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KFZ-Versicherung 2017: Welche Änderungen stehen für Typ- und Regionalklasse an?

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Der individuelle Beitrag zur KFZ-Versicherung wird aus zahlreichen Tarifmerkmalen zusammengesetzt. Einfluss haben unter anderem auch der Fahrzeugtyp und der Zulassungsort. Diese beiden Faktoren werden jährlich neu berechnet und können den Beitrag zur Versicherung nicht unerheblich beeinflussen. Was die Berechnung beeinflusst und wie sich die Klassen 2017 verändern, haben wir für Sie im folgenden Blogbeitrag zusammengefasst.

Je mehr Schäden, desto höher die Typklasse

Der GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft) hat für 2017 unter anderem die Typklassen für knapp 27.000 verschiedene PKW Modelle neu berechnet. Zu diesem Zweck werden die Schaden- und Unfallbilanzen der einzelnen Modelle und die daraus entstehenden Reparaturkosten während der letzten drei Jahre betrachtet. Weniger Unfälle und damit geringere Reparaturkosten führen zur Einordnung in eine niedrige Typklasse. Auf der anderen Seite resultieren viele Schadensfälle in einer höheren Typklasse.

In der KFZ-Haftpflicht werden die Fahrzeuge in die Typklassen 10 bis 24 eingeteilt. Für die Einteilung sind vor allem Versicherungsleistungen für geschädigte Dritte nach Verkehrsunfällen ausschlaggebend. Bei Vollkasko-Versicherung erfolgt die Einordnung in die Typklassen 10 bis 34. Es wirken sich die Versicherungsleistungen für Schäden am eigenen Fahrzeug nach selbstverschuldeten Unfällen und Teilkasko-Schäden auf die Einstufung aus. Zu diesen Schäden zählen Autodiebstähle, Glasschäden, Wildunfälle und Schäden durch Naturereignisse. Für die Teilkasko-Versicherung gibt es 24 Typklassen (Typklasse 10 bis 33). In der Berechnung werden ausschließlich Teilkasko-Schäden berücksichtigt. So kommt es, dass ein neuwertiger Wagen der Oberklasse in der Teilkasko-Versicherung in eine deutlich höhere – und somit teurere – Typklasse eingestuft wird als in der Vollkasko-Versicherung. Das kommt daher, dass hochwertige Neuwägen verhältnismäßig häufig gestohlen werden, aber dafür vergleichsweise selten in Unfälle verwickelt sind.

Sie möchten wissen ob sich die Typklasse Ihres Fahrzeugs verändert hat? Der GDV bietet auf seiner Webseite eine Suchfunktion, die Ihnen die Einstufung Ihres PKWs für Haftpflicht-, Teilkasko- und Vollkaskoversicherung verrät.

Neue Regionalklassen 2017 – In Norddeutschland fahren Sie sicher – und günstig

In Deutschland gibt es 415 Zulassungsbezirke. Die Regionalklasse setzt die Schadenbilanz der Regionen in Relation zu den örtlichen Gegebenheiten der Zulassungsbezirke.

Um einen Wert zu erhalten, wird die Anzahl der Schäden in Bezug zur Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge und der durchschnittlichen Schadenhöhe gesetzt. Für die Kaskoversicherungen sind außerdem Faktoren wie Sturm- und Hagelschäden, Hochwasserschäden, Autodiebstähle und Wildunfälle relevant.

Die Endbilanz wird dann versicherungsmathematisch in einen Indexwert umgerechnet, der wiederum die Regionalklasse bestimmt. Der Indexwert 100 spiegelt den Bundesdurchschnitt wider. Liegt der Indexwert einer Region unter diesem Durchschnitt, wird die Versicherung günstiger, liegt der Wert über 100, wird sie teurer. Für die KFZ Haftpflicht gibt es 12 Klassen, der Bundesdurchschnitt liegt entspricht der Klasse 6. Besonders niedrig eingestuft werden Autofahrer in Brandenburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Teuer hingegen bleibt es in Großstädten und in Teilen Bayerns. Bei der Vollkasko-Versicherung gibt es neun Regionalklassen, der Durchschnitt liegt bei Klasse 4. Die Teilkasko-Versicherung unterscheidet in 16 Regionalklassen, wobei der Indexwert 100 Klasse 7 entspricht. Eine besonders gute Schadenbilanz erreicht die Wesermarsch in Niedersachsen, das Ostallgäu hat wie schon bei der Berechnung im Vorjahr die schlechteste Bilanz.

Regionalklassen 2017 für die Landeshauptstädtegdv_grafik

Laut GDV profitieren knapp 6,3 Millionen Autofahrer im nächsten Jahr von einer besseren Einstufung in der Regionalklasse der KFZ- Haftpflichtversicherung. 4,8 Millionen PKW-Halter werden hingegen heraufgestuft und zahlen in Zukunft mehr. Für die restlichen 28,5 Millionen Versicherten ändert sich nicht, die Regionalklasse des Vorjahres bleibt erhalten.

Eine Übersicht über die einzelnen Regionalklassen bietet die interaktive Karte der GDV.

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