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Zahnzusatzversicherung – worauf achten?

zahnzusatz

Kaum einer mag ihn – den Gang zum Zahnarzt. Unverzichtbar ist er dennoch und glücklicherweise ist es am Ende meist gar nicht so schlimm wie erwartet. Doch was, wenn einmal mehr ansteht als die gewöhnliche Routine-Kontrolle oder das Entfernen von Zahnstein?

Zahnersatz und Zahnbehandlung sind teuer, insbesondere, wenn die Wahl auf schonendere Methoden oder ästhetischere Lösungen fällt. Da die Zahnärzte zudem selbst entscheiden können, welchen Steigerungssatz sie für ihre Leistungen benutzen, kommen auf den Patienten nicht selten schnell horrende Summen zu. Wenn dann klar wird, dass die gesetzlichen Krankenkassen im Leistungsfall unabhängig von der Höhe der Zahnarztrechnung nur einen Festzuschuss zahlen, der bei weitem nicht alle Kosten abdeckt, wünschte sich so mancher wohl eine längere Wirkung der Narkose…

Unterstützung gibt es in Form einer privaten Zahnzusatzversicherung: diese drückt die Kosten von Zahnbehandlung und Zahnersatz. Hierbei gibt es jedoch häufig Stolperfallen und Einschränkungen. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie bei der Wahl der Zahnzusatzversicherung achten sollten, damit Sie in Sachen Zähne künftig einen Zahn zulegen können!

Zahnzusatzversicherung – Stolpersteine erkennen und vermeiden

Mit einer privaten Zusatzversicherung können gesetzlich Versicherte die Versorgungslücke zu einem großen Teil schließen. Ein Beispiel: Nehmen wir an, eine Krone für einen Backenzahn kostet 540 Euro. Die Kasse übernimmt davon höchstens 175 Euro. Private Zusatzpolicen zahlen für die Krone bis zu 365 Euro.

Wie die Versicherer beim Gewähren ihrer Leistungen vorgehen, ist unterschiedlich: einige ergänzen den Kassenanteil um einen bestimmten Betrag, andere übernehmen einen festgelegten Prozentsatz der Gesamtrechnung und ziehen davon den Kassenanteil ab.

Grundsätzlich gilt: schauen Sie genau hin, was die private Zahnzusatzversicherung leistet. Manche Produkte machen auf den ersten Blick einen guten Eindruck, entpuppen sich dann im konkreten Leistungsfall aber als Mogelpackung. Damit Sie dagegen gefeit sind, möchten wir Ihnen ein paar wichtige Tipps an die Hand geben:

10 Tipps zur Zahnzusatzversicherung

Tipp 1: Prüfen Sie Ihren Bedarf!

Auch an den Kosten der Standardversorgung für Kassenpatienten (= günstige Regelversorgung, die für jeden Befund festgelegt ist) müssen Sie sich zu einem gewissen Teil selbst beteiligen. Wenn Sie nur diesen Anteil versichern möchten und keinen Wert auf teuren Zahnersatz legen, können Sie auf einen Tarif mit geringeren Leistungen zurückgreifen. Bereits für wenige Euro im Monat decken Sie so die Kosten der Regelversorgung. Sind Ihnen höherwertigere Leistungen wichtig, müssen Sie etwas tiefer in die Tasche greifen. Doch gibt es hier durchaus Angebote mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Tipp 2: Klären Sie Begriffsdefinitionen

Begriffe wie „Zahnersatz“ oder „Zahnbehandlung“ unterliegen keiner verbindlichen Definition. Die Definitionen können von Versicherer zu Versicherer variieren. Versicherte sollten daher stets die Frage klären, für welchen Zahnersatz ihr Anbieter zahlt. Für die Zahnbehandlung gilt: Sind Wurzel- und Parodontose-Behandlungen im Versicherungsschutz inbegriffen oder nicht? Wird die professionelle Zahnreinigung übernommen?

Tipp 3: Achten Sie genau darauf, was in welcher Höhe bezuschusst wird

Generell gilt: Je mehr Leistungen erstattungsfähig sind, desto besser. Gute Zahnzusatzversicherungen leisten 80% – 95% bei Zahnersatzmaßnahmen (hierunter sollten Kronen, Brücken, Inlays und auch Implantate fallen).

Vorsicht ist geboten, wenn von einer hundertprozentigen Absicherung des Rechnungsbetrages die Rede ist. Diese Art der Absicherung bedeutet nämlich, dass bei einer Behandlung, die von der Regelversorgung abweicht, trotz Zusatzversicherung enorme Kosten auf den Patienten zukommen können. Selbst bei einer Zusatzversicherung, welche die Leistungen verdoppelt, bleibt der Patient auf Kosten sitzen. Sinnvoller ist es, sich für einen Tarif zu entscheiden, der sich nicht an der Regelleistung oder der Leistung der gesetzlichen Krankenkasse orientiert, sondern an den erstattungsfähigen Aufwendungen, also üblicherweise dem Rechnungsbetrag, den der Patient zu zahlen hat.

