Beitragserhöhung in der Privaten Krankenversicherung
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Private Krankenversicherung: Was Sie gegen steigende Beiträge tun können
31.10.2018 / impuls

Ab Januar 2019 wird es bei den Privaten Krankenversicherungen in einigen Tarifen Beitragsanpassungen geben. Soweit die Daten schon vorliegen, betrifft es sowohl Kunden, die eine PKV haben, als auch Neukunden. Je nach Tarif und Alter können die Erhöhungen ganz unterschiedlich ausfallen. Wir erwarten eine durchschnittliche Anpassung von 10 bis 15 Prozent. 

Gründe für die Beitragserhöhungen 

Steigende Lebenserwartung und medizinische Inflation
Nach wie vor treibt die steigende statistische Lebenserwartung die Tarifanpassungen nach oben. Auf die Beitragshöhe wirkt sich außerdem der medizinische Fortschritt aus. Fachleute nennen das die medizinische Inflation, die aktuell bei 4,5 % liegt. Privatversicherte profitieren dafür als erste von diesen Fortschritten: In vielen Tarifen der PKV sind neueste Diagnoseverfahren und Behandlungsmethoden im Leistungskatalog enthalten.

Weiterhin niedriges Zinsniveau
Nach wie vor können die Gesellschaften auf dem Kapitalmarkt kaum Zinserträge mit den Altersrückstellungen erwirtschaften. Dieser Zinsausfall wird durch erhöhte Beiträge aufgefangen. Nur so lässt sich die notwendige Summe der notwendigen Altersrückstellungen aufrechterhalten. Wie stark der einzelne Privatversicherte vom Zinseffekt betroffen ist, ist pauschal nicht zu beantworten.

Gründe für die steigenden Beiträge in der Privaten Krankenversicherung 

Möglichkeiten bei einer Beitragsanpassung

1. Tarifwechsel durch Umstufungsrecht
Durch die Vereinbarung eines höheren Selbstbehalts oder der Reduzierung von Versicherungsleistungen besteht mit Hilfe des Umstufungsrechtes die Möglichkeit, in einen günstigeren Tarif beim selben Versicherer zu wechseln. Damit gehen oftmals Leistungskürzungen einher. Die Altersrückstellungen bleiben in diesem Fall voll erhalten.

2. Beitragsentlastung im Alter
Durch die Hinzunahme eines Beitragsentlastungstarifs, sogenannte Beitragsentlastungsprogramme, erhält der Versicherte eine garantierte Beitragssenkung im Rentenalter. Der Beitragsentlastungstarif wird vom Arbeitgeber bezuschusst und ist steuerlich ansetzbar.

3. Wechsel in einen Standard- oder Basistarif
Um den privat Versicherten bei einer Beitragserhöhung zu helfen, räumt der Gesetzgeber das Recht ein, in einen Standard- oder Basistarif seines Versicherers zu wechseln. Die Leistungen dieser Tarife orientieren sich am Katalog der gesetzlichen Kassen. Auch hier können die Altersrückstellungen mitgenommen werden.

4. Wechsel zu einem anderen Versicherer
Als letzte Möglichkeit bietet sich der Wechsel der privaten Krankenversicherung an. Zu beachten ist jedoch, dass in diesem Fall beim neuen Versicherer eine erneute Gesundheitsprüfung stattfindet, die dazu führen kann, dass man den gewünschten Versicherungsschutz nicht erhält. Ob die Altersrückstellungen bei einem Wechsel mitgenommen werden oder nicht, muss individuell von einem Experten beurteilt werden.
 
Möglichkeiten bei einer Beitragsanpassung in der Privaten Krankenversicherung

impuls Expertenempfehlung

Wenn Sie von einer Beitragsanpassung betroffen sind, helfen wir Ihnen gerne weiter. Wir als Experten in der Privaten Krankenversicherung besprechen dann persönlich mit Ihnen, welche Möglichkeiten für Sie sinnvoll sind, damit Sie auch in Zukunft den optimalen PKV-Schutz haben. 

Die impuls PKV-Experten beraten Sie bei einer Beitragsanpassung
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