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Risikolebensversicherung – diese 5 Fehler sollten Sie vermeiden

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Tod durch einen Autounfall oder eine schwere Krankheit – es gibt Situationen im Leben, an die niemand gerne denkt. Im schlimmsten Fall hinterlässt der Verstorbene den Hinterbliebenen einen Berg Schulden und das noch nicht abbezahlte Eigenheim. Von den laufendenden Kosten, die fortan beispielsweise vom Partner alleine gestemmt werden müssen, ganz zu schweigen… Die staatliche Unterstützung, etwa in Form der Hinterbliebenenrente, genügt in der Regel nicht, um den Lebensstandard aufrecht zu erhalten.

Wer dieses Szenario seinen Angehörigen ersparen möchte, hat die Möglichkeit sie mit einer Risikolebensversicherung für den Ernstfall abzusichern. Zumindest finanzielle Sorgen lassen sich so vermeiden. Viele Banken fordern zudem den Nachweis einer Versicherung für den Todesfall des Kreditnehmers, bevor sie einen Immobilienkredit bewilligen. Da in einem solchen Fall das Schuldenrisiko hoch wäre, dient die Risikolebensversicherung der Bank – und letztlich auch den Angehörigen – als Sicherheit.

Eine Risikolebensversicherung ist also eine sinnvolle Sache für alle, die ihre Lieben und ihr Eigenheim im Fall der Fälle finanziell abgesichert wissen wollen. Viele Versicherte machen jedoch bereits beim Abschluss entscheidende Fehler, die sich zu einem späteren Zeitpunkt bitter rächen können. Welche das sind und wie Sie sie vermeiden, verraten wir Ihnen in diesem Blogartikel.

Zu geringe Versicherungssumme

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Häufig und fatal! Der gängigste Fehler beim Abschluss einer Risikolebensversicherung ist die Wahl einer zu geringen Versicherungssumme. Bei der Versicherungssumme handelt es sich um den Betrag, zu dessen Auszahlung sich der Versicherer im Leistungsfall verpflichtet hat. Da leuchtet es ein, dass die Höhe dieser Summe von entscheidender Bedeutung ist. Schließlich hat sie enormen Einfluss darauf, wie gut die Hinterbliebenen im Falle des Falles abgesichert sind. Denn laufende Kosten wollen gedeckt und ggfs. bestehende Schulden getilgt werden. Sparen Sie hier also nicht am falschen Ende. Die Summe sollte sich nach der individuellen familiären Situation richten.

Klären Sie dabei folgende Fragen:

  • Wer oder was soll abgesichert werden? Haben Sie Kinder?
  • Wie viel Einkommen fällt im Todesfall weg?
  • Mit welchen Einnahmen aus der gesetzlichen Rentenversicherung ist zu rechnen?
  • Ist Vermögen vorhanden und wenn ja, in welcher Höhe?
  • Auf welche Summe belaufen sich Ihre laufenden Kosten?
  • Gibt es bestehende Verbindlichkeiten/Schulden?

So sollten etwa junge Familien oder alleinerziehende Mütter höhere Summen absichern als kinderlose Paare. Berücksichtigen Sie auch bestehende Darlehen und rechnen Sie die Restschulden in die Gesamtsumme mit ein. Die Mindestversicherungssumme sowie die Maximalsumme bei der Risikolebensversicherung variieren je nach Anbieter. Experten raten zu einer Versicherungssumme mindestens in Höhe des drei- bis fünffachen Bruttojahreseinkommens des Hauptverdieners.

Tipp: Entscheiden Sie sich für einen Tarif mit Nachversicherungsoption. Wenn Sie eine Immobilie erwerben, heiraten oder sich Nachwuchs ankündigt, können Sie damit Ihre Versicherungssumme ohne zusätzliche Gesundheitsprüfung erhöhen. So bleiben Sie auch bei veränderten Lebensumständen flexibel. Selbstverständlich können Sie dem Anbieter Ihren Wunsch nach zusätzlicher Absicherung auch ohne Tarifoption mitteilen. Der bestehende Vertrag wird dann entweder angepasst oder Sie erhalten einen neuen Vertrag. In diesem Fall ist allerdings eine erneute Gesundheitsprüfung unumgänglich

Zu geringe Laufzeit

Auch die Laufzeit kann sich als Fehlerquelle beim Abschluss einer Risikolebensversicherung erweisen. Wenn Sie eine solche Versicherung abschließen möchten, müssen Sie angeben, wie lange Sie den Versicherungsschutz in Anspruch nehmen wollen. Dabei sollten Ihre Angehörigen natürlich so lange abgesichert sein, wie sie finanzielle Unterstützung benötigen. Andernfalls drohen spürbare Einschnitte im Lebensstandard.

