urn-newsml-dpa-com-20090101-150128-99-00925_medium_4_3
  • Geld und Recht
Koalition stellt Weichen für Familien-Entlastung
28.01.2015 / dpa

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung stellt die Weichen für eine steuerliche Entlastung von Arbeitnehmern und Familien. Das Kabinett will heute in Berlin den sogenannten Existenzminimumbericht beschließen.

Dieser gibt vor, in welchem Umfang der steuerliche Grundfreibetrag sowie der Kinderfreibetrag angehoben werden müssten. In der Regel steigt auch das Kindergeld. Über die konkrete Höhe soll bis Ende März entschieden werden.

Nach dem Regierungsbericht müsste der Grundfreibetrag für Alleinstehende in zwei Stufen bis 2016 um insgesamt 298 Euro auf 8652 Euro im Jahr angehoben werden. Damit hätten Arbeitnehmer etwas mehr Geld, da der Fiskus erst bei Einkommen über dem Grundfreibetrag Steuern abzieht. Der Kinderfreibetrag müsste bis 2016 um 240 auf 4608 Euro steigen.

Durch höhere Freibeträge wird auch das Problem der kalten Progression gemindert, die ebenfalls Gegenstand der Kabinettsberatungen ist. Die kalte Progression - häufig als heimliche Steuererhöhungen bezeichnet - entsteht, wenn ein Lohnplus durch die Kombination aus steigendem Steuertarif und Inflationsrate letztlich aufgezehrt wird und die Kaufkraft nicht steigt. Wegen der niedrigen Teuerungsrate wirkt die kalte Progression aktuell kaum.

Unser Service
08000 39 8000
Mo. -Fr. 08:00 Uhr bis 20.00 Uhr
Online-Beratung
icon-Footer-online-beratung
Unsere Partner