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Was sich 2017 ändert: Steuer, Rente, Arbeit und Co.
23.01.2017 / impuls
Geringfügige Steuerentlastungen, mehr Kinder- und Pflegegeld, höherer Mindestlohn und neue Abgabefrist für die Steuererklärung: im neuen Jahr kommen wieder einige Änderungen auf die Verbraucher zu.

Arbeitnehmer zahlen weniger Steuern

Der Grundfreibetrag  -  der Betrag, bis zu dem Einkünfte jeglicher Art steuerfrei bleiben – steigt vom 1. Januar an auf 8820 Euro für Ledige und 17640 Euro für Verheiratete. Bei einem Ehepaar ohne Kinder (zu versteuerndes Jahreseinkommen: 72000 Euro) sinkt dadurch z.B. die Einkommenssteuer um 157 Euro.

Neue Abgabefrist für die Steuererklärung

Steuererklärungen für das Jahr 2016 müssen nicht mehr bis Ende Mai, sondern erst bis 31. Juli abgegeben werden. Wichtig: Die Steuererklärung für 2015 musste bis zum 31. Mai 2016 eingereicht werden, falls keine Fristverlängerung beantragt wurde. Eine Erleichterung winkt auch in Sachen Belege: Künftig muss man diese nur noch auf Aufforderung an das Finanzamt schicken.

Mehr Abzüge für Besserverdiener

Beitragsbemessungsgrenze (BMG) des Brutto-Arbeitslohns für die Renten- und  Arbeitslosenversicherung steigt im Westen von 6200 auf 6350 Euro, im Osten von 5400 auf 5 700 Euro. In der Kranken- und Pflegeversicherung steigt die BMG in Ost und West auf monatlich 4350 Euro. Damit müssen sich Gutverdiener auf höhere Abzüge einstellen.

Höhere Verdienstgrenze für die private Krankenversicherung

Die Verdienstgrenze, ab der sich Arbeitnehmer privat krankenversichern können, steigt 2017 auf 57600 Euro brutto jährlich.

Mehr Kindergeld

Das Kindergeld steigt um zwei Euro pro Monat. Somit gibt es für die ersten beiden Kinder jeweils 192 Euro, für das dritte 198 Euro und für jedes weiter Kind jeweils 223 Euro.

Die Renten steigen weiter

2017 soll die Rente um rund zwei Prozent angehoben werden. 2016 war sie um 4,25 Prozent (West) bzw. 5,95 Prozent (Ost) gestiegen.

Dank neuer Flexi-Rente können viele Frührentner mehr dazuverdienen

Wer zwischen 63 und 67 Jahren weniger arbeitet und dazu eine Teilrente bezieht, muss sich nicht mehr über die starren Hinzuverdienstgrenzen ärgern. Mit der Einführung der neuen Flexi-Rente (Juli 2017) bleiben 6300 Euro anrechnungsfrei. Darüber hinausgehende Verdienste wer­ den zu 40 Prozent auf die Teilrente angerechnet. 

Kein Zwangsruhestand mehr für Hartz-IV-Empfänger mit wenig Rente

Künftig darf das Jobcenter Hartz-IV-Empfänger nicht mehr vorzeitig mit 63 in Rente schicken (mit Einbußen von bis zu 12 Prozent), wenn die Höhe dieser Rente zur Bedürftigkeit im Alter (derzeit 404 Euro) führen würde.

Absicherung für Pflegende

Ab 2017 zahlt die Pflegeversicherung Rentenbeiträge für Personen, die Menschen der Pflegegrade 2 bis 5 pflegen und höchstens 30 Stunden pro Woche erwerbstätig sind. Sie zahlt für die Dauer der Pflegetätigkeit auch Arbeitslo­senversicherungsbeiträge, wenn Pflegende für die Pflege ihren Beruf aufgeben 

Mehr Pflegegeld

Fünf Pflegegrade ersetzen die bisherigen  drei Pflegestufen. Viele Pflegebedürftige bekommen da­ durch ab Januar 2017 mehr Pflegegeld und Pflegeleistungen. Bis zu 609 Euro mehr zahlt die Pflegekasse zum Beispiel einem an Demenz leidenden Patienten in Pflegestufe 1.

Die Pflegeversicherung wird teurer

Am 1. Januar erhöht sich der Beitragssatz der Pflegeversicherung um 0,2 Prozent. Bei 3000 Euro brutto macht das für Arbeitnehmer drei Euro im Monat aus.

Höherer Mindestlohn

Am 1. Januar wird der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 auf 8,84 Euro erhöht.

Mehr Geld für Hartz-IV-Empfänger

Der Hartz-lV-Satz für Erwachsene steigt von  404 auf 409 Euro, für  Kinder  (6 bis 13 Jahre) von 270 auf 291 Euro, für Paare von 364 auf 368 Euro pro Person, für Jugendliche (14 bis 18 Jahre) von 306 auf 311 Euro.

Mehr Unterhalt

Ab Januar 2017 zahlen getrennt lebende Väter oder Mütter für ihre Kinder mehr Mindestunterhalt. Er steigt für Kinder bis zum fünften Lebensjahr um 7 Euro auf 342 Euro, für Sechs- bis Elfjährige um 9 Euro auf 393 Euro und für Zwölf- bis Siebzehnjährige um 10 Euro auf 460 Euro monatlich. Der Betrag für ein volljähriges Kind steigt um 11 Euro auf 527 Euro.

Mehr Unterhaltsvorschuss

Zahlt ein unterhaltspflichtiges Elternteil nicht, springt der Staat mit dem Unterhaltsvorschuss in die Bresche. Ab 2017 gibt es diesen jetzt unbegrenzt und bis zur  Volljährigkeit des Kindes.

Strom wird für viele teurer

279 Stromgrundversorger haben bereits Preiserhöhungen angekündigt.  Im Schnitt betragen die Erhöhungen 3,5% und betreffen 10 Millionen Haushalte.

Telekom schafft klassisches Telefon-Festnetz ab

Bis Ende 2017 willl die Telekom alle Anschlüsse - Analog und ISDN - auf Internet-Telefonie umstellen. Wer das nicht möchte, dem kann gekündigt werden.

Keine Roaming – Gebühren mehr

Urlauber und Geschäftsreisende müssen ab Mitte 2017 keine Extragebühren für die Handynutzung im EU-Ausland mehr zahlen. Die Roaming-Gebühren fallen ab 15. Juni weg.

Gratis-WLAN im ICE

Kostenloses WLAN in allen ICE­ Zügen ab dem 1. Januar 2017!

Privat-Fernsehen per Antenne wird zum Bezahl-Fernsehen

Wer RTL, ProSieben, Sat.1 und Co. per digitalem Antennenfernsehen (DVB-T2 HD) sehen möchte, muss ab April 5,75 Euro pro Monat zahlen.

Bundesliga nun auch am Montag

Mit dem Start der Saison 2017/18 gilt der neue TV-Vertrag der Fußball-Bundesliga. Künftig gibt es auch montags Erstligaspiele, und Europasport hat jetzt die Übertragungsrechte für das Freitagsspiel.

Ein Feiertag mehr

Wegen des Reformationsjubiläums ist Dienstag, der 31. Oktober 2017, bundesweit einmalig ein gesetzlicher Feiertag.

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