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KFZ-Saisonkennzeichen – Was Sie jetzt wissen müssen

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Sonnenschein, steigende Temperaturen, Vogelgezwitscher und saftiges Grün, wohin das Auge reicht – die ersten Vorboten des lang ersehnten Sommers sind da! Zeit, Motorrad, Cabrio, Wohnmobil oder Youngtimer wieder aus dem sicheren Winterquartier zu holen. Wenn Sie Ihr liebstes Zweirad oder Vierrad ausschließlich im Sommer fahren, sollten Sie es mit Saisonkennzeichen zulassen. Was es mit diesen Kennzeichen auf sich hat und wie Sie damit richtig sparen können, erfahren Sie beim Weiterlesen!

So funktionieren die Saisonkennzeichen

Seit 1997 gibt es in Deutschland die Möglichkeit, ein Saisonkennzeichen zu beantragen, wenn ein Fahrzeug nicht das ganze Jahr über genutzt wird. Ein Fahrzeug mit Saisonkennzeichen darf nur in dem Zeitraum genutzt werden, für den das Kennzeichen gültig ist. Diesen Zeitraum erkennen Sie anhand der übereinander stehenden Zahlen am rechten Kennzeichenrand. Häufig sind das die vier und die zehn, April bis Oktober. Grundsätzlich aber entscheiden Sie, wie lange Sie Ihr Fahrzeug mit dem Saisonkennzeichen zulassen.

Diese Regelungen gelten bei der Zulassung:

  • Das Fahrzeug muss für mindestens zwei Monate zugelassen werden.
  • Das Fahrzeug darf für maximal elf Monate zugelassen sein.
  • Der Zulassungszeitraum darf nicht in mehrere Intervalle aufgeteilt werden – er muss sich auf mehrere aufeinanderfolgende Monate beziehen.

Ein großer Vorteil eines Saisonkennzeichens: Sie zahlen einmalig eine Anmeldegebühr von circa 30 €, dann kann das Kennzeichen das ganze Jahr über am Fahrzeug bleiben – auch in der Betriebspause. Melden Sie das Auto hingegen regelmäßig im Frühjahr an und im Herbst wieder ab, müssen Sie regelmäßig zur Zulassungsbehörde und es kostet Sie Jahr für Jahr eine Zulassungsgebühr von etwa 20 €. Die Gebühren variieren von Bundesland zu Bundesland. Mit einem Saisonkennzeichen können Sie also bares Geld sparen!

So stellen Sie den Antrag für ein Saisonkennzeichen

Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Antrag auf ein Saisonkennzeichen zu stellen. Zum einen kann das Kennzeichen direkt bei der Zulassungsbehörde beantragt werden, zum anderen bieten einige Zulassungsbehörden inzwischen auch ein Online-Verfahren zur Anmeldung an.

Das benötigen Sie für die Antragstellung:

  • einen gültigen Personalausweis
  • eine Versicherungsbestätigung Ihrer KFZ-Versicherung inklusive Angabe des Saisonzeitraums
  • den Fahrzeugschein
  • die Bestätigung der letzten Abgas- und Hauptuntersuchung
  • die Reservierungsbestätigung, falls Sie ein Wunschkennzeichen reserviert haben

Möchten Sie nur den Zeitraum der Zulassung ändern, benötigen Sie eine neue Versicherungsbestätigung (= eVB) Ihrer aktuellen Versicherung, in welcher der geänderte Zulassungszeitraum vermerkt ist sowie die geänderten Kennzeichenschilder. Ein komplett neues Kennzeichen brauchen Sie in der Regel nicht.

Saisonkennzeichen – das müssen Sie beachten

Da Ihr Fahrzeug außerhalb der festgelegten Saison nicht zugelassen ist, dürfen Sie es außerhalb des Betriebszeitraums ausschließlich in einer privaten Garage oder auf einem privaten Parkplatz abstellen. Parken Sie Ihr Auto oder Motorrad auf der Straße oder auf einem Gemeinschaftsparkplatz, ist eine Strafe fällig. Auch für mögliche Abschleppkosten müssen Sie aufkommen.

Vorsicht: Wenn im November noch einmal die Sonnenstrahlen locken, das Fahrzeug aber nur bis Oktober zugelassen ist, sollten Sie sich keinesfalls leichtsinnig auf die Straßen wagen. Nutzen Sie das Fahrzeug während der Betriebspause und es passiert ein Unfall, braucht die Versicherung nicht zu zahlen. Sie haften mit Ihrem Privatvermögen. Zusätzlich kommen neben einer Geldstrafe Punkte in Flensburg auf Sie zu.

Aufgepasst auch beim TÜV: Liegt der Termin für die Hauptuntersuchung außerhalb des Betriebszeitraums, müssen Sie entweder früher zum TÜV oder gleich im ersten Monat nach der Betriebspause.

Bringen Saisonkennzeichen finanzielle Vorteile?

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Oftmals ja. Sowohl die Steuer als auch die Versicherung werden nur für den Betriebszeitraum fällig. Das bedeutet: Sofern Sie das Fahrzeug nicht nutzen, zahlen Sie keine Beiträge und sparen somit Geld. Die Versicherer stufen die Schadenfreiheitsklassen jedoch erst ab einem Zeitraum von mindestens sechs Monaten in die nächsthöhere Klasse ein. Versicherungsschutz besteht das ganze Jahr über. Außerhalb des Betriebszeitraums tritt die Ruheversicherung in Kraft.

Die Ruheversicherung umfasst:

  • die KFZ-Haftpflichtversicherung
  • die Teilkaskoversicherung, wenn das Fahrzeug zum Zeitpunkt der Außerbetriebsetzung voll- oder teilkaskoversichert war.

Obwohl Sie bei Steuer und Versicherung Einsparungen haben, bringt ein Saisonkennzeichen nicht generell einen finanziellen Vorteil mit sich. Wenn Sie erst noch einen privaten Parkplatz oder eine Garage anmieten müssen, können diese Kosten den Vorteil wieder zunichte machen.

Wann ist ein Saisonkennzeichen sinnvoll?

Sie sollten über ein Saisonkennzeichen nachdenken, wenn:

  • eine private Garage oder ein privater Stellplatz zur Verfügung steht
  • Sie das Fahrzeug langfristig ausschließlich im Zulassungszeitraum nutzen wollen
  • der Zulassungszeitraum mehr als sechs Monate beträgt (bessere Einstufung bei der Schadenfreiheit).

Um mit Saisonkennzeichen bei der KFZ-Versicherung langfristig zu sparen, empfiehlt es sich, Tarife zu vergleichen. Ein Wechsel der KFZ-Versicherung ist bei Fahrzeugen mit Saisonkennzeichen übrigens oft noch am Jahresanfang möglich: Die Verträge können bis einen Monat vor Ende der Laufzeit gekündigt werden. Bei einem Saisonkennzeichen von März bis Oktober läuft diese Frist also bis Ende Januar. Der impuls-Vergleichsrechner hilft Ihnen dabei, Angebote zu finden, bei denen die Prämie für Autos mit Saisonkennzeichen besonders günstig ist!

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