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Verliebt, verlobt, verheiratet – und hoffentlich auch gut versichert!

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Sind die Flitterwochen erst einmal vorbei, die Geschenke langsam ausgepackt und alle Dankeskarten verschickt, kehrt der Ernst des Lebens wieder ein. Einige Veränderungen stehen an: die Steuerklasse ändert sich, womöglich muss eine Namensänderung beantragt werden und auch bei einigen Versicherungen stehen Änderungen ins Haus. Im folgenden Beitrag verraten wir Ihnen, welche Änderungen auf Sie zukommen, worum Sie sich kümmern müssen und was beim Alten bleibt.

Bestandsaufnahme zu Beginn

Wenn der erste Trubel nach Ihrem großen Tag vorüber ist, steht eine Bestandsaufnahme des Status Quo an. Welche Versicherungen besitzen Sie? Welche müssen neu abgeschlossen werden? Wo lohnt es sich, beim Partner mit in den Vertrag einzusteigen?

Zusammen leben, zusammen versichern

Nicht bei jeder Versicherung ändert sich alles erst mit der Hochzeit. Bei einigen Anbietern ist es bereits möglich, die Verträge zusammenzulegen, wenn Sie in einer eheähnlichen Gemeinschaft leben – hier gilt: zusammen leben, zusammen versichern.

Hausratversicherung: Die Hausratversicherung zum Beispiel kann zusammengefasst werden, sobald Sie mit dem Partner zusammenleben. Wer nur einen Hausrat hat, muss schließlich shutterstock_140813878-1auch nur einen versichern. Achten Sie jedoch darauf, die Versicherungssumme entsprechend anzupassen. Vergrößert sich der Haushalt, wächst meist auch der Hausrat und somit auch dessen Wert. Bringen beide Partner eine Versicherung mit, kann die jüngere von beiden ohne Berücksichtigung der Kündigungsfrist gekündigt werden. Die Versicherer erstatten dann sogar den anteiligen Rest des Beitrags für das aktuelle Versicherungsjahr. Die jüngere Versicherung zu kündigen, ist allerdings nicht immer die beste Wahl. Werfen Sie einen Blick in die Versicherungsbedingungen: ist der jüngere Tarif leistungsstärker oder deutlich günstiger, behalten Sie ihn und kündigen Sie den alten Tarif fristgerecht.

Haftpflichtversicherung: Auch die private Haftpflichtversicherung kann zusammengelegt werden, sobald beide Partner in einem Haushalt leben – egal ob verheiratet oder nicht. Der Partner wird dann für die Hälfte des regulären Beitrags mitversichert. Unverheiratete Paare müssen lediglich darauf achten, dass beide Namen im Versicherungsvertrag vermerkt sind. Beim Zusammenlegen der Haftpflichtversicherung sollten Sie im Kopf behalten, dass Paare mit einer gemeinsamen Police gegenseitig keine Ansprüche geltend machen können. Wenn Ihnen häufiger ein Missgeschick passiert, kann es sich durchaus lohnen, die getrennten Policen noch etwas beizubehalten.

Auch bei einer Rechtsschutzversicherung und Auslandsreisekrankenversicherung kann der Partner üblicherweise problemlos mit in die Police aufgenommen werden, sofern beide Versicherungsnehmer gemeinsam wohnen.

Nach der Hochzeit: Einander absichern und versichern

Auch nach der Vermählung kann sich versicherungstechnisch einiges ändern. Bei einigen Policen können Sie Geld sparen, andere sollten Sie als Familie neu abschließen.

KFZ-Versicherung: Bei einigen KFZ-Versicherungen gibt es Rabatt auf einen Zweitwagen. Wenn beide Partner ein Auto haben und die Fahrzeuge bislang getrennt versichert waren, kann es sich nun lohnen, beide Wägen in einen Vertrag eintragen zu lassen und den Versicherungsschutz auf den Ehepartner auszuweiten. Der Zweitwagen schafft so vielleicht den Sprung in eine günstigere Schadensfreiheitsklasse und Sie sparen Geld.

