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Gesetzliche Krankenversicherung 2017 – aktuelle Zusatzbeiträge

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Zum ersten Januar haben die gesetzlichen Krankenkassen die neuen Zusatzbeiträge für das Jahr 2017 bekanntgegeben. 27 von 113 Krankenkassen haben zum Jahreswechsel ihren Beitrag erhöht. Damit wurde rund jede vierte Krankenkasse teurer. Zudem verlangen in diesem Jahr erstmals alle gesetzlichen Krankenkassen einen Zusatzbeitrag.

Seit 2015 dürfen die gesetzlichen Krankenkassen individuelle Zusatzbeiträge erheben, wenn die Einnahmen durch die allgemeinen Beiträge nicht ausreichen, um die Kosten zu decken. Der Zusatzbeitrag wird allein vom Arbeitnehmer getragen und richtet sich nach dem Einkommen.

Entwicklung der Zusatzbeiträge

Bei einem Teil der gesetzlichen Krankenkassen ist der Zusatzbeitrag 2017 gestiegen. So ist die BKK Vital mit einer Erhöhung des Zusatzbeitrags um 0,5 Prozent und einem Gesamt-Beitragssatz von 16,4 Prozent aktuell der teuerste Anbieter. Ferner haben die Innungskrankenkasse IKK Brandenburg und Berlin (+ 0,29 Prozent) sowie einige Betriebskrankenkassen ihre Zusatzbeiträge angehoben. Von den großen Krankenkassen hat lediglich die auf Thüringen und Sachsen bezogene AOK Plus ihren Zusatzbeitrag um 0,3 Prozent erhöht. Insgesamt beträgt der durchschnittliche Zusatzbeitrag auch 2017 weiterhin 1,1 Prozent. Der Gesamtbeitrag (bestehend aus dem allgemeinen Beitragssatz und dem Zusatzbeitrag) liegt damit im Durchschnitt wie im Vorjahr bei 15,7 Prozent.

Eine Übersicht der aktuellen Zusatzbeiträge und Beitragssätze der Krankenkassen sowie der Änderungen im Vergleich zum Vorjahr bietet die folgende Tabelle:

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Ausblick auf 2018

Dass dieses Jahr viele Anbieter ihre Beiträge stabil gelassen haben, ist insbesondere einer Finanzspritze seitens der Politik zuzuschreiben. 1,5 Milliarden Euro verteilt der Gesetzgeber 2017 zusätzlich aus dem Gesundheitsfonds an die Krankenkassen – ein Vorgehen, das Experten zufolge mit Blick auf das Wahljahr 2017 erfolgt. So spricht etwa Doris Pfeiffer, Vorstandsvorsitzende des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung, von einem Einmaleffekt. Ab dem Jahr 2018 ist ihrer Meinung nach mit deutlich höheren Krankenkassenbeiträgen zu rechnen.

Wechsel kann Geld sparen

Je nachdem, bei welcher Krankenkasse sie versichert sind, können sich für GKV-Mitglieder bereits jetzt Unterschiede im Kassenbeitrag von mehreren hundert Euro im Jahr ergeben. Durch einen Wechsel zu einer günstigeren Krankenkasse lässt sich also mitunter viel Geld sparen. Wenn die eigene Krankenkasse den Zusatzbeitrag anhebt, besteht ein Sonderkündigungsrecht. Versicherte können dann mit einer Frist von 2 Monaten den Anbieter wechseln.

Allerdings sollte die Beitragshöhe niemals alleiniges Kriterium für die Entscheidung sein. Versicherte sollten stets prüfen, inwieweit die Leistungen der Krankenkasse auf ihre Bedürfnisse abgestimmt sind. So gibt es zum Teil deutliche Unterschiede in der Qualität der Beratung sowie beim Umfang der Zusatzleistungen. Eine Übersicht der impuls Partner im Bereich gesetzliche Krankenversicherungen finden Sie auf impuls.com.

Private Krankenversicherung als Alternative

Da die Zusatzbeiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung voraussichtlich langfristig deutlich steigen werden, kann für manche gesetzlich Versicherte auch der Wechsel in die private Krankenversicherung eine Alternative sein. Die Vorteile sind umfangreichere Leistungen und häufig schnellere Termine beim Facharzt. Die Private Krankenversicherung steht allen freiwillig Versicherten offen. Dazu zählen Selbstständige und Freiberufler, Beamte, Studenten sowie Angestellte mit einem Bruttomonatsgehalt von mindestens 4.800 Euro.

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