekrankenversicherung ein Muss. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt in der EU nur teilweise Behandlungskosten - in anderen Ländern wie USA zahlt sie in der Regel gar nichts. Die Police kommt hingegen für Kosten auf, die für einen Rücktransport nach Deutschland anfallen.

Wer ein Kind erwartet oder eine Immobilie kaufen will, sollte über eine Risikolebensversicherung nachdenken. Sie zahlt eine vereinbarte Summe, wenn etwa ein Elternteil stirbt. Der Betrag sollte so hoch sein, dass er den Wegfall eines Einkommens kompensieren kann. Wie hoch die Summe bei einem Immobilienkauf ausfallen sollte, hängt von der Höhe des Kredits ab. 

Eigentümer von Immobilien sollten eine Wohngebäudeversicherung abschließen. Sie greift bei Schäden etwa durch Brand oder Sturm. Es ist ratsam, in den Vertrag eine Elementarschadenversicherung aufzunehmen. Sie erstattet etwa Kosten für Schäden, die durch Hochwasser, Starkregen oder Lawinen entstehen.

Die Hausratversicherung lohnt sich auf jeden Fall bei teuren Anschaffungen oder für Menschen mit wenig Ersparnissen. 

Krankentagegeld für Selbstständige und Privatversicherte

Selbstständige und Privatversicherte sollten auf jeden Fall ein Krankentagegeld abschließen. Denn sie bekommen - anders als Arbeitnehmer - kein Krankengeld. Auch gesetzlich versicherte Gutverdiener sollten überlegen, ob das Krankengeld ihrer Krankenkasse ausreicht, um die Ausgaben zu decken. Ist das nicht der Fall, können sie mit einer Krankentagegeldversicherung aufstocken.

Eine Krankenhauszusatzversicherung ist kein Muss. Wer jedoch etwa auf eine Behandlung durch Spezialisten Wert legt, die die gesetzliche Krankenkasse nicht bezahlt, kann einen Abschluss prüfen.

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