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Was bringt eine Kinderunfallversicherung?
23.01.2019 / dpa

Berlin (dpa/tmn) - Nach einem schweren Unfall oder einer Krankheit kann sich das Leben einer Familie schlagartig ändern. Bleiben beim Kind langfristige, körperliche Folgen, können diese auch das Familienbudget erheblich belasten.

Um Kinder vor den Folgen eines Unfalls abzusichern, können Eltern eine Kinderunfallversicherung abschließen. Wie sinnvoll ist das, und welche Alternativen gibt es?

Wann zahlt die Kinderunfallversicherung?

Eine Kinderunfallversicherung bietet Schutz, sofern ein Unfall eine Invalidität verursacht. Unter Invalidität verstehen Versicherungen einen bleibenden körperlichen Schaden, für den dauerhaft, also mehr als drei Jahre, keine Besserung zu erwarten ist. Als versicherter Unfall gilt ein plötzlich von außen auf den Körper einwirkendes Ereignis. Das kann ein Autounfall sein oder eine Stichflamme auf dem Herd.

Neben dem Unfallrisiko entstehen Schwerbehinderungen überwiegend durch Krankheiten.

Welche Alternative gibt es?

Empfehlenswert ist der Abschluss einer Kinderinvaliditätsversicherung. Diese bietet umfassenderen Schutz und zahlt auch bei Invalidität durch Krankheit. Diese Police springt ein, sobald ein Arzt dem Kind einen Behinderungsgrad von mindestens 50 Prozent bescheinigt. Dann zahlt sie in der Regel eine lebenslange Rente. Mindestens 1000 Euro Rente pro Monat sollten es sein.

Einige Anbieter leisten zusätzlich eine Einmalzahlung. Damit können Eltern etwa nötige Umbauten oder die Anschaffung eines behindertengerechten Autos finanzieren.

Möglich ist der Abschluss meist nach dem ersten Lebensjahr, bei einigen Anbietern auch schon früher. Eltern müssen vorher einen umfassenden Fragebogen zur Krankheitsgeschichte der Kinder ausfüllen. Gibt es schon Krankheiten, kann die Versicherung diese vom Versicherungsschutz ausschließen - ein Angebotsvergleich lohnt sich.

Wie hoch sind die Kosten?

Gute Verträge können mitunter mehr als 400 Euro im Jahr kosten. Für viele Familien ist das eine hohe Summe. Eine günstigere Alternative kann dann doch die Kinderunfallversicherung sein - gute Policen gibt es ab etwa 50 Euro im Jahr. Sie eignet sich auch für Kinder, die wegen einer Vorerkrankung keine Invaliditäts-Police bekommen oder als Zusatzschutz. Die Unfallversicherung leistet auch bei geringen Invaliditätsgraden.

Doch in vielen Verträgen ist die Versicherungssumme zu niedrig. Empfehlenswert sind Tarife, die bei Vollinvalidität mindestens 500.000 Euro auszahlen und bei 50 Prozent Invalidität 100.000 Euro leisten.

Wie viel die Unfallversicherung im speziellen Fall tatsächlich leistet, hängt unter anderem von der Grundversicherungssumme und der sogenannten Gliedertaxe ab. Die Gliedertaxe gibt an, welchem Grad an Invalidität der Verlust eines Körperteils entspricht. Ein fehlender Daumen kann bei einigen Tarifen eine Invalidität von 20 Prozent bedeuten. Die Versicherung zahlt also 20 Prozent der Grundsumme aus.

Was bewirkt die Progression?

Damit schwerere Fälle aber höher versichert sind, gibt es zusätzlich die Progression. Je höher der Invaliditätsgrad, desto stärker kann die Auszahlung ausfallen. Sie steigt anfangs nur leicht, bei stärkeren Beeinträchtigungen aber deutlicher an. Beträgt die Progression 225 Prozent, bekommt das Kind bei Vollinvalidität das 2,25-fache der Grundsumme. Ratsam ist eine Grundsumme von 200.000 Euro mit einer Progression von mindestens 225 Prozent. Ein voll invalides Kind bekäme dann 450.000 Euro ausgezahlt.

Ein guter Tarif sollte Infektionskrankheiten, Insektenstiche und Tierbisse sowie Verletzungen beim Toben oder Heben abdecken. Auf Verträge mit einer Dynamik sollten Eltern verzichten. Dabei erhöht sich jedes Jahr die Versicherungssumme. Stattdessen sollten sie besser gleich zu Anfang eine ausreichende Grundsumme vereinbaren.

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