Krankenversicherung: Sind beide Partner vor der Hochzeit gesetzlich krankenversichert, ändert sich nach der Vermählung zunächst einmal nichts. Es sei denn, ein Partner hört nach der Heirat auf zu arbeiten, zum Beispiel, um die Kinder zu betreuen. Damit endet die Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung. Der nicht arbeitende Elternteil kann dann beim Partner beitragsfrei mitversichert werden.

shutterstock_363933566Für die Kinder gilt: Wenn Sie bereits vor Ihrer Hochzeit gemeinsam Kinder haben, besteht bis zur Vermählung ein Anspruch der Kinder auf beitragsfreie Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenkasse der Mutter. Wo die Kinder nach der Heirat versichert werden, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Sind beide Elternteile gesetzlich krankenversichert, bleiben auch die Kinder in der GKV. Die Krankenversicherung vorehelicher Kinder sollte dann auf den Hauptverdiener umgeschrieben werden, dadurch lässt sich viel Geld sparen. Ist ein Elternteil jedoch privat versichert, kann es sein, dass die Kinder aus der beitragsfreien GKV fallen. Sofern der privat versicherte Elternteil ein höheres Einkommen als der Partner hat und sein Gehalt 1/12 der Jahresarbeitsentgeltgrenze übersteigt, haben die Kinder keinen Anspruch auf beitragsfreie Versicherung. Die Eltern müssen sich dann für die Kinder entweder für die private Krankenversicherung entscheiden oder sie beitragspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichern. Gleiches gilt auch dann, wenn die Kinder erst nach der Hochzeit kommen.

Lebensversicherung: Wenn das Einkommen des Partners nicht ausreicht, um sich selbst zu versorgen, sollten Sie über einen Hinterbliebenenschutz nachdenken. Haben Sie gemeinsame Kinder oder ist eine Immobilie abzubezahlen, ist eine Risikolebensversicherung zu empfehlen. Besteht bereits eine Lebensversicherung, sollten Sie jetzt Ihren Ehepartner als Begünstigten eintragen. Auch bei der Berufsunfähigkeits- oder Unfallversicherung muss der Begünstigte angepasst werden. Gerade wenn einer von Ihnen schon einmal verheiratet war, ist dieser Schritt sehr wichtig, sonst bleibt womöglich der Expartner begünstigt.

Sozialversicherungen – klarer Nachteil für unverheiratete Partner

Während manche Versicherungen keinen Unterschied zwischen verheirateten und unverheirateten Paaren machen, haben Paare ohne Trauschein bei den Sozialversicherungen das Nachsehen. Sowohl bei der gesetzlichen Rentenversicherung als auch bei der gesetzlichen Krankenversicherung sind unverheiratete Partner klar im Nachteil. Wenn der Partner stirbt, erhalten sie keine Witwen- oder Witwerrente aus der Rentenversicherung.

Auch die Vorteile der beitragsfreien Familienversicherung der GKV bleiben unverheirateten Paaren verwehrt. Entscheidet sich einer der Partner also, sich beruflich umzuorientieren und ist so eine Weile ohne eigenen Verdienst, müsste er oder sie trotzdem aktuell knapp 900 € im Jahr für Kranken- und Pflegeschutz ausgeben. Bei verheirateten Paaren ist der Partner hingegen beitragsfrei mitversichert.

Ob Sie nun heiraten oder zusammenziehen – sich gemeinsam um verschiedene Versicherungen zu bemühen, ist durchaus sinnvoll und kann Ihnen sogar finanzielle Vorteile bringen. Verschaffen Sie sich am besten gleich einen Überblick über Ihre Versicherungen und vergleichen Sie neue Policen mit dem impuls Vergleichsrechner!

Sichern Sie sich und Ihre Familie ab!