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Beitragserhöhung in der Privaten Krankenversicherung

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Viele Mitglieder der Privaten Krankenversicherung müssen bald mit massiven Beitragserhöhungen rechnen. Laut Focus Online sollen die Beiträge zu Beginn des neuen Jahres im Schnitt zwischen elf und zwölf Prozent steigen. Betroffen sind rund zwei Drittel der fast neun Millionen Privatversicherten in Deutschland. Die Beitragserhöhung in zahlreichen Tarifen der privaten Krankenversicherung erfolgt zum 1. Januar 2017. Die Benachrichtigung durch ihre Kasse erhalten die meisten Privatversicherten Anfang November. Wie die „FAZ“ berichtet, sind Zusatzkosten von bis zu 50 Euro im Monat möglich.  Wo die Gründe für die Beitragserhöhungen liegen und welche Möglichkeiten Betroffene haben, um Kosten zu sparen, zeigt der folgende Beitrag auf.

Gründe für die Beitragserhöhungen

Beitragserhöhungen können PKV-Unternehmen nicht willkürlich vornehmen. Vielmehr bedarf es gemäß § 12b VAG eines unabhängigen Treuhänders, welcher der Beitragsanpassung zustimmen muss. Das passiert in der Regel, wenn die von den Versicherern aufzubringenden Leistungen einen bestimmten Anteil der Beitragseinnahmen übersteigen. Aktuell sind dafür insbesondere die folgenden Entwicklungen verantwortlich:

Steigende Gesundheitskosten und demografischer Wandel

Zunächst gibt es in der Medizin einen Trend zu Verteuerung von Leistungen im Gesundheitswesen. Steigende Preise für Medikamente, Geräte oder auch für das medizinische Personal durch höhere Gehälter lassen die Kosten bei den Versicherern ansteigen. Nicht außer Acht gelassen werden dürfen allerdings auch die damit einhergehenden besseren Diagnostiken und Therapien im Gesundheitswesen sowie die steigende Lebenserwartung.

Sinkende Zinsen 

Neben diesem üblichen medizinischen Fortschritt, der die Kunden Jahr für Jahr zwischen zwei und vier Prozent kostet, ist die Hauptursache jetzt das niedrige Zinsniveau.

„Was am Kapitalmarkt nicht zu erwirtschaften ist, muss – so ist es gesetzlich vorgeschrieben – durch eine Erhöhung der Vorsorge ausgeglichen werden. Davon sind Privatversicherte jetzt also ebenso betroffen wie andere Sparer auch“, sagt PKV-Vorstand Leienbach. „Ohne die Auswirkungen der Niedrigzinsen wäre die PKV-Beitragsentwicklung auch in diesem Jahr unauffällig.“ Wie stark der einzelne Privatversicherte vom Zinseffekt betroffen ist, lässt sich pauschal nicht beantworten.

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Möglichkeiten bei einer Beitragsanpassung

1. Tarifwechsel durch Umstufungsrecht

Durch die Vereinbarung eines höheren Selbstbehalts oder der Reduzierung von Versicherungsleistungen besteht mit Hilfe des Umstufungsrechts die Möglichkeit, beim selben Versicherer in einen günstigeren Tarif zu wechseln. Damit gehen oftmals Leistungskürzungen einher. Die Altersrückstellungen bleiben in diesem Fall voll erhalten.

2. Beitragsentlastung im Alter

Durch die Hinzunahme eines Beitragsentlastungstarifs (d.h. die Teilnahme an einem sogenannten Beitragsentlastungsprogramm) erhält der Versicherte eine garantierte Beitragssenkung im Rentenalter. Der Beitragsentlastungstarif wird vom Arbeitgeber bezuschusst und ist steuerlich absetzbar.

3. Wechsel in einen Standard- oder Basistarif

Um den Privatversicherten bei einer Beitragserhöhung zu helfen, räumt der Gesetzgeber das Recht ein, in einen Standard- oder Basistarif des eigenen Versicherers zu wechseln. Die Leistungen dieser Tarife orientieren sich am Katalog der gesetzlichen Krankenversicherung. Auch hier können die Altersrückstellungen mitgenommen werden.

4. Wechsel zu einem anderen Versicherer

Als letzte Möglichkeit kommt der Wechsel der privaten Krankenversicherung infrage. Zu beachten ist jedoch, dass in diesem Fall beim neuen Versicherer eine erneute Gesundheitsprüfung stattfindet, die dazu führen kann, dass man den gewünschten Versicherungsschutz nicht erhält. Ob die Altersrückstellungen bei einem Wechsel mitgenommen werden oder nicht, muss individuell von einem Experten beurteilt werden.

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impuls Expertenempfehlung

Wenn Sie von einer Beitragsanpassung betroffen sind, helfen wir Ihnen gerne weiter. Wir als Experten im Bereich Private Krankenversicherung besprechen dann persönlich mit Ihnen, welche Möglichkeiten für Sie sinnvoll sind, damit Sie auch in Zukunft den optimalen PKV-Schutz haben.

Die impuls PKV-Experten beraten Sie bei einer Beitragsanpassung