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Unwetter - Die richtige Versicherung kann Ihre Existenz retten
10.06.2016 / dpa

Nach ersten Schätzungen sind durch die letzten beiden Unwettertiefs "Elvira" und "Friederike" Schäden bis zu 1 Mrd. Euro entstanden. Mehrere Orte waren teils meterhoch überschwemmt. Auch andernorts in Deutschland drohen weiterhin Überflutungen durch Starkregen oder immense Schäden durch Gewitter und immer öfter Tornados. 

Die meisten Schäden werden auf die Gebäude-, Hausrat- und KFZ-Versicherung sowie die Betriebsunterbrechungsversicherung zukommen. Oft stehen Betroffene vor dem Ruin, weil Sie falsch oder unterversichert sind. Das muss nicht sein. Lesen Sie hier, wie Sie sich richtig absichern, denn oft steckt der Teufel im Detail. So auch bei den Versicherungen für Unwetterschäden:

Wohngebäudeversicherung und Elementarschadenversicherung

Für Hausbesitzer und Wohneigentümer ist die Wohngebäudeversicherung unverzichtbar. Sie bezahlt die Kosten für Schäden, die durch die versicherten Gefahren wie Feuer, Sturm, Leitungswasser usw. entstanden sind, den Abbruch des Gebäudes, die Aufräumarbeiten und die Sicherung des Grundstücks.

Die versicherten Gefahren im Überblick:

  • Feuer Nach einem Brand zahlt die Versicherung. Außerdem gibt es Schadenersatz für Kosten durch Löschwasser und Ruß
  • Blitzschlag, Explosion oder Implosion Diese Ereignisse können einen Totalschaden bedeuten.
  • Sturm (ab Windstärke 8) und Hagel Bei Sturmschäden z.B. am Dach ist Windstärke 8 entscheidend. Dann gibt es ein neues Dach oder die Reparatur des alten wird finanziert. Bei Hagelschäden zahlt die Versicherung unabhängig von der Windstärke
  • Leitungswasser Platzen Wasserrohre, erhält man Schadenersatz. Versichert sind Schäden durch wasserführende Leitungen und die dazugehörigen Anlagen: Wasserversorgung und -entsorgung, Heizkörper und -rohre, Wasch- und Spülmaschinen, Klima und Wärmepumpen. Auch Aquarien oder Wasserbetten können inklusive sein.

Beachten: Elementarschadenversicherung als optionaler Baustein:

Für Überschwemmungen durch nahe Gewässer, Rückstau in der Kanalisation, Erdbeben oder Schnee und Lawinenschäden ist eine Elementarschadenversicherung nötig. Die Elementarschadenversicherung wird als optionaler Baustein zur Hausrat- und Wohngebäudeversicherung angeboten. Checken Sie hier genau Ihren Versicherungsumfang und werfen Sie einen Blick in ihre Police. Unsere Versicherungsexperten helfen Ihnen gerne weiter.

Was die Hausratversicherung bei Unwettern bezahlt

Alles, was sich im Haus befindet, ist über die Hausratversicherung abgedeckt. Versichert ist das gesamte bewegliche Eigentum, das in der Wohnung und den dazugehörigen Nebenräumen untergebracht ist, z.B.:

• Möbel
• Bücher
• Kleidung
• Kinderspielzeug
• Teppiche und Lampen
• Geschirr
• Computer und andere Elektrogeräte
• Kühlschrank.

Auch Gegenstände in Keller oder Garage sind mitversichert, wie z.B. Rasenmäher oder Werkzeug.

Aber: Wenn ein Wasserschaden entstanden ist, weil man vergessen hat, ein Fenster zu schließen, ist man selbst für die Regulierung des Schadens zuständig. Auch beim Hausrat ist zu beachten, dass Überschwemmungen und Rückstau nur dann versichert sind, wenn die Absicherung von Elementarschäden zusätzlich vereinbart ist.

Schäden am Auto

Sturm- und Hagelschäden am Auto oder Motorrad zahlt die Teilkaskoversicherung – vorausgesetzt es war Windstärke 8. In der Vollkaskoversicherung allerdings sind auch Schäden unter Windstärke 8 mitversichert.

Der Versicherer ersetzt bei Teil- wie Vollkasko Schäden am Fahrzeug durch herumfliegende Gegenstände wie Ziegel oder Äste. Wer wegen des Sturms einen Unfall verursacht, braucht eine Kfz-Vollkasko, um den Schaden ersetzt zu bekommen.

Wir empfehlen, die Schäden mit einer Kamera zu dokumentieren und innerhalb einer Woche der Versicherung zu melden.

Was im Schadenfall zu tun ist:

Hat das Unwetter Schäden am Haus angerichtet, muss schnellstmöglich die Versicherung informiert werden. Eine genaue Frist dafür gibt es laut dem Bund der Versicherten nicht.

Als erste Maßnahme kann es ausreichen, eine E-Mail mit einer Schadensbeschreibung zu schicken oder anzurufen. Wer von einem Vermittler betreut wird, sollte auch diesen unverzüglich informieren. Die Versicherung muss die Möglichkeit haben, den Schaden zu begutachten.

Zur Dokumentierung sollten Betroffene Fotos machen. Daneben ist eine genaue Aufstellung der beschädigten Gegenstände sinnvoll. In der Regel wird die Versicherung einen Gutachter schicken, der sich den Schaden ansieht. Wichtig zu beachten: Beschädigte Gegenstände nie ohne ausdrückliche Zustimmung des Versicherers entsorgen.

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