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Wohngebäudeversicherung: Vorsorge-Know-how

Wohngebäudeversicherung

Vorsicht ist bekanntlich besser als Nachsicht. Das gilt vor allem für Hausbesitzer. Diese sollten sich frühzeitig um einen ausreichenden Schutz durch eine Wohngebäudeversicherung kümmern. Die Versicherung schreitet ein, wenn Leitungswasser, Feuer, Hagel, Sturm oder Blitz das Haus beschädigen oder gar zerstören. Wir verraten Ihnen Wissenswertes und nützliche Tipps rund um das Thema Wohngebäudeversicherung.

Teuer oder günstig – So werden die Preise bei der Wohngebäudeversicherung berechnet

Die preislichen Unterschiede sind bei den Wohngebäudeversicherungen teils immens. Das liegt nicht nur an den unterschiedlichen Angeboten der verschiedenen Anbieter. Je höher die Gefahr für einen bestimmten Schadenfall ist, desto höher sind auch die Preise für die entsprechende Versicherung. Je härter das Wasser in einer Stadt ist, desto teurer wird die Wohngebäudeversicherung. Der Grund dafür: hartes Wasser beschädigt die Leitungen leichter und Rohrbrüche sind damit wahrscheinlicher als bei weichem Wasser. Auch das Sturmrisiko muss mit einkalkuliert werden. Deutschland kann in zwei Sturmzonen eingeteilt werden. Aufgrund des höheren Sturmrisikos nördlich der Grenze Köln – Hannover – Berlin, schlägt eine Wohngebäudeversicherung dort mit höheren Preisen zu Buche.

Die Gebäude werden im Allgemeinen in Gefährdungsklassen eingeteilt. Die Klasse 1 ist dabei die günstigste. Gehört das Haus zur Klasse 4, kann der entsprechende Versicherungsschutz aufgrund des hohen Risikos nicht erworben werden. In der Klasse 3 ist ein Schutz nur gegen die Zahlung eines hohen Aufpreises möglich.

Im Hinblick auf die Elementarschadenversicherung ist unbedingt zu beachten, dass die Versicherung auch im Falle einer Überschwemmung durch ausufernde stehende oder fließende Gewässer sowie bei Überschwemmung durch Witterungsniederschläge oder durch Rückstauschäden bezahlt. Andernfalls kann es für Betroffene schnell sehr teuer werden.

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Wohngebäudeversicherung im Paket mit Elementarschadenversicherung erwerben

Um Geld zu sparen und einen umfassenden Schutz zu gewährleisten, sollte die Wohngebäudeversicherung am besten in Verbindung mit einer Elementarschadenversicherung abgeschlossen werden. Dabei gilt es auf Angebote mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis zu achten, da die Unterschiede sehr groß sein können. Auf keinen Fall sollte das Haus unterversichert sein. Um die richtige Versicherungssumme festlegen zu können, ist es von großer Bedeutung, den exakten Wert des Gebäudes zu kennen. Dieser wird am einfachsten nach der Wohn- und Nutzfläche sowie den Ausstattungsmerkmalen des Gebäudes ermittelt. Je nach Ausstattung werden Zu- oder Abschläge berechnet. Andere Methoden sind die Umrechnung des Gebäudeneuwerts auf heutige Verhältnisse oder die Wertschätzung durch einen Gutachter. Jeder Hausbesitzer sollte unbedingt auch über die Leitungswasserklasse in seinem Gebiet Bescheid wissen. Nur mit deren Kenntnis kann deutlich werden, ob die Kosten für die Wohngebäudeversicherung gerechtfertigt sind oder nicht.

Bis zur ersten Abschlagszahlung vergeht in der Regel ein Monat nach der Meldung des Schadens, da die Unternehmen erst prüfen möchten, ob sie diesen übernehmen. Wie bei den meisten Versicherungen sind auch hier Verträge mit Selbstbehalt zu bevorzugen, da die Jahresprämie bei diesen geringer ist.

Was ist in der Wohngebäudeversicherung eingeschlossen?

Vor Abschluss einer Wohngebäudeversicherung sollte klar sein, welche Schäden durch die Police abgedeckt sind. Dies ist relativ leicht nachzuvollziehen. Alle Teile, die zum Haus gehören, abzüglich derer, die der Mieter selbst hinzugefügt hat, sind in der Versicherung eingeschlossen. Dazu zählt beispielsweise auch der Teppichboden, wenn dieser fest mit dem Gebäude verklebt ist. Werden Nebengebäude wie Garagen im Vertrag angegeben und sind diese in die Versicherungssumme eingerechnet, so sind sie selbstverständlich mit versichert. Auch das Zubehör, das für die Instandhaltung des Gebäudes verwendet wird und sich im Haus oder fest am Haus befindet, ist Teil der Wohngebäudeversicherung. Nicht versichert ist hingegen das Zubehör, das für gewerbliche Dienste verwendet wird. Dazu zählen beispielsweise Schilder der Firma. Auch der bewegliche Hausrat und alle sonstigen Bestandteile des Grundstücks sind nicht Teil der Versicherung. Wer zusätzlichen Versicherungsschutz wünscht, kann seinen beweglichen Hausrat beispielsweise durch eine Hausratversicherung schützen.

Wohngebäudeversicherung richtig kündigen – so geht’s

Die Kündigung einer Versicherung stellt viele Betroffene vor ein Rätsel. Oft ist nicht klar, welche Formalia genau eingehalten werden müssen und wann das Kündigungsschreiben versendet werden muss. Aus diesem Grund haben wir die wichtigen Fakten kurz für Sie zusammengefasst.

  • Soll die Wohngebäudeversicherung ordentlich gekündigt werden, so kann dies jeweils mit einer dreimonatigen Frist zum Ende des Versicherungsjahres geschehen, wenn es sich um einen Jahresvertrag handelt. Wer einen Fünfjahresvertrag abgeschlossen hat, kann den Vertrag nach drei Jahren kündigen.
  • Ein außerordentliches Kündigungsrecht besteht in der Wohngebäudeversicherung, sobald ein versicherter Schaden passiert.
  • Beim Kauf eines Hauses geht die bisherige Wohngebäudeversicherung auf den neuen Hauseigentümer über, denn die Wohngebäudeversicherung ist gebäudegebunden. Der neue Eigentümer hat ein Sonderkündigungsrecht, und zwar ein Monat lang ab der Eintragung ins Grundbuch. Er kann entweder zu sofort kündigen oder zur nächsten Hauptfälligkeit.
  • Auch im Falle einer Erbschaft besteht einen Monat lang ein außerordentliches Kündigungsrecht. Lastet eine Hypothek auf dem Haus, so ist die Erlaubnis der Kreditgeber nötig, um die Wohngebäudeversicherung zu kündigen. In der Regel ist hierfür der Nachweis einer nachfolgenden Versicherung notwendig, um den bestehenden Vertrag kündigen zu können.

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