Pollen
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Die Pollensaison 2016 kommt mit voller Wucht
11.04.2016 / impuls

Mit der Haselnuss geht alles los, die Birke macht es noch viel schlimmer, die Gräser und die Brennnessel setzen zum Schluss noch einen drauf: Die Pollenflugsaison hat begonnen!

Laut dem Ärzteverband Deutscher Allergologen leiden zwischen 16 und 18 Millionen Menschen in Deutschland unter einer Pollenallergie, meist als Heuschnupfen bezeichnet. Ausgelöst wird der Heuschnupfen durch den in der Luft befindlichen Blütenstaub von Bäumen, Sträuchern, Gräsern und anderen Pflanzen. Kommen die Pollen mit den Schleimhäuten in Kontakt, so aktiviert sich bei Allergikern das Immunsystem, das fälschlicherweise davon ausgeht, dass es sich bei den Pollen um einen Krankheitserreger handelt. Sogenannte Antigene werden ausgebildet und bei jedem weiteren Kontakt mit den spezifischen Pollen vom Körper produziert. Symptome wie Fließschnupfen oder eine verstopfte Nase, Augentränen und Augenjucken, Husten und in schweren Fällen Atemnot plagen dann die Patienten.1 Diese Beschwerden gehen zusätzlich noch mit einem allgemeinen Krankheitsgefühl, mit Müdigkeit und Abgeschlagenheit einher.2

Der Pollenflug ist immer abhängig von Temperatur, Witterung und Wind. Die Belastung fängt für Allergiker bei milden Temperaturen oft schon im Januar an und zieht sich bis in den September. Für das Jahr 2016 sagt die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst eine erhöhte Belastung für Allergiker voraus: Die hoch allergenen Birkenpollen werden in diesem Jahr stärker auftreten. Zudem ließ der milde Winter die Pollenflugsaison bereits im Dezember 2015 beginnen, so dass Allergikern im letzten Winter keine Erholungsphase vergönnt war.

Weltweit nimmt die Anzahl der an Allergien erkrankten Menschen kontinuierlich zu. Wer das erste Mal heuschnupfenartige Symptome bei sich feststellt, sollte unbedingt zum Arzt gehen, auch wenn die Symptome noch schwach ausgeprägt sind. Ein unbehandelter Heuschnupfen kann im schlimmsten Fall zu allergischem Asthma führen und nur der Facharzt kann die Allergie auslösenden Pollen ermitteln und eine geeignete Therapie empfehlen.

Genau zu wissen, gegen welche Pollen man allergisch ist, bietet noch einen zweiten Vorteil: Wenn es das Budget und der Terminkalender zulassen, kann in der Hauptblütezeit der entsprechenden Pflanzen Urlaub in eine pollenfreie Region geplant werden. Vor allem der Aufenthalt in meernahen Küstenlandschaften, auf Inseln oder im Gebirge verschaffen vielen Patienten Erleichterung und lässt sie wieder befreiter durchatmen.

1 Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst, Pollenallergie – Entstehung und Behandlung (http://www.pollenstiftung.de/pollenallergie/ursache-und-beschwerden/) Abruf vom 07.04.2016.

2 Robert Koch Institut, Faktenblatt zu KiGGS Welle1 (http://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsF/
KiGGS_W1/kiggs1_fakten_heuschnupfen.pdf;jsessionid=108F50EB8EC141A26C7E71D4EADB40B6.2
_cid372?__blob=publicationFile
) Abruf 07.04.2016, S. 1.

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