Policen für Unverheiratetete
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Versicherungen für Unverheiratete: gemeinsame Policen
11.05.2016 / dpa

Hamburg (dpa/tmn) - Nur als Pärchen oder zu dritt, viert oder fünft mit Kindern und Stiefkindern: Familienmodelle gibt es viele. Alle haben eines gemeinsam: Paare können nach dem Einzug in die gemeinsamen Wohnung bei ihren Versicherungen sparen.

Denn oft spielt es keine Rolle, ob man geheiratet hat oder die Lebenspartnerschaft eingetragen wurde. Manche Policen lassen sich zusammenlegen, wenn man nur zusammenwohnt.

Grundsätzlich unterscheiden Versicherer zwischen Single- und Familien-Policen. Single-Policen sind günstiger, versichern aber eben nur eine Person. Bei einer Familien-Police dagegen kann man Kinder und Lebenspartner mitversichern.

Hausratversicherungen zusammenlegen

Wenn aus zwei Hausräten einer wird, scheint es nur naheliegend, aus zwei Hausratversicherungen eine zu machen. Dafür kündigt man eine der beiden Policen. Wichtig: Sobald die gekündigte Police endet, muss bei der weiter laufenden Hausrat-Police die Versicherungssumme angepasst werden, damit man nicht unterversichert ist.

Beim Zusammenlegen der Hausratversicherung sollte nur einer der Partner Versicherungsnehmer sein. Dass sich beide in die Police eintragen lassen, ist nicht zwingend sinnvoll. Denn nur der Versicherungsnehmer hat besondere Obliegenheiten und riskiert bei grob fahrlässigem Verhalten die Kürzung der Regulierungssumme.

Haftpflichtversicherungen zusammenlegen

Um sich die Haftpflichtversicherung zu teilen, muss sich einer der Partner beim anderen in die entsprechende Familien-Police eintragen lassen. In der Regel lässt sich die «jüngere» Haftpflicht-Police ohne Probleme vorzeitig kündigen.

Um Versicherungen zusammenzulegen, genügt es in der Regel, der Versicherung den gemeinsamen Wohnsitz mitzuteilen. So kann man seinen Partner im Versicherungsschein nachtragen lassen, wenn man schon über eine Familien-Police verfügt.

Unfallversicherungen zusammenlegen nicht sinnvoll

Kritisch ist das Zusammenlegen von Unfallversicherungen. Diese sollte man einzeln abschließen. Die Angebote auf den Markt für Einzelpersonen sind meist besser, auch weil sie viel flexibler auf die Lebensumstände anpassbar sind.

Risikolebensversicherung für Paare

Auch bei der Risikolebensversicherung sollte man genau abwägen, welche Policen-Form gewählt wird. Grundsätzlich macht ein Abschluss Sinn, wenn der Verlust des Partners existenzbedrohende finanzielle Risiken birgt. Manchmal wird sie günstiger, wenn man zwei verbundene Leben absichert. Dann zahlt die Versicherung jedoch nur einmal die Versicherungssumme aus - auch wenn beide Partner zur gleichen Zeit sterben, etwa bei einem Verkehrsunfall.

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