Tipp 4: Sinnvolle Zusatzleistungen

Es gibt Zahnzusatzversicherungen, die neben Zahnersatz und Zahnbehandlungen noch weitere Leistungen erstatten, z.B. Prophylaxeleistungen oder die Kosten für Parodontosebehandlungen, höherwertigere Wurzelbehandlungen, Kunststofffüllungen, Aufbissschienen oder kieferorthopädische Behandlungen. Leistungen für die professionelle Zahnreinigung sind grundsätzlich sinnvoll. Die Altersgrenze für kieferorthopädische Behandlungen liegt zumeist beim 18. Lebensjahr. Dennoch gibt es Tarife, die dieses Risiko auch bei Erwachsenen abdecken.

Tipp 5: Vorsicht bei Leistungsbeschränkungen und -deckelungen

Einige Versicherer beschränken ihre Leistung in bestimmten Fällen. So werden beispielsweise Verblendungen an den hinteren Zähnen oder kieferorthopädische Maßnahmen bei Erwachsenen oft nur teilweise erstattet. Auch kann es sein, dass Zahnarzthonorare auf den 2- oder 3-fachen Satz beschränkt sind. Setzt der Zahnarzt einen höheren Steigerungssatz für seine Leistungen an, kommt die private Zahnzusatzversicherung für die Mehrkosten nicht auf. Die Leistungen solcher Versicherungen sind in der Praxis daher oft nicht ausreichend.

Hinzu kommt, dass viele Vebild_1_231046270rsicherer den Umfang ihrer Leistungen in den ersten Jahren begrenzen. D.h. der Patient kann in einem bestimmten Zeitraum (in der Regel 3-5 Jahre) nur bis zu einer bestimmten Kostengrenze Leistungen in Anspruch nehmen. Wählen Sie daher einen Tarif mit möglichst hohen Zahnstaffeln aus. So erhalten Sie während der ersten Jahre höhere Erstattungen.

 

 

Tipp 6: Vorsicht Wartezeit!

Bei Zahnzusatzversicherung ist in der Regel eine Wartezeit zu berücksichtigen. Diese beträgt in den meisten Fällen acht Monate.

Tipp 7: Beantworten Sie Fragen zum Gebiss wahrheitsgemäß

Möchten Sie eine Zahnzusatzversicherung abschließen, müssen Sie vorab im Antrag Fragen zum Zustand des Gebisses beantworten. Im Fall von falschen Angaben oder wenn eine Diagnose schon vor Vertragsabschluss feststand, muss der Versicherer nicht zahlen und kann evtl. sogar vom Vertrag zurücktreten. Beantworten Sie daher alle Fragen stets wahrheitsgemäß und fragen Sie bei Unsicherheit bei Ihrem Zahnarzt nach.

Bei bereits bestehenden Schäden oder geplanten bzw. angekündigten Behandlungen leisten die Versicherungen in der Regel grundsätzlich nicht. Versichern Sie sich deshalb möglichst, solange Ihr Gebiss noch einwandfrei ist.

Tipp 8: Altersrückstellungen vermeiden

Einige Tarife beinhalten sogenannte Altersrückstellungen. D.h. der Versicherte zahlt von Beginn an höhere Beiträge, aus der er die höheren Kosten im Alter finanziert. Da die Altersrückstellungen oftmals einen erheblichen Anteil am Beitrag ausmachen, können Sie Geld sparen, wenn Sie Tarife ohne Altersrückstellungen wählen. Die Beiträge steigen dann im laufenden Vertrag stufenweise.

Tipp 9: Vorsorge wird belohnt

Viele Zahnarztkunden gehen einmal im Jahr zur Vorsorge und erhalten dafür von ihrer gesetzlichen Krankenkasse einen Bonus. Ein vergleichbares Belohnungsmodell bieten auch viele private Zahnzusatzversicherer an. Sie erstatten dann höhere Beträge für Leistungen.

Tipp 10: Schließen Sie möglichst früh eine Zahnzusatzversicherung ab

Je früher Sie die Versicherung abschließen, umso günstiger sind die Prämien. Patienten, die sich bereits in jungem Alter für eine Zahnzusatzversicherung entscheiden, profitieren folglich am meisten.

Private Zahnzusatzversicherung – so finden Sie den richtigen Tarif!

Klar ist: Eine Rundumsanierung des eigenen Gebisses gibt es auch mit einer privaten Zahnzusatzversicherung nicht. Dennoch ist eine gut gewählte Zahnzusatzversicherung sinnvoll, um hohe Zahnarztkosten stark zu reduzieren.

Gesetzlich Versicherte bekommen oft über ihre gesetzliche Krankenkasse Zusatzversicherungen mit einem Nachlass angeboten. Versicherte sollten aber grundsätzlich vergleichen und einen Anbieter wählen, der tatsächlich leistungsstarke Leistungen zum fairen Preis anbietet. Für bereits Versicherte kann sich unter Umständen ein Wechsel lohnen. Fragen Sie auch immer bei Ihrem Anbieter nach einem besseren Angebot. Das hat den Vorteil, dass Sie beim Wechsel innerhalb eines Unternehmens Ihre im alten Vertrag erworbenen Rechte mitnehmen können. So stehen Ihnen Leistungen unmittelbar nach dem Tarifwechsel zu. Wartezeiten und Deckelungen gelten dann nur für Leistungen, die neu hinzugekommen sind.

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