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  • Gesundheit
Ministerium warnt vor Zecken: Impfung empfohlen
10.06.2016 / dpa

Dresden (dpa) - Frühsommer ist Zeckenzeit: Gefahren bestehen nicht nur für Kinder, warnt das Gesundheitsministerium in Dresden. Es appelliert, nach Aufenthalten im Freien und in zeckenfreundlicher Umgebung den Körper sorgfältig abzusuchen. Zecken sind auf dem Vormarsch und mit ihnen die Gefahr schwerer Infektionen.

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird von Zecken übertragen. FSME, die bei mildem Verlauf grippeähnlich ist, kann auch Hirnhaut, Gehirn oder Rückenmark angreifen, Lähmungen verursachen oder zum Tod führen. 

Übertragbare Krankheiten drohen auch in privaten Gärten

Ideale Biotope für Zecken, die bei Temperaturen über sieben Grad und einer Luftfeuchtigkeit von über 80 Prozent aktiv werden, gibt es auch in ihrer Nähe. Die Tiere lauern nicht nur auf bodennahen Pflanzen wie hohem Gras, Farnen, Kräutern und Strauchwerk im Park oder im Wald, sondern auch in privaten Gärten.

Impfung in Risikogebieten wird empfohlen

Während der FSME-Virus sehr schnell übertragen wird, sitzen bakterielle Erreger wie Borrelien im Darm der Zecke und werden erst nach mehrstündigem Saugen weitergegeben. Eine Impfung gegen FSME ist möglich und wird für Menschen empfohlen, die in einem Risikogebiet wohnen, Urlaub machen oder in der Land- und Forstwirtschaft arbeiten. Sie bietet aber keinen Schutz gegen weitere, von Zecken übertragene Krankheitserreger.

Bei Krankheitssymptomen Arzt aufsuchen

Das Risiko eines Zeckenbefalls lässt sich mit viel Haut bedeckender Kleidung und festem Schuhwerk verringern. Beim abendlichen Duschen können die Insekten meist schon entfernt werden, ehe sie sich festgesetzt haben. Wenn sich Zecken bereits festgesetzt haben, sollten sie zügig herausgezogen werden. Bei Symptomen einer Krankheit sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

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