impuls.com - das Vergleichsportal für private sowie gewerbliche Versicherungen und Finanzen
Service: 08000 39 8000

Die 7 größten Irrtümer beim Firmenrechtsschutz

Die Gründung eines Unternehmens ist mit vielen komplexen Entscheidungen verbunden. Sobald Kontakt mit anderen Firmen oder Kunden besteht, können hierbei selbstverständlich auch Streitigkeiten auftreten. Eine private Rechtsschutzversicherung reicht in einem solchen Fall nicht aus. Wer dann nicht im Regen stehen und auf den Prozesskosten sitzen bleiben möchte, sollte sich rechtzeitig um einen zuverlässigen Firmenrechtsschutz kümmern. Beim Kampf durch den dichten Versicherungsdschungel ist allerdings Vorsicht geboten. Hier kursieren einige Irrtümer, die Sie kennen sollten, damit der optimalen Absicherung Ihres Unternehmens nichts mehr im Wege steht.

Irrtum 1: Alle Teile meines Unternehmens sind versichert

Wer sich für eine Firmenrechtsschutzversicherung entscheidet, möchte natürlich für die unterschiedlichsten Szenarien gerüstet sein. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Beschreibung der Unternehmenstätigkeit für die Versicherung so exakt wie möglich zu gestalten. Verfügt ein Unternehmen über mehrere einzelne Bereiche, in denen unterschiedliche Tätigkeiten ausgeführt werden und befinden sich die einzelnen Bereiche unter Umständen nicht in den gleichen Räumen, ist Vorsicht geboten. Sind die Tätigkeiten nicht exakt beschrieben, so kann es vorkommen, dass der Versicherer Leistungen verweigert, wenn es zum einem Streit kommt.

Irrtum 2: Mein Unternehmen ist klein, deshalb benötige ich keinen Firmenrechtsschutz

Viele Existenzgründer schätzen das Risiko für einen Streitfall als gering ein, solange ihr Unternehmen noch relativ klein ist. Sie beschließen deshalb häufig sich die Kosten für eine Rechtsschutzversicherung zu sparen. Unter Umständen sparen sie damit im Ernstfall jedoch an der falschen Stelle und geraten schlimmstenfalls in den finanziellen Ruin, wenn sie für die Kosten eines Gerichtsverfahrens aufkommen müssen. Egal wie klein das Unternehmen ist – Streitigkeiten lassen sich nie ausschließen. Der Abschluss einer Firmenrechtsschutzversicherung lohnt sich daher in jedem Fall.

Irrtum 3: Das Firmen-Vertragsrecht wird vom Firmenrechtsschutz immer mit abgedeckt

Richtig ist: Die Verträge der Rechtsschutzversicherungen sind sehr unterschiedlich, sodass es schwer ist, pauschale Aussagen darüber zu treffen, welche Szenarien bei einer gewerblichen Rechtsschutzversicherung abgedeckt sind und welche nicht. In der Regel ist das Firmen-Vertragsrecht jedoch nicht in die Leistungen eingeschlossen, sofern dies nicht ausdrücklich gewünscht wurde. Grundsätzlich können aus verschiedenen Bereichen genau die Bausteine ausgewählt werden, die zum jeweiligen Unternehmen am besten passen. So können beispielsweise der Firmenfuhrpark, die gewerbliche Immobilie, der Betrieb an sich oder der Arbeitgeber versichert werden.

Irrtum 4: Meinem Unternehmen kann der Vertrag nicht gekündigt werden, nachdem es die Leistungen einmal in Anspruch genommen hat

Die meisten Unternehmen gehen davon aus, dass die Versicherungsanbieter sie nicht so leicht loswerden können, wenn sie das wünschen. Leider ist dies auch bei einem einmaligen Schadensfall unter Umständen dennoch möglich. Das Versicherungsunternehmen hat dann gegebenenfalls das Recht zur außerordentlichen Kündigung. In der Regel gilt allerdings, dass die Versicherungsunternehmen bei zweimaliger Inanspruchnahme der Leistung innerhalb von zwölf Monaten das Recht zur außerordentlichen Kündigung besitzen. Sollte es tatsächlich einmal dazu kommen, müssen Sie nicht verzweifeln. Nach dem Rauswurf aus einer Rechtsschutzversicherung besteht immer noch die Möglichkeit des Wechsels zu einem anderen Anbieter.

Irrtum 5: Der Firmenrechtsschutz gilt ohne Wenn und Aber, nachdem die dreimonatige Wartefrist abgelaufen ist

Die dreimonatige Wartefrist soll Versicherungsunternehmen davor schützen, dass die Versicherung für bereits existente Fälle abgeschlossen wird. Sie übernimmt die Kosten deshalb nur, wenn die Streitigkeiten erstmals drei Monate nach Abschluss der Police auftreten. Sollte das Verfahren jedoch durch einen früher bestehenden und wieder aufgeflammten Konflikt verursacht worden sein, sieht der Versicherer von seinen Leistungen ab.

Irrtum 6: Die kompletten Anwaltskosten werden von der Versicherung bezahlt, wenn sie ihre Zusage zur Deckung gegeben hat

Ähnlich wie bei der privaten Rechtsschutzversicherung ist auch im firmenrechtlichen Bereich Vorsicht geboten. Bezahlt werden nur die Honorare, die laut des Rechtsanwaltvergütungsgesetzes gelten. Liegt das Honorar des jeweiligen Anwaltes darüber, so muss der Geschäftsführer selbst für die Differenz aufkommen. Da dies schnell teuer werden kann, sollten die jeweiligen Honorare möglichst rechtzeitig im Voraus abgeglichen werden.

Irrtum 7: Der Firmenrechtsschutz schützt mich nur beruflich

Die Verträge im Bereich des Firmenrechtsschutzes sind sehr vielfältig, was vor allem für Selbstständige, bei denen die Trennung von Privatem und Arbeit schwer fällt, als positiv zu werten ist. So gibt es Policen, bei denen nicht nur der berufliche, sondern auch der private Bereich zusammen mit der ganzen Familie abgesichert ist. Da dies jedoch nicht immer der Fall ist, gilt es auch hier genau beim Versicherer nachzufragen und den Vertrag auszuwählen, der exakt zu den eigenen Bedürfnissen passt.

Vergleichen lohnt sich – auch beim Firmenrechtsschutz

Wie bei den meisten Versicherungen ist die Entscheidung für einen Anbieter bzw. Tarif auch beim Firmenrechtsschutz nicht leicht. Die Police sollte passen wie ein enger Lederhandschuh, das Blut aber gleichzeitig nicht abschnüren. Deshalb ist es besonders wichtig, präzise und genau zu recherchieren, zu vergleichen und alle Angaben wahrheitsgemäß zu machen. Auf diese Weise kann es gar nicht erst zu unerwünschten Missverständnissen zwischen Versicherer und Versicherungsnehmer kommen. Zu guter Letzt ist es natürlich immer wünschenswert, dass es gar nicht erst zu Streitigkeiten kommt, welche die Inanspruchnahme der Versicherungsleistungen notwendig machen.

Merken