Haben Sie Kinder, sollte die Absicherung mindestens so lange bestehen, bis diese Schule, Ausbildung oder Studium abgeschlossen haben und auf eigenen Beinen stehen. Eine Laufzeit von 20 bis 25 Jahren ist daher für eine junge Familie mit kleinen Kindern üblich. Wer bereits ältere Kinder hat oder sich erst in höherem Alter für eine Risikolebensversicherung entscheidet, kann dementsprechend eine geringere Laufzeit wählen. Auch für den Ehe- oder Lebenspartner sollte gesorgt sein, wenn das Einkommen des Hauptverdieners wegfällt. Gerade Unverheiratete und Patchwork-Familien haben häufig mit Problemen bei der gesetzlichen Rente und dem Erbrecht zu kämpfen. Insbesondere für diese Gruppen ist es wichtig, den Hinterbliebenenschutz zu regeln, um in keine finanzielle Notlage zu geraten.

Inkorrekte Angaben bei den Gesundheitsfragen

Einige Versicherungsnehmer (z.B. Männer, Raucher, Übergewichtige oder chronisch Kranke) stellen für die Anbieter ein höheres Risiko dar. Dieses lassen sie sich in der Regel mit höheren Beitragen bezahlen. Zur Ermittlung des individuellen Beitrags verlangen sie von den Interessenten Informationen über deren Gesundheitszustand und Krankengeschichte. Wer bei der Beantwortung der Gesundheitsfragen jedoch falsche Angaben macht, indem er z.B. bestehende Erkrankungen verschweigt oder beschönigt, verletzt seine Obliegenheitspflicht. Damit geht er das Risiko ein, im Ernstfall keinen Cent von der Versicherung zu erhalten. Die Versicherung muss in einem solchen Fall nämlich nicht leisten. Bleiben Sie daher bei der Wahrheit und machen Sie Ihre Angaben gewissenhaft!

Keine namentliche Nennung des Bezugsberechtigten

Wenn Sie einen Antrag für eine Risikolebensversicherung stellen, werden Sie nach der im Todesfall bezugsberechtigten Person gefragt. Hier gilt es präzise zu sein und sich keinen groben Schnitzer zu erlauben. Benennen Sie daher die bezugsberechtigte Person unbedingt namentlich. Schwammige Formulierungen wie „meine Familie“ oder „meine Kinder“ können für Unstimmigkeiten innerhalb der Familie sorgen und im schlimmsten Fall sogar zum Gegenstand von Gerichtsverhandlungen werden.

Keine Berücksichtigung der steuerlichen Aspekte

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Vor Abschluss einer Risikolebensversicherung sollten Sie sich Gedanken über die steuerlichen Auswirkungen machen. Relevant sind insbesondere die Aspekte, die mit der Erbschaftssteuer zusammenhängen. Denn soll der Erlös aus der Risikolebensversicherung dazu dienen die Hinterbliebenen abzusichern, ist er Teil des Nachlasses und unterliegt der Erbschaftssteuer. Überlegen Sie daher ganz genau, wie die Leistungen im Todesfall aussehen sollen und lassen Sie den Vertrag dementsprechend gestalten. Dass Hinterbliebene unnötig mit der Erbschaftssteuer belastet werden, können Sie vermeiden, indem Sie sich über Kreuz versichern. D.h. ein Partner versichert den jeweils anderen über seinen Vertrag. Der Versicherungsnehmer sollte also nicht die versicherte Person sein, sondern die später abzusichernde Person (= der Hinterbliebene).

Falscher Tarif

Damit die Risikolebensversicherung auch tatsächlich die gewünschte Absicherung für den Ernstfall bietet, sollte der Tarif optimal auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sein. Entscheiden Sie sich daher nicht für das erstbeste Angebot. Gehen Sie z.B. bestimmten Risikosportarten nach, schließen manche Versicherer diese Risiken einfach aus. Tritt der Todesfall dann aufgrund dieser Freizeitaktivitäten ein, gehen die Hinterbliebenen leer aus. Ein solch eingeschränkter Versicherungsschutz ist nicht zu empfehlen. Überlegen Sie stattdessen lieber, ob Sie statt der Leistungsausschlüsse nicht doch einen Risikozuschlag beim Beitrag in Kauf nehmen können.

Zudem sollten Sie die Inflation im Blick haben. Mit einem Tarif ohne Inflationsausgleich geht Ihnen Geld verloren, das später dringend benötigt werden könnte. Einen Inflationsausgleich erreichen Sie entweder über eine im Vertrag festgelegte jährliche Dynamik oder die Nachversicherungsgarantie (s.o.). Übrigens gibt es je nach individuellem Risiko und Anbieter mitunter enorme Preisunterschiede bei den Versicherungsbeiträgen. Es lohnt sich daher, vor dem Abschluss verschiedene Angebote zu vergleichen.

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