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Worauf es bei einer Hundehaftpflicht­versicherung ankommt

hundehaftpflicht

Ein Haftpflichtschutz ist für Hundehalter ein Muss und wird vom Deutschen Tierschutzbund dringend empfohlen. Denn der Halter haftet für jeden Schaden, den sein Hund anrichtet, egal ob ihn selbst ein Verschulden trifft oder nicht.

Die Tierhalterhaftpflichtversicherung schützt den Tierhalter im Rahmen der vereinbarten Deckungssummen vor Schadensersatzansprüchen Dritter. Ähnlich wie bei der privaten Haftpflichtversicherung müssen sich Schäden auf Dritte beziehen, zerkratzte Türen im eigenen Haus sind folglich genauso wenig versichert wie der durch den eigenen Hund erlittene Hundebiss.

Wird eine andere Person beispielsweise vom Hund erschreckt und verletzt sich deshalb, wird ein solcher Folgeschaden normalerweise nicht von der privaten Haftpflichtversicherung übernommen, da sie nur Kleintiere wie Katzen und Vögel mit einschließt. Umso wichtiger ist dann Versicherungsschutz durch eine geeignete Hundehalterhaftpflichtversicherung. Worauf Sie dabei achten sollten, verraten wir Ihnen im folgenden Artikel.

Leistungen der Hundehaftpflichtversicherung

Eine Hundehalter-Haftpflichtversicherung leistet bei Personenschäden, Sachschäden sowie bei Vermögensschäden als Folge eines Personen- oder Sachschadens. Die Hundehalter-Haftpflicht haftet also sowohl für kleinere Zwischenfälle, zum Beispiel wenn der Hund fremdes Eigentum zerbeißt, als auch für Vorfälle wie einen Biss und ernsthafte Verletzungen eines Menschen durch den Hund.

Ohne Versicherung kann das den Hundebesitzer teuer zu stehen kommen. Noch viel größer kann der Schaden sein, wenn ein Hund auf die Straße läuft und einen Verkehrs­unfall mit schwer verletzten oder gar getöteten Personen verursacht. Dann können Forderungen in Millionenhöhe auf den Hunde­besitzer zukommen. Oben genannte Folgeschäden werden im Regelfall auch von der Versicherung übernommen.

Einige Versicherungen zahlen selbst dann, wenn der Halter gegen Gemeindeauflagen verstößt, zum Beispiel gegen Leinenzwang oder Maulkorbpflicht, sofern diese nicht klar ersichtlich sind. Bei mutwilligem Verstoß zahlt allerdings keine Versicherung.

 GDV-Grafik-Kennzahlen-Hundehalter-Haftpflichtversicherung-2015-1

Was gilt es zu beachten?

  • Wichtig: Achten Sie darauf, dass die Versicherung auch die Kosten übernimmt, die entstehen, wenn beispielsweise das Nachbarskind ab und an mit dem Hund Gassi geht (Fremdhüterrisiko). Wenn der Hund in einer solchen Situation einen Schaden verursacht, haftet nicht der fremde Hüter, sondern nach wie vor der Hundehalter. Die Versicherung sollte auch leisten, wenn Verwandte oder Nachbarn den Hund ausführen und dabei durch den Hund gebissen werden.
  • Sogenannte Deckschäden sind in den meisten Tarifen mitversichert, der Schaden kann mehrere tausend Euro betragen. Für Weibchen ist ein integrierter „Welpen­schutz“ sinn­voll. Dann ist der Nach­wuchs von Geburt an einige Monate kostenlos mitversichert.
  • Einige Versicherungen schließen auch Mietsachschäden mit ein. Dieser Schutz ist nicht nur sinn­voll für Hunde­besitzer, die in einer Miet­wohnung wohnen, sondern für alle Hundehalter: Zerkratzt der Hund im Urlaub beispielsweise den Parkettboden der Ferienwohnung, so kommt die Versicherung für den Schaden auf.
  • Ausgeschlossen sind Ansprüche wegen Abnutzung und übermäßiger Beanspruchung, also über einen längeren Zeitraum entstehende Schäden, die der Hund verursacht. Der Grund hierfür ist, dass der Hundehalter in der Lage sein sollte, das zu unterbinden.
  • Die Versicherungssumme des Vertrages sollte mindestens 3 Millionen Euro pauschal für Personen- und Sachschäden betragen, Versicherungen mit niedrigeren Versicherungssummen sind laut Stiftung Warentest unzureichend.

Was kostet die Hundehaftpflichtversicherung?

Laut einem Test der Stiftung Warentest aus 2010 liegen die Preise für eine solche Versicherung zwischen ca. 50 € und 200 € im Jahr.

Wissenswertes zur Versicherungspflicht

Die Haftpflicht für den Hund ist Ländersache. Jedes Bundesland legt demnach für sich selbst fest, unter welchen Bedingungen eine Hundehaltung zu erfolgen hat und ob eine Haftpflichtversicherung für den Hund Pflicht ist. Pflicht ist die Hundehalter-Haftpflicht nur für Halter in Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. In Mecklenburg-Vorpommern, Bremen und dem Saarland gibt es hingegen überhaupt keine Versicherungspflicht. In den anderen Bundesländern ist diese Pflicht beschränkt auf sogenannte Listenhunde bzw. Kampfhunde. Halter von als gefährlich eingestuften Hunderassen erhalten jedoch längst nicht bei jedem Anbieter Versicherungsschutz, bzw. ist dieser dann oft mit einem hohen Beitrag verbunden.

Hundehaftpflichtversicherung für Kampfhunde

Hundebesitzer mit sogenannten Listenhunden, die also schon per Gesetz als gefährlich oder potentiell gefährlich angesehen werden, sollten den Versicherungsschutz nicht auf die leichte Schulter nehmen und bereits für ein Jungtier, am besten also direkt nach der Anschaffung, eine Haftpflichtversicherung für den Hund abschließen. Bei der Wahl der Versicherung ist darauf zu achten, dass die gewählte Versicherung Listenhunde bzw. „Kampfhunde“ nicht ausschließt.

Was passiert bei Abgabe oder Tod des Hundes?

Falls der Hund vor Ablauf der Vertragslaufzeit stirbt oder abgegeben wird, besteht ein Sonderkündigungsrecht. Dazu reicht man eine Tierarztbescheinigung als Todesnachweis bzw. einen Nachweis über den Verkauf des Tieres beim Versicherer ein und der Versicherungsvertrag wird vor Ablauf aufgelöst. Der bereits bezahlte Beitrag wird von der Versicherung anteilig zurückerstattet